Details zu den neuen MacBooks

16. Okt 2008 12:00 Uhr - sw

Apples neue, am Dienstagabend angekündigte Laptopfamilie hat viele Fragen aufgeworfen, für die nun größtenteils Antworten vorliegen. MacGadget hat die Detailinformationen zu den neuen MacBooks zusammengefasst.

Gegenüber Cnet hat Intel bestätigt, dass im aufgefrischten MacBook Air ein Core 2 Duo-Prozessor mit "Penryn"-Kern (45 Nanometer) zum Einsatz kommt. Im alten MacBook Air werkelt ein Core 2 Duo mit "Merom"-Kern (65 Nanometer). "Penryn" bringt bekanntlich eine optimierte Architektur und einen größeren L2-Cache mit. So stehen im neuen MacBook Air nun sechs statt vier MB L2-Cache zur Verfügung. Im Zusammenspiel mit dem höher getakteten Frontside-Bus (1066 statt 800 MHz) und dem schnelleren Arbeitsspeicher (1066 statt 667 MHz) sorgt dies für eine leichte Leistungssteigerung bei unveränderten bzw. nur minimal erhöhten Taktraten (1,6 und 1,86 GHz statt vormals 1,6 und 1,8 GHz).

GeForce 9400MIn allen MacBooks mit Ausnahme des in puncto Architektur unveränderten 17-Zoll-MacBook Pro werkelt statt eines Intel- nun ein Nvidia-Chipsatz mit leistungsstarkem GeForce-Grafikprozessor. Intel nimmt dies sportlich: Die Beziehung zu Apple sei weiterhin eng. Den Kampf um das Chipset der neuen MacBooks habe man zwar verloren, aber man werde hart daran arbeiten, beim nächsten Mal wieder als Sieger hervorzugehen, erklärte ein Intel-Sprecher.

Wechsel des Grafikchips: Ab- und Anmelden erforderlich

Weiter zum Thema Grafik: Käufer des neuen 15-Zoll-MacBook Pro kommen in den Genuss, sich zwischen zwei Grafikprozessoren entscheiden zu können. Für alltägliche Aufgaben wie Surfen, Mailen oder Büroanawendungen ist der GeForce 9400M mehr als ausreichend und spart zudem Strom. Wer mehr Leistung für rechenhungrige 3D-Grafiksoftware braucht, kann in den Systemeinstellungen auf den GeForce 9600M GT-Chip umschalten. Dies setzt allerdings ein Logout mit anschließendem Login voraus. Der gleichzeitige Betrieb der beiden Grafikprozessoren zur Steigerung der Grafikleistung ist laut Nvidia allerdings nicht möglich.

GPU-Wechsel im MacBook Pro


Neues 17-Zoll-MacBook Pro erst Anfang 2009?

Wann wird das 17-Zoll-MacBook Pro auf den aktuellen Stand der (Fertigungs-) Technik gebracht? Nach Informationen von AppleInsider soll dies noch mehrere Monate dauern. Angeblich bestünden Probleme in der Produktion. Ein neues 17-Zoll-MacBook Pro, das alle Verbesserungen der aktuellen 15-Zoll-Version mitbringt, sei für Anfang 2009 zu erwarten. Bis dahin fungiert das alte 17-Zoll-MacBook Pro, das nun immerhin serienmäßig ein hoch auflösendes, LED-beleuchtetes Display (1920 x 1200 Pixel) und eine größere Festplatte (320 GB; SSD als Option) mitbringt, als Übergangslösung.

Einfacher Festplattenwechsel

Der Festplattenwechsel im neuen MacBook und 15-Zoll-MacBook Pro wurde deutlich vereinfacht, wie aus den als PDF vorliegenden Handbüchern (siehe hier und hier) hervorgeht. Durch das Lösen einer Verriegelung lässt sich die Abdeckung für Festplatte und Akku entnehmen. Anschließend wird der Akku entfernt und eine Schraube gelöst, und schon kann die Festplatte entnommen und ausgetauscht werden. Zum Aufrüsten des Arbeitsspeichers muss die andere Bodenabdeckung entfernt werden. Diese ist mit acht Schrauben befestigt.

Festplatten-Wechsel im MacBook Pro


Wassersensor inklusive

Wie im iPhone und iPod touch stecken auch in den MacBooks nun Sensoren, die sich bei Kontakt mit Flüssigkeit verfärben. Dies soll Apple helfen, ungerechtfertigte Garantieansprüche wegen Eindringens von Wasser oder anderen Flüssigkeiten zu erkennen.

DisplayPort ersetzt DVI

In allen Mobilmacs setzt Apple ab sofort auf die neue DisplayPort-Schnittstelle zum Anschluss externer Bildschirme. DisplayPort wird als Nachfolger des DVI-Anschlusses gehandelt und ist abwärtskompatibel zu DVI und VGA. Die Vorteile von DisplayPort: Kleinere Abmessungen der Schnittstelle, verbesserte Kommunikation zwischen Grafikkarte und Monitor sowie Unterstützung für höhere Auflösungen als DVI. Apples neues 24-Zoll-Cinema Display kommt serienmäßig mit DisplayPort-Unterstützung. Zum Anschluss von VGA- oder DVI-Bildschirmen an den neuen MacBooks bietet Apple Adapter an: DisplayPort auf VGA: 29 Euro; DisplayPort auf DVI: 29 Euro; DisplayPort auf Dual-Link-DVI: 99 Euro.

Displayport statt DVI


Interessante Links

Ein Video von Apple erläutert das neue Fertigungsverfahren für Laptops; die Web-Site iFixIt hat das neue MacBook Pro bereits zerlegt.

MacGadget-Berichterstattung zum Apple-Event am 14. Oktober 2008

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