Die Apple-Tochterfirma FileMaker hat ihre gleichnamige Entwicklungs- und Datenbankumgebung heute in der Version 10 angekündigt. Der Hersteller verspricht eine verbesserte und übersichtlichere Benutzeroberfläche sowie zahlreiche neue Funktionen.
FileMaker 10 sei das wohl umfassendste Redesign der Software in den vergangenen zehn Jahren, so das Unternehmen. Im Kern steht die neu gestaltete und individuell anpassbare Werkzeugleiste, vergleichbar mit einer Browser-Toolbar. User können über diese Werkzeugleiste direkt auf bisher nur über das Hauptmenü zugängliche FileMaker Pro-Funktionen zugreifen. Sie bietet so eine schlankere Navigation, optimierten Workflow und zeitsparende Shortcuts.
FileMaker Pro 10 speichert durchgeführte Suchen jetzt automatisch und ermöglicht es, diese Suchlogiken unter einem beliebigen Namen abzulegen und später bei
Bedarf wieder aufzurufen.
Script-Trigger lösen bestimmte Skripte entweder in Abhängigkeit des Nutzerverhaltens oder nach Ablauf festgesetzter Zeitlimits automatisch aus. Ähnlich einem Tabellenkalkulations-Makro kann spezifiziert werden, dass ein FileMaker-Skript zeitbestimmt abläuft und einen Vorgang automatisiert. So greift ein Script-Trigger beispielsweise dann, wenn der Anwender im Browse- oder Such-Modus in ein bestimmtes Feld klickt oder einen Ansichtsmodus verlässt. In FileMaker Pro 10 sind zwölf vorgefertigte (fünf objekt-basierte und sieben layout-basierte) Script-Trigger enthalten.
Einer der wichtigsten Einsatzbereiche von Datenbanken ist die Erstellung von Berichten. Mit FileMaker Pro 10 lassen sich einfache oder komplexe Berichte, basierend auf den zugrunde liegenden Daten, anfertigen und anschaulich darstellen. Neu in FileMaker Pro 10 ist, dass Veränderungen an den Quelldaten nun direkt während der Arbeit in der Berichtsansicht vorgenommen werden können. Sämtliche Aktualisierungen, die am Bericht vorgenommen werden, erscheinen automatisch in der Datenbank, ohne hierfür die Ansichten wechseln zu müssen.
Ebenfalls neu in FileMaker Pro 10: E-Mail-Versand via SMTP, IPv6-Unterstützung, ein verbessertes Direktstartfenster, Bento-Integration, Import von Excel 2007/2008-Dateien, erweiterte Unterstützung für externe SQL-Datenbanken und verbesserte Dateiwiederherstellung.
FileMaker Pro 10 und FileMaker Pro 10 Advanced sind auf G4-, G5- und Intel-Macs ab Mac OS X 10.4.11 lauffähig. FileMaker Pro 10 kostet 349 Euro (Upgrade 209 Euro), während FileMaker Pro 10 Advanced für 499 Euro (Upgrade 299 Euro) zu haben ist. Preise zuzüglich Mehrwertsteuer.
FileMaker hat außerdem mit der Auslieferung von FileMaker Server 10 (Preis: 999 Euro; Upgrade: 599 Euro) und FileMaker Server 10 Advanced (Preis: 2849 Euro; Upgrade: 1709 Euro) begonnen. Die Server-Varianten setzen mindestens einen mit 2,0 GHz getakteten G5- oder einen mit 1,66 GHz getakteten Intel-Prozessor, 1024 MB Arbeitsspeicher und Mac OS X 10.4.11 voraus. Preise zuzüglich Mehrwertsteuer.
FileMaker Server 10 (Advanced) bringt neben den Neuerungen von FileMaker Pro 10 weitere Verbesserungen mit, darunter vereinfachtes Server-Management (Administratoren können Daten jetzt direkt importieren und exportieren und hierfür server-basierte Skripte verwenden; Robots sind nicht mehr notwendig); ein verbesserter Assistent für die Erstellung von PHP-basierten Web-Sites und ein neuer Viewer für Datenbank-Logdateien.
FileMaker Server 10 Advanced gestattet bis zu 999 gleichzeitige Verbindungen zu FileMaker Pro-Datenbanken – rund ein Vierfaches der möglichen Live-Verbindungen mit FileMaker Server 10 und früherer Versionen des FileMaker Server Advanced.
Demoversionen stehen für Mac OS X und Windows zum Download (mehrsprachig) bereit.
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