Tuning für alte Macs

Multi-Core-Chips und modernen Technologien zum Trotz – G3- und G4-Macs sind auch heute noch in großer Zahl als treue Arbeitspferde im Einsatz. Aus gutem Grund. Für High-End-Videobearbeitung, moderne Spiele oder umfangreiche Bildbearbeitungsjobs fehlt ihnen zwar die Rechenpower, für grundlegende Aufgaben wie Surfen, Instant Messaging, Schreiben von Texten, E-Mail-Verkehr sowie Musik- oder Fotoverwaltung sind sie aber immer noch mehr als ausreichend dimensioniert. MacGadget gibt Tipps, wie man G3- und G4-Macs Beine machen kann.

Hardware

Mit zwei Maßnahmen, die verhältnismäßig wenig Geld kosten, lässt sich jeder Mac tunen. An vorderster Stelle steht der Ausbau des Arbeitsspeichers. Je mehr RAM vorhanden ist, desto weniger Dateien müssen auf die langsamere Festplatte ausgelagert werden. Schon ein Upgrade von 256 oder 384 auf 512 MB RAM macht sich ordentlich bemerkbar. Besser sind jedoch 1024 MB.

Nächster Punkt: Die Festplatte. In den meisten G3- und G4-Macs werkeln wahrscheinlich auch heute noch die mehrere Jahre alten Originalfestplatten. Heutige Festplatten bieten dank der rasant fortgeschrittenen technologischen Entwicklung wesentlich mehr Leistung. Dies macht sich in der tagtäglichen Arbeit bemerkbar: Der Mac ist mit einer neuen Festplatte nach dem Start schneller einsatzbereit, Dokumente und Programme werden in kürzerer Zeit geöffnet, der Wechsel zwischen den Anwendungen klappt flüssiger. Wichtig: Die Festplatte sollte mit 7200 Umdrehungen/Minute arbeiten und über mindestens acht MB Cache verfügen. Beim Kauf sollte man ferner berücksichtigen, dass die meisten G3- und G4-Macs Festplatten nur bis maximal 120 GB Kapazität verwalten können.

Thema G4-Upgrades: Zwar gibt es Dual-G4-Prozessorkarten mit 1,6 oder 1,8 GHz, doch die Kosten stehen in keinem Verhältnis zum Nutzen. Wer jedoch einen Power Mac G4 der ersten oder zweiten Generation (sprich mit 400 bis 800 MHz) besitzt, kann den Kauf einer G4-Karte mit 1,0 oder 1,2 GHz durchaus in Erwägung ziehen - die Kosten betragen ca. 200 bis 250 Euro.

Software

Software-seitig gibt es etliche Maßnahmen für das Tuning. Zu nennen wären hier die Deaktivierung diverser Animationseffekte in Finder und Dock, Abschaltung von Dashboard sowie Verzicht auf Toneffekte. Dies lässt sich bequem mit dem kostenlosen Programm TinkerTool bewerkstelligen. TinkerTool kann jedoch noch mehr, beispielsweise die Animation beim Ausrollen von Dialogfenstern beschleunigen, die Verzögerungszeit für die Anzeige ladender Seiten in Safari reduzieren und die Datenbank für Website-Symbole in Safari abschalten.

Das ebenfalls kostenfreie Tool ShadowKiller entfernt die Schatten von Fenstern und Menüs, wodurch diese schneller aufgebaut werden können – auch wenn dadurch etwas von der Eleganz des Apple-Betriebssystems verloren geht. Sinnvoll sind außerdem der Verzicht auf komplexe Desktop-Hintergrundbilder, die Reduzierung der Farbzahl von "Millionen" auf "Tausende" sowie das Entfernen nicht benötigter Startobjekte.

Weiterer Tipp: Die Abschaltung von Spotlight (mittels TinkerTool System) und Verwendung von EasyFind, eine Freeware-Alternative zu Spotlight, die jedoch weniger ressourcenhungrig ist.