EU wartet auf Apple-Stellungnahme

Nur noch bis Mittwoch hat Apple Zeit, auf ein von der EU-Kommission gegen das Unternehmen eingeleitetes Kartellverfahren zu antworten. Eigentlich sollte die Stellungnahme Apples bis spätestens 04. Juni vorliegen, die EU räumte dem Mac-Hersteller allerdings eine Fristverlängerung ein. Zumindest bis zum gestrigen Montag sei nichts eingegangen, erklärte Jonathan Todd, ein Sprecher der EU-Kommission, laut einem Bericht der Macworld UK. Man gehe aber davon aus, dass Apple und drei Musiklabels rechtzeitig reagieren werden.

Das Kartellverfahren schließt neben Apple auch die vier großen Musiklabels Sony BMG Music Entertainment, Universal Music Group, Warner Music und EMI Group ein. Eines dieser Labels habe laut Todd bereits eine schriftliche Erklärung abgegeben.

Die EU stört sich an den territorialen Beschränkungen des iTunes Store. Der Umstand, dass iTunes-Kunden ausschließlich Musik im iTunes Stores des Landes ihres Wohnsitzes kaufen können, verstoße gegen europäisches Gemeinschaftsrecht, lautet der Vorwurf. Außerdem seien Songs in Dänemark und Großbritannien teurer als in der Euro-Zone. Apple erklärte zu einem früheren Zeitpunkt, schon immer einen gesamteuropäischen iTunes Store geplant zu haben, der Durchführung stünde aber die komplizierte Lage bei den Urheberrechten im Weg.