Mac an Verstärker anbinden

Hallo zusammen
ich möchte meine komplette CD Sammlung, ca. 800 St., ohne Verluste auf eine Netzwerkfestplatte bringen (MACBOOK Pro vorhanden). Diese Daten/ Musik will ich dann auf meinen hochwertigen Verstärker bringen und abspielen. Meine Überlegung: AP Express kaufen, an Verstärker anschließen, über MBP betreiben, APE soll aber über Anlalog nicht sonderlich gut klingen. Mac Mini kaufen, Analogausgang an Verstärker, Klang ???. Hat jemand von euch Erfahrung oder einen Vorschlag zu diesem Problem. Mein Ziel ist es, möglichst verlustfreie Datenübertragung zu erhalten, um gute Musik über meine HIFI Anlage (Analogeingang) höhren zu können.
Vielen Dank im voraus

Ingo

Verlustfrei ...

... als AIFF oder WAV auf die Platte bringen. Mit einem iPod Classic synchronisieren und diesen über Klinke zu Cinch am Verstärker anschliessen.
Mache dies selbst mit einem iPod nano 5G (16 GB, habe nur ca. 400 CDs) an einem YAMAHA-Verstärker. Nutze aber MP3 und AAC-Dateien, da ich den Unterschied zu unkomprimierten Material eh nicht raushören würde ... ;-)

Gruß
Jürgen

falls der Verstärker Digitaleingänge hat...

die aktuellen Macs haben optische Ausgänge. Ich habe auch einen Mac Mini als Medienzentrale laufen und mit iPhone oder iPod Touch und "Remote" die iTunes-Bibliothek mit Covers fernbedienbar in der Hand. Allerdings empfehle ich dringend die AAC-Codierung. Bei einer guten Anlage und anspruchsvoller Musik ist der Unterschied zu MP3 deutlich.

Digital Out

Die neuen Macs haben alle einen digitalen Ausgang. Am Line-Ausgang kann man per Adapter auch ein optisches Signal ausgeben, welches dann an den Verstärker (sofern er über optische SP/Dif-Eingänge verfügt) geschickt werden kann. Dein Macbook Pro verfügt auch über einen solchen Ausgang. Der Mini müsste das auch schon haben.

Eine andere Möglichkeit wäre ein AppleTV.
Vorteil ist dann, dass Du eine ähnliche Darstellung wie in iTunes hast (Front Row).

das geilste was ich je machen konnte

den im MacMini enthaltenen TOSLINK Ausgang
über ein gutes TOSLINK Kabel zu diesem
D/A Wandler zu führen ... Intern hab ich ihn auf 192Khz umgesteckt,
und er hat ein exelentes Auflösungsvermögen !!!
http://www.elv.de/output/controller.aspx?cid=74&detail=10&detail2=14792
Man kann ihn neben einem Netzteil auch mit einem Akku betreiben,
was ihm sehr gut tut. Zumal intern eine GleichstromTrennung zwischen Analogen und Digitalen
IC,s vor geleistet ist.
Einfach ein richtig super D/A Wandler , und das für den Preis.
Mit der Fernbedienung und dem integriertem Front Row im MacMini eine Wucht !!!
Die CD,s würd ich mit iTunes ins AAC Format wandeln, welches kaum
Verluste in sich trägt.
Der Ausgang des D/A Wandlers geht in einen Röhrenverstärker, an dem
HIGH END Boxen mit 94db Wirkungsgrad dran hängen ...
Ein Genuss ohne gleichen ...

Aber Vorsicht ... diese Kombination mach süchtig :-)
Viel Spass dir dabei ...

Dieter

ADA

Laut den Spezifikationen wird das klassische CD-Format 16bit/44.1 kHz von dem Teil "nativ" nicht unterstützt.

Stereoanlage

Was hast denn du genau für eine Stereoanlage?
Verstärker und Lautsprecher - Marke und Modell.
(Was heisst hochwertig…?)

Oftmals wird heiss diskutiert über die Qualitätsverluste bei komprimierten Dateien, Digital oder Analog, AAC oder MP3 usw.
Dabei wird oftmals übersehen, dass die Unterschiede nur hörbar werden, bei einer entsprechenden Soundanlage!
Wenn diese im Hi-End Bereich spielt, musst du ganz anderes beachten, als wenn du eine "normale" übliche gute Stereoanlage hast.

Bei Hi-End hörst du gewiss den Unterschied zwischen MP3-128 und AAC-128. Die sind deutlich zu erkennen.
Wenn du jedoch eine komplette Stereoanlage für 2000€ aus Saturn, MediaMarkt & Co hast, gibt es einige andere Dinge vorher, die den Sound beeinflussen. Da hörst du zwischen MP3 und AAC höchstwahrscheinlich keinen Unterschied.

Hi End beginnt üblicherweise bei etwa 2000€ für einen Verstärker und 3000€ für das Lautsprecherpaar (Neupreis).

