Apple stellt neuen iMac vor

Neueste Quad-Core-Prozessoren von Intel, LED-beleuchtete Displays mit bis zu 27 Zoll, ein Steckplatz für Speicherkarten und bis zu 16 GB Arbeitsspeicher – das sind die wichtigsten Neuerungen der generalüberholten iMac-Produktfamilie, die Apple heute vorgestellt hat.

Zwei Modelle mit 21,5-Zoll- und zwei Modelle mit 27-Zoll-Bildschirm stehen zur Auswahl. Beide Displays sind LED-beleuchtet und weisen ein Bildformat von 16:9 auf. Das 21,5-Zoll-Display bietet eine Auflösung von 1920 mal 1080 Bildpunkten und eine Helligkeit von 320 cd/m2. Beim 27-Zoll-Display sind es 2560 mal 1440 Pixel und 375 cd/m2. "Sowohl das 21,5- als auch das 27-Zoll Display nutzen IPS-Technologie um konsistente Farben über einen nahezu maximalen Betrachtungswinkel von 178 Grad zu liefern", so Apple. Der 27-Zoll-Bildschirm ist für die Wandmontage vorbereitet (VESA-Standard).

Die 21,5-Zoll-iMacs und ein 27-Zoll-iMac werden von einem Core 2 Duo-Prozessor mit 3,06 GHz (Cache: drei MB) angetrieben. Gegen einen Aufpreis von 180 Euro gibt es für diese Modelle einen Core 2 Duo mit 3,33 GHz und sechs MB Cache.

Flaggschiff mit Core i5 oder Core i7

Das Flaggschiff der neuen iMac-Serie bietet neben einem 27-Zoll-Bildschirm serienmäßig einen Vierkernprozessor vom Typ Intel Core i5 mit 2,66 GHz und acht MB Cache. Gegen einen Aufpreis (180 Euro) kann dieser iMac mit einem Core i7 mit 2,8 GHz (ebenfalls vier Kerne und acht MB Cache) bestellt werden.

iMac

Der neue iMac:
neueste Intel-Chips, LED-Displays, bis zu 16 GB RAM


Sowohl der Core i5 als auch der Core i7 basieren auf Intels aktueller "Nehalem"-Mikroarchitektur. Diese zeichnet sich durch zwei Technologien aus. Erstens sorgt die Hyper-Threading-Technik für eine virtuelle Verdopplung der vorhandenen Prozessorkerne, d. h. dem Betriebssystem wird das Vorhandensein von acht Kernen vorgegaukelt, was die Gesamtleistung bei Verwendung von angepasster Software steigert. Zweitens unterstützen der Core i5 und der Core i7 die Turbo-Boost-Technik, die die Taktfrequenz einzelner Kerne anheben kann, falls nicht alle Kerne benötigt werden. Beim iMac mit Core i7 sind so bis zu 3,2 GHz, beim Core i7 bis zu 3,46 GHz möglich.

Mehr über Hyper-Threading und Turbo-Boost erfahren Sie in unserem ausführlichen Interview mit Martin Strobel von Intel Deutschland.

Bis zu 16 GB RAM und Speicherkartenslot

Alle iMacs können nun auf bis zu 16 GB Arbeitsspeicher aufgerüstet werden. Vormals waren nur bis zu acht GB möglich. Dadurch, und im Zusammenspiel mit der höheren Leistung dank Core i5 und i7, wird der iMac für High-End-Anwendungen wesentlich interessanter.

Auch dem iMac hat Apple einen Speicherkartenslot spendiert – wie bereits im Juni dem MacBook Pro. Der Speicherkartenslot des iMac kann neben SD- auch SDHC-Karten und die dünneren MMC-Karten lesen und beschreiben. MiniSD-, MicroSD-, MiniSDHC- und MicroSDHC-Karten können mittels Adapter eingesteckt werden.

Die mitgelieferte Kompakttastatur (ohne Ziffernblock) arbeitet nun per Funk, beim alten iMac war sie kabelgebunden. Eine Tastatur mit Ziffernblock (verkabelt) kann ohne Aufpreis bei der Bestellung gewählt werden.

Grafik: Im Einsteigermodell kommt der Grafikprozessor GeForce 9400M zum Einsatz. Die beiden mittleren Ausführungen werden mit Radeon HD 4670 (256 MB separater Grafikspeicher), das Flaggschiff mit Radeon HD 4850 (512 MB VRAM) geliefert. Der 27-Zoll-iMac mit Core 2 Duo-Prozessor kann für einen Aufpreis von 135 Euro ebenfalls mit Radeon HD 4850 (512 MB VRAM) bestellt werden.

Das Gehäusedesign wurde aufgefrischt. Das Glas der Frontabdeckung reicht nun von einer Ecke zur anderen.

Die Festplattengrößen wurden in den meisten Modellen erhöht, die Preise der Standardkonfigurationen reichen von 1099 bis 1799 Euro. Vormals lag die Preisspanne zwischen 1099 und 2099 Euro.

