Apple lässt EU warten

Anfang April leitete die EU-Kommission ein Kartellverfahren gegen Apple ein – das Unternehmen verstoße mit dem iTunes Store gegen europäisches Gemeinschaftsrecht, lautet der Vorwurf. Dem Unternehmen wurden zwei Monate Zeit eingeräumt, um eine Stellungnahme abzugeben. Zumindest bis zum vergangenen Freitag sei jedoch keine Erklärung Apples eingegangen, berichtet das Magazin Forbes unter Berufung auf die EU-Kommission. Die Frist lief am Montag um Mitternacht ab.

In dem Kartellverfahren geht es um die "territorialen Beschränkungen" des iTunes Store. Die Kommission wendet sich gegen die Einschränkung, dass iTunes-Kunden ausschließlich Musik im jeweiligen iTunes Store des Landes ihres Wohnsitzes erstehen können. Die EU-Kommission habe Apple sowie den betroffenen Musiklabels die Beschwerdepunkte dargelegt. Apple betont, schon immer einen gesamteuropäischen iTunes Store geplant zu haben, der Durchführung stünde aber die komplizierte Lage bei den Urheberrechten im Weg.