_______________________

HiEnd: Kenwood L-1000M (30kg), Quadral Vulkan (je 76kg)

vielen dank für die

vielen dank für die Informationen
Ingo

Ganz deiner

Ganz deiner Meinung.
Audionet SAM V2, LS Monitor Audio GS 60, CD und DVD Player von T&A, Tuner KT 1100
Gruß
Ingo

es gibt

IceTea schrieb:
Laut den Spezifikationen wird das klassische CD-Format 16bit/44.1 kHz von dem Teil "nativ" nicht unterstützt.

Ja ? ....
es gibt nichts, was der bei mir nicht kann.
Ob ich ihn vom MacMini aus versorge, egal in welchem Format, oder von meinem TEAC oder
Yamaha CD Player macht er alles ohne mucken und mullen mit.
Studio FLAC Files von LINN spiel ich mit Play ab....

Ja Ingo .... das iss doch ne feine Anlage :-)
Und damit bist du voll dabei ... klasse...

HIGH END ist wenn man die Musik wahrnimmt erlebt, ohne die Boxen zu hören.

mfg Dieter

D/A/D-Wandeln = Qualitätsverlust...

Hallo Ingo,

macbruno hat recht: Ich würde so lange wie möglich die digitale Signalkette aufrecht erhalten und erst am Ende über einen hochwertigen D/A-Wandler auf analog gehen. Ob allerdings das Laufwerk eines MBP das optimale Einlesegerät für Deine CDs ist ? Um hinterher ein MP3 zu erstellen mag das OK sein, aber für verlustfreie Formate gibt es vielleicht noch bessere Lösungen.

Gras wachsen hören

Hallo zusammen,

ich habe Tontechnik studiert und möchte mal kurz mit einigen Mythen aufräumen:

Natürlich bedeutet jede Wandlung einen Qualitätsverlust. Wie groß dieser ist, hängt von der Qualität der Wandler und dem Know How des Users ab. Anders herum heißt es jedoch nicht, dass, nur weil man sich lange auf der digitalen Ebene befindet, kein Qualitätsverlust eintritt.

Wird auf der analogen Ebene das Signal verändert, kann folgendes passieren:

1. Ein Rauschen wird aufaddiert.
2. Das Signal selbst wird verzerrt.

Rauschen ist störend, geht jedoch außer in Signalpausen in der Musik unter und wird maskiert.
Die analoge Verzerrung ist selten harsch und wird sogar vom Ohr als angenehm empfunden.

Auf der digitalen Ebene ist das anders. Hier wird jede Verzerrung als unangenehm empfunden und das Signal unwiderruflich zerstört. Wenn man nun davon ausgeht, dass das digitale Signal ohnehin kein 100-prozentiges Abbild des analogen Vorbildes ist (und am Anfang der Kette steht - wie auch am Ende - immer ein analoges Vorbild), ist somit letztendlich jede Veränderung auf der digitalen Ebene schlimmer zu beurteilen als eine Veränderung auf der analogen Ebene.

Man muss sich auch immer vor Augen halten, dass die CD mit 16 Bit und 44.1 kHz nur eine mehr als begrenzte Auflösung und Dynamik besitzt und sogar, um die Wandler auszutricksen, noch vor der Wandlung dem analogen Signal ein leises Rauschen beigemischt wird (Dither), welches ursprünglich nicht enthalten war, nur um die Auflösung leiser Signale zu verbessern. Zwar arbeiten moderne Digitalsysteme mit 24 Bit und mindestens 96 kHz, jedoch steht am Ende immer die CD mit 16 Bit und 44.1 kHz.

Was soll nun diese Abhandlung?

Ganz einfach: Digital ist nicht immer gut. Auch bei der Weiterleitung digitaler Signale können Fehler auftreten. Jedes Bit, was dann verändert wird, wirkt sich jedoch wesentlich drastischer auf das spätere analoge Ergebnis aus als jede weitere Bearbeitung auf analoger Ebene, sofern sie richtig durchgeführt wird. Vergleichen kann man das schön mit dem digitalen Fernsehen: Jede Veränderung des digitalen Fernsehsignals führt unweigerlich zur kompletten Zerstörung des Bildes. Beim analogen Fernsehen hat man dann etwas mehr Bildrauschen oder es flackert, das Bild selbst bleibt jedoch erhalten und man kann weiter fernsehen.

Wer High End liebt, schielt in der Regel auf die analoge Ebene. Hier spielt sich alles das ab, was als Wohlklang empfunden wird: Röhren erzeugen angenehme Verzerrungen, runden das Signal ab: Wir bezeichnen das als Wärme. Röhren sind aber alles andere als linear (unser Ohr ist auch nicht linear). Und das ist auch gut so. Gute Transistor-Schaltungen haben ihren ganz eigenen Klang. Und am Schluss stehen dann die Lautsprecher, die alles wieder für uns hörbar machen sollen und auch ihrerseits dem Signal wieder einen bestimmten Klangcharakter aufprägen. Und was kommt danach? Das Ohr? Ne - der Raum. Und der macht an allem Aufgepräge den größten und gravierendsten Anteil aus.