Die restlichen technischen Daten blieben unverändert. Zur Ausstattung aller Macs gehören WLAN nach 802.11n, Bluetooth 2.1, Gigabit-Ethernet, vier USB 2.0-Anschlüsse, FireWire 800, iSight-Webcam, achtfach DVD-Brenner, Audio-Ein/Ausgänge, Lautsprecher mit Verstärker und Mikrofon.

Die neue iMac-Produktlinie im Überblick

iMac mit 21,5-Zoll-LED-Display, Core 2 Duo mit 3,06 GHz (zwei Kerne), vier GB RAM, 500-GB-Festplatte, achtfach DVD-Brenner, GeForce 9400M-Grafikchip, WLAN nach 802.11n, Bluetooth 2.1, Speicherkartenslot, Gigabit-Ethernet, iSight. Empfohlener Verkaufspreis: 1099 Euro (Schweiz: 1449 Franken).

iMac mit 21,5-Zoll-LED-Display, Core 2 Duo mit 3,06 GHz (zwei Kerne), vier GB RAM, 1000-GB-Festplatte, achtfach DVD-Brenner, Radeon HD 4670-Grafikchip mit 256 MB VRAM, WLAN nach 802.11n, Bluetooth 2.1, Speicherkartenslot, Gigabit-Ethernet, iSight. Empfohlener Verkaufspreis: 1349 Euro (Schweiz: 1799 Franken).

iMac mit 27-Zoll-LED-Display, Core 2 Duo mit 3,06 GHz (zwei Kerne), vier GB RAM, 1000-GB-Festplatte, achtfach DVD-Brenner, Radeon HD 4670-Grafikchip mit 256 MB VRAM, WLAN nach 802.11n, Bluetooth 2.1, Speicherkartenslot, Gigabit-Ethernet, iSight. Empfohlener Verkaufspreis: 1499 Euro (Schweiz: 2099 Franken).

iMac mit 27-Zoll-LED-Display, Core i5 mit 2,66 GHz (vier Kerne), vier GB RAM, 1000-GB-Festplatte, achtfach DVD-Brenner, Radeon HD 4850-Grafikchip mit 512 MB VRAM, WLAN nach 802.11n, Bluetooth 2.1, Speicherkartenslot, Gigabit-Ethernet, iSight. Empfohlener Verkaufspreis: 1799 Euro (Schweiz: 2399 Franken).

Neben der Tastatur gehören die neue Multi-Touch-Maus Magic Mouse (mehr dazu hier) sowie das Betriebssystem Mac OS X 10.6 "Snow Leopard" und die Multimedia-Suite iLife '09 zum Lieferumfang aller iMacs.

Kommentare

Wieder nur glossy, kein mattes Display.

Apple hört seinen Kunden einfach nicht zu.

One thing... missing!

Schneller, größer - und auch bei diesen "Flaggschiffen" keine Möglichkeit der Option für ein Blu-Ray-Laufwerk.

Da muss ich verständnislos mit dem Kopf schütteln!

Ich finde die neuen Optionen

Ich finde die neuen Optionen sehr, sehr geil. die 1920er Auflösung bei einem 21.5er Monitor ist interessant, aber der 27er mit 4-Kern CPU ist schon extrem. Wenn ich die Wahl hätte, würde ich vermutlich auch zu einem matten Display tendieren, aber momentan habe ich einen 24er gloosy iMac und kann mich nicht beschweren.

Nörgler...

...hauptsache nörgeln.

1. m.W. gibt es eine Folie, um das Display matt "zu machen"
2. BluRay kann doch auch noch extern angeschlossen werden (Schrauber finden bestimmt ein passendes zum Einbau intern statt des mitgelieferten).

Ich finde, die Aufwertung und der Preis sind gut.
Zeige mir einen anderen Rechner, der zu diesem Preis das bietet (auch BS und SW mit einrechnen).

Des Bastlers iMac

douglaz schrieb:
...hauptsache nörgeln.
1. m.W. gibt es eine Folie, um das Display matt "zu machen"

Gibt es, aber Dir ist klar dass diese Maßnahme suboptimal ist? Für viele Anwender ist es wichtig kein Glossy zu haben. Weder mein MBP noch mein externer LCD haben Glossy und wenn ich das Glossy des 13" MBPs meiner Tochter sehe, bin ich auch sehr froh darüber. Apple produziert nicht nach den Wünschen der Kunden, sondern definiert deren Wünsche.
Zitat:
2. BluRay kann doch auch noch extern angeschlossen werden (Schrauber finden bestimmt ein passendes zum Einbau intern statt des mitgelieferten).

Wir irrig ist denn das? Selbst wenn es machbar wäre, mit was würdest Du die Blu-Rays wiedergeben wollen? Einen Windows-Player per Bootcamp nutzen? http://daringfireball.net/linked/2009/10/04/ixnay-bluray "Hope you like the iTunes Store if you like HD movies".
Zitat:
Ich finde, die Aufwertung und der Preis sind gut.
Zeige mir einen anderen Rechner, der zu diesem Preis das bietet (auch BS und SW mit einrechnen).

