Haltbarkeit SSDs?

25. Mai 2017 12:07 Uhr - Pete

Hallo,

welche Erfahrungen habt Ihr denn so mit der Haltbarkeit bzw. Lebensdauer von SSDs gemacht? Ich habe aktuell eine Samsung Evo 840 mit 250 GB, die ich als Startlaufwerk via USB 3 nutze. Alles läuft einwandfrei.

Allerdings ist das Setup nun schon seit 2,5 Jahren in Betrieb. Muss ich mir allmählich Gedanken wegen des Verschleißes der Flash Zellen machen? Kann ich irgendwie testen, in welchem Zustand die SSD ist oder wie lange sie ungefähr noch durchhält?

Oder vielleicht einfach für kleines Geld eine neue 250 GB SSD kaufen und das System 1:1 darauf clonen?

Ein Time Machine Backup ist natürlich vorhanden, für den Fall der Fälle.

Die Dinger sind wirklich "lebensfroh" und halten länger als man denkt. Wenn Du den ungefähren "Nahtod" erfahren möchtest, würde ich das kleine Progrämmchen "SSD Reporter" auf dem Mac installieren. Hier wird Dir zyklisch der "Gesundheitszustand" mitgeteilt und per Mail wirst Du gewarnt.

Ein Mac Mini Server hat z.B. seit ca. 4,5 Jahren die Original-SSD eingebaut und ist jetzt auf 77% "Gesundheit" runter. Ob das eine verlässliche Aussage ist, kann ich allerdings auch erst sagen, wenn tatsächlich mal der Tod eintritt und die Ampel auf Rot geht ...

SSD Reporter: https://itunes.apple.com/de/app/ssdreporter/id980258689?mt=12

Könnte aber sein, dass Dein extern angebundenes SSD-Laufwerk nicht unterstützt wird:

Only 'internal' SSDs are supported, disks connected via USB & FireWire do not work at all with SSDReporter.
eSATA & ThunderBolt connected SSDs may work if the enclosure is S.M.A.R.T.-compatible. https://www.corecode.io/ssdreporter/index.html

SSD's sind oft robuster als versprochen: https://www.heise.de/newsticker/meldung/SSDs-sind-oft-robuster-als-vers…

Die 840 ist jetzt kein Profimodell, aber ich baue auch nur diese Modelle als Ersatz ein, da höchstwahrscheinlich ein neuer Mac gekauft wird, bevor die SSD den Geist aufgibt. Im Homebereich reichen diese völlig aus.

Nur ein Time Machine Backup wäre mir allerdings zu unsicher., vor allem über WLAN. Ein Carbon Copy Cloner Backup gehört zu einem Mac derzeit immer dazu.

Erst wenn Apple den Mac auf APFS umgestellt hat, könnte der Mac mit Linux gleichziehen, was die Backup-Sicherheit angeht. Time Machine wurde Marketing-technisch gut in Szene gesetzt, ist aber beileibe nicht das Gelbe vom Ei.

Danke, Waldknoblauch, dann scheinen meine Bedenken nicht wirklich angebracht zu sein. Dein Beispiel mit dem Mac mini Server macht mir jedenfalls Mut.

Dennoch schade, dass das Tool nicht via USB funktioniert. Ich hatte schon über ein Thunderbolt Gehäuse nachgedacht, aber da momentan alles zur absoluten Zufriedenheit läuft, besteht kein Anlass, etwas zu ändern.

Was bedeuten eigentlich die 77% eigentlich konkret? Dass nur noch 77% der Zellen arbeiten (d. h. weniger Kapazität)?

Ich mache neben TM Backups auch händisch Datensicherungen des Benutzerordners auf einem USB-Stick, nur zur Sicherheit.

Das Tool nimmt einige S.M.A.R.T Attribute zur Hand und errechnet damit einen "Gesundheitsstatus". Genauer habe ich mich damit auch nicht befasst. Schreibvorgänge sind bei SSD nicht unbegrenzt möglich. Die Kapazität sinkt aber nicht mit der Zeit. Es kommt schlicht zu Schreibfehlern weil die Zellen "verbraucht" sind, während das Auslesen weiterhin problemlos funktionieren würde.

"We look at the SSD health related S.M.A.R.T.-attributes #5, #173 and especially #202, #226, #230, #231 and #233. Also, if the S.M.A.R.T. summary status of a disk is "FAILING" we report the health as zero percent."

Einen genormten Überprüfungsmechanismus für SSD gibt es leider noch nicht.

https://de.wikipedia.org/wiki/Self-Monitoring,_Analysis_and_Reporting_T…

Ein Tool welches externe Laufwerke überwachen könnte, habe ich bisher leider auch nicht gefunden.

[quote=Planet]Mit diesem Treiber werden externe Laufwerke (USB, Firewire) erkannt.[/quote]

Vielen Dank für den Tip!

man kann übrigens auch im Festplattendienstprogramm sehen, dass es funktioniert, wenn der Eintrag erscheint: S.M.A.R.T.-Status: Überprüft.