Ich würde mir also gar nicht so viele Gedanken darüber machen, wie ich mein Musiksignal jetzt von A nach B transportiere, sondern welche Komponenten auf dem Weg zum Ohr durchlaufen werden und was das Signal wie verändert. Unter Umständen klingt die Musik analog transportiert nämlich später subjektiv besser als digital transportiert (und damit vermeintlich ohne Klangveränderung). Und das ist das, was zählt.

Und noch eine letzte Anmerkung: Wenn ihr wüsstet, wie im Tonstudio die einzelnen Audio-Signale verwurstet werden (bei Aufnahme, Mix und Mastering) und durch welche "High End Geräte" sie geschickt werden (davon kosten einzelne manchmal nur wenige Euros und sind alles, nur nicht linear oder High End, wenn man Messwerte berücksichtigt), wäret ihr sehr erstaunt und würdet diesen überteuerten audiophilen Mist gar nicht kaufen. Aber irgendeinen Grund benötigt die Audio-Industrie ja immer, um angeblich bessere neue Geräte-Generationen an den Mann oder die Frau zu bringen......

Ergo: Lies Deine CDs ruhig mit dem MBP-Laufwerk aus und archivier sie in welchem Format auch immer. Mach bei Deiner Anlage lieber die Ohren auf als auf irgendwelche Messwerte zu schielen (von denen die meisten der Hersteller eh geschönt sind) und überlege, was den Klang tatsächlich verbessern würde. Ich persönlich fange dabei oft hinten an, sprich beim Raum.

Viele Grüße,

Markus Galla

Markus

dem kann man nix hinzu fügen :-)
die meisten wissen nichtmal was es bedeutet Lautsprecher
mit 3db mehr oder weniger zu besitzen...
"High End" hat eben nichts mit den maßlos übertreuerten schweren Gerätschaften zu tun.
Aber jeder hat da so sein eigens Maß...
Musik soll erlebbar sein ... und das kann man auch recht preiswert.
Ich hatte die Tage mal diese Monitore gehört ....
http://www.thomann.de/de/m_audio_studiophile_dsm3.htm
und
http://www.thomann.de/de/kleinhummel_o_110d_aktiv_monitor.htm
Es war einfach unglaublich, was da rüber kam...
Und das ohne großen Aufwand , mit ihren eigenen Verstärkern.

Na wie auch immer , es soll genussfähig spass machen :-)

lg Dieter

ADA

Welches Netzteil dazu? Du meintest irgendwas von wegen "Akku"?

ich hab ein

recht gutes 12v Steckernetzteil.
Mit solch einem Akku kann man Tage lang den D/A Wandler betreiben.
So einer zB.
http://www.reichelt.de/?;ACTION=3;LA=444;GROUP=P571;GROUPID=4232;ARTICLE...
oder
http://www1.conrad.de/scripts/wgate/zcop_b2c/~flN0YXRlPTIxNjU0NjA0ODU=?~...

Markus hat Recht!

Vielen Dank Markus für deine ausführlichen Erklärungen. Ich betreibe selbst auch seit vielen Jahren ein professionelles Tonstudio und stelle mit dem Material allerhand an, das dann letztendlich mit dem Original nicht mehr viel zu tun hat. Aber: es klingt verdammt gut. Auf der einen Anlage so, auf der anderen so, aber selten nicht gut. Grundsätzlich hört man den Unterschied 96 kHz/24 bit zu 44kHz/16 bit in meinem Studio deutlich. Ich höre auf zwei großen JBLs ab, die sind gnadenlos ehrlich. Wenn ich meine Musik auf nem Mac speichern würde, auf alle Fälle im AIFF oder WAV-Format, das ist zwar auch nicht so gut wie die max Auflösung von 96 oder gar 192 khZ, aber allemal besser als komprimierte Formate.
Tontechnische Grüße, Thomas

Erste Erfahrungen

Hallo zusammen
erst einmal vielen Dank für die reichhaltigen Meinungen und Vorschläge. Habe mir heute eine AP Express gekauft und lasse diese über meinen alten alten Denon DA- 500 Wandler laufen (habe ich in meinen Keller gefunden, funktioniert noch) MBP als Steuerung. Habe Digi und Annalog ausprobiert. Der Klang bei Digi kommt mir "plastischer" vor. Pop, Rock etc. klingt ok. Unterschiede habe ich ich nur zu einigen Original CD´s spezieler Herkunft ("Japanpressung", Stockfisch, JVC u.a.). In Summe bin ich aber zufrieden. Gute Aufnahmen gibt es übrigens bei Stockfisch Records.
Gruß
Ingo