Natürlich sind das tolle Rechner, aber die fehlenden Details sind für einige oder auch etliche potenzielle Käufer ein KO-Kriterium.

Neuer iMac ohne Blue-ray

Apple hat kürzlich erklärt, dass Blue-ray deshalb nicht verwirklicht werden kann, weil die Lizenzvergabe vorsieht, dass technische Eingriffe seitens des Lizenzgebers in das Betriebssystem verlangt würden, die Apple nicht zugestehen will. Ich finde dies sehr gut und mutig. Wer Blue-ray jetzt schon will, kann es doch haben, mit Windows, und all den bekannten Gefahren aufgrund von Eingriffen in das Betriebssystem von Microsoft.

Mal eine Verständnisfrage

Mal eine Verständnisfrage zu Bluray: Es ist also nicht möglich, BDs über einen externen BD-Brenner wiederzugeben, bzw. mit Toast (incl. BD-Plugin) zu brennen? Kann mir das gar nicht vorstellen.

Schade !!!

die mouse ist das einzige, was einen umhaut ... ach ne, der mini-server auch!
jedoch hatte ich mir mehr von der technik versprochen. blu-ray, i7 für alle , etc....

schade!!!

Blu-Ray

Alaska schrieb:
Mal eine Verständnisfrage zu Bluray: Es ist also nicht möglich, BDs über einen externen BD-Brenner wiederzugeben, bzw. mit Toast (incl. BD-Plugin) zu brennen? Kann mir das gar nicht vorstellen.

Ich habe einen MacPro Early 2009, der ja bekanntlich 2 optische Laufwerke intern aufnimmt (jeweils SATA-Schnittstellen).
Eine Übersicht über Blu Ray Brenner gibt es hier:
http://www.bluray-disc.de/blu-ray-brenner?gclid=CJbp5r2Vzp0CFY6CzAod2hEJuA
Hiernach lassen sich die Geräte teilweise auch über eine FW-Schnittstelle anschließen. Somit dürfte der externe Anschluss für sich gesehen funktionieren (ich kann selbst allerdings nur die Funktion meines intern angeschlossenen SATA-Geräts beurteilen).

Brennen und Wiedergabe:
Wenn man mit einem HD-Camcorder aufnimmt, kann man beispielsweise mit Final Cut Pro Version 7 einen Film im Blu-Ray - Format abspeichern und brennen.
(Mit Version 5 war nur das Bearbeiten möglich, eine Blu-Ray-Dateistruktur, geschweige denn ein Menü konnte jedoch damit nicht erstellt werden. Dies galt und gilt auch für alle Versionen von DVD Studio Pro). Eine Blu-Ray-Dateistruktur kann jedoch auch mit Toast 9 oder 10 (sofern das Blu-Ray-Plug-In vorhanden ist) erstellt werden; jedoch sollte bei Toast auf Menüs verzichtet werden, da (soweit ich weiß) diese nicht fehlerfrei erstellt werden. Grundsätzlich aber festzuhalten, dass die Fertigstellung einer Blu-Ray-Disk auch mit FCP 5 bzw. 6 + Toast 9 oder 10 mit BR Plug-In möglich ist.
Es ist lediglich darauf zu achten, dass das HD-Format des Camcorders mit FCP kompatibel ist (bei Bandgeräten generell kein Problem, bei Geräten mit Festplatten, Kartenspeichern mit der Version 5 + 6 möglicherweise mit Version 7 wahrscheinlich auch machbar. Hier muss man sich aber vorab schlau machen.) Wahlweise kann man mit FCP auch ein Blu-Ray-Festplatten-Image erstellen und das mit Toast Titanium 9 oder 10 brennen.

Zur Wiedergabe:
Auf externen Blu-Ray-Playern über TV kein Problem.

Über den Mac:
a.) mit Apples DVD-Player nicht möglich
b.) mit VLC.app funktioniert die Wiedergabe SELBST gefertigter Blu-Ray-Disks mit Leopard problemlos; NICHT aber mit Snow Leopard (starkes Flackern). Dieses Problem wird sicherlich kurzfristig gelöst.

Vorgehensweise bei Einsatz von VLC:
1.) BDMV-Ordner öffnen (entspricht dem Video-TS-Ordner bei DVDs)
2.) STREAM-Ordner öffnen
3.) die Datei, die den Film enthält auswählen (unschwer am Volumensumfang zu erkennen) Name 0000X.m2ts (x steht für irgendeine Ziffer)

VLC gibt es kostenlos hier:
http://www.videolan.org/vlc/

Fazit:
1.) Wer Blu-Rays selbst vom HD-Camcorder anfertigen und brennen möchte, kann dies schon jetzt mit dem Mac erledigen (wobei ich dies aus eigener Erfahrung nur für das intern angeschlossene Laufwerk- ich nutze PIONEER BD-RW BDR-203 mit FW 1.10 mit SATA-Schnittstelle - garantieren kann. Beim Einbau in den MacPro (beim Bj. 2008 muss intern eine SATA-Schnittstelle zum optischen LW geführt werