Bestehendes externes SSD-Bootvolume mit neuem Mac weiterverwenden?

08. Feb 2018 21:21 Uhr - Nachtfalke

Hi,

sorry für die vielleicht dumme Einsteigerfrage: Ich habe hier einen älteren iMac, dem ich aus Gründen der Performance eine externe Boot-SSD, die in einem USB 3-Gehäuse steckt, spendiert habe.

Jetzt kann ich günstig an einen aktuellen 21" iMac kommen (leider wieder nur mit interner Festplatte).

Daher folgende Überlegung bzw. Frage: Kann ich das externe SSD-Bootvolume des alten iMacs einfach via USB 3 an den neuen iMac anstöpseln und damit weiterarbeiten? Installiert ist macOS 10.13.3.

Oder muss ich ich die SSD "plattmachen" und ein spezifisches System für den 2017-iMac installieren?

Die SSD kann weiterverwendet werden, aber nach dem ersten Kaltstart das Combo-update drüber laufen lassen, damit die Komponenten für den aktuellen Mac installiert werden.

Da fällt mir ein Stein vom Herzen, denn auf Neuaufsetzen des Systems habe ich nicht wirklich Lust.

Jetzt nochmal konkret nachgefragt: Wieso muss ich unbedingt das Combo Update drüberinstallieren, wenn der neue iMac von der bestehenden SSD erfolgreich bootet und den Desktop anzeigt? Gehts da um Treiber oder um irgendwelche "optimierte Komponenten"? Und wie kann ich sicher sein, dass per Combo Update dann auch wirklich alles zu 100% passt?

Hmm jetzt komme ich doch etwas ins Grübeln, ob ich nicht doch den steinigen Weg der frischen Installation wählen soll. Nicht dass bei der geplanten Vorgehensweise das neue System nicht mit voller Leistung läuft.

Oder ist das ein Denkfehler von mir?

Diverse Softwarekomponenten werden bei älteren Macs nicht installiert, weil die Hardware es nicht hergibt. Z.B. Metal2 u.s.w. Durch das Combo-Update werden alle fehlenden Softwarekomponenten für den neuen Mac installiert.

So habe ich das vor Ewigkeiten mit einem Bootvolume eines G4 eMac and einem G3 iMac gemacht. Ich war ganz überrascht, dass der G3 ein System, dass gar nicht für ihn gemacht war gebootet hat. Dauerte zwar, aber lief. Wenn ihm was fehlt, muckt er schon. 

Ich benutze ein und dasselbe System für einen Pro und ein MBP, ohne dass etwas muckt oder Bestandteile fehlen. Lediglich einige Software-Aktivierungen müssen neu eingegeben werden.

Wenn der Mac bootet und alle Programme laufen, ist alles gut. Habe ich schon zig Mal gemacht. Sowas geht in der Form wirklich nur am Mac.

Ob die Performance stimmt: Einfach mal Geekbench anwerfen und CPU und GPU testen. Dann vergleichen in der Geekbench-Datenbank. Wenn die Werte zum gekauften Modell passen, ist wirklich alles gut.

Danke an die nette Community hier!

Ich habe es also gewagt: Backup gezogen, USB-SSD umgestöpselt an den neuen iMac, davon gestartet. Läuft.

Geekbench habe ich mir geladen und die Ergebnisse sind sogar besser als die Werte in der Geekbench-Datenbank. Die Performance passt also.

Combo Update habe ich noch nicht installiert, aber ich frage mich gerade: Wozu? Läuft doch alles.

Achja, die SSD betreibe ich nach wie vor mit HFS+. Gibt es einen konkreten Vorteil bei APFS?

 

Ich setze APFS auch noch nicht ein. Ist mir noch zu neu. Ich habe mit 13.x beta mal Vergleiche gemacht, eine interne Partition mit APFS, eine zweite mit HFS+, beide Partitionen etwa gleich groß. Bei meinen Tests gab es keine Performanzunterschiede. Vor Kurzem habe ich in einem anderen Forum gelesen, dass die Reparatur eines APFS-Volumes abbrach. Da habe ich mit HFS+ noch andere Möglichkeiten.  Ich warte ab.

Es läuft stabil, ja, aber bessere Performance gibts nur punktuell, z. B. im Finder beim Kopieren oder bei der Berechnung von Datei- und Ordnergrößen.

Mit HFS+ macht man nichts falsch.

APFS ist perspektivisch wichtig. Ich denke mal, mit 10.14 im Juni gibts ein wesentlich aufgebohrtes AFPS. Optimiert, auch für Fusion Drives und mit ordentlicher Dokumentation für die Entwickler.

ist APFS wichtig. Aber das war hier nicht gefragt. Natürlich ist CopyOnWrite nett, aber es funktioniert nur in speziellen Programmen (z.B. Finder beim Duplizieren). Ich habe ein 1,3 GB großes Bild mit AffinityPhoto ein wenig geändert (feiner Strich in einer Ebene) und dann gesichert. HFS+ und APFS gleich schnell! Da durfte ich dann lernen, dass das Programm das CoW regeln muss, das Dateisystem kann es nicht. 

Ich war gerade in High Sierra/APFS und habe mir mit cmd+I die Ordnergröße des Library-Ordners anzeigen lassen: 26 Sek. für 14233 Objekte. In Mavericks (HFS+) dauerte die Aktion 2 Sek für 8450 Objekte, in Sierra (HFS+) 16 Sek. für 27823 Objekte. Was war noch mal schneller? :)

Ich werde jedenfalls warten bis die letzte Version High Sierra erschienen ist, dann meinen MacMini auf High Sierra/HFS+ updaten und den Rest weiter beobachten.

Combo Update habe ich noch nicht installiert, aber ich frage mich gerade: Wozu? Läuft doch alles.

denn du bekommst eventuell nicht mit, wenn etwas nicht optimal läuft, du hast ja keinen Vergleich. Und weh tuts auch nicht. Ich würde es machen 

Ich hab am Wochenende das 10.13.3 Combo Update zur Sicherheit installiert. Ihr habt mich überzeugt. ;-)

System läuft einwandfrei & flott!

Von APFS lasse ich erstmal lieber die Finger...