Apple will gesamteuropäischen iTunes Store

Apple will das Preisniveau für Musik im iTunes Store in ganz Europa vereinheitlichen. Wie das Unternehmen heute bekannt gab, sollen dazu die Preise im britischen iTunes Store gesenkt werden. Damit werde ein einheitliches europäisches Preisniveau geschaffen, wie es heute bereits in Belgien, Dänemark, Deutschland, Finnland, Frankreich, Griechenland, Holland, Irland, Italien, Luxemburg, Norwegen, Österreich, Portugal, Schweden, Schweiz und Spanien existiere. Derzeit müsse man einigen Musiklabels noch einen höheren Preis für den Musikvertrieb in Großbritannien zahlen als in anderen Regionen Europas, so Apple.

Apple stellt eine zukünftige Zusammenarbeit mit denjenigen Labels in Frage, welche den Einkaufspreis in Großbritannien innerhalb des nächsten halben Jahres nicht an gesamteuropäisches Niveau anpassen. Songs im britischen iTunes Store iTunessind derzeit noch knapp zehn Prozent teurer als in anderen iTunes Stores in Europa.

Mit der Ankündigung kommt der Hersteller einer Forderung der EU nach, die Apples Aktivitäten im Musikgeschäft seit einiger Zeit kritisch beäugt. Die EU-Kommission monierte u. a. die im Vergleich zum restlichen Europa höheren Musikpreise im britischen iTunes Store. Die EU begrüßte die Entscheidung Apples.

Mittelfristig strebt Apple einen gesamteuropäischen iTunes Store an. "Das ist ein wichtiger Schritt auf dem Weg zu einem gesamteuropäischen Marktplatz für Musik. Wir hoffen, dass jedes große Label einen Europa-übergreifenden Preisansatz in Betracht zieht", erklärte Apple-CEO Steve Jobs.

Damit würde Apple einen weiteren Kritikpunkt der EU-Kommission aus dem Weg räumen. Denn diese hatte bemängelt, dass iTunes-Kunden ausschließlich Musik im iTunes Stores des Landes ihres Wohnsitzes kaufen können. Allerdings stellt die EU klar, dass ein gesamteuropäischer iTunes Store nicht am mangelnden Willen Apples scheitere, sondern in den teilweise noch länderspezifischen Lizenzbedingungen begründet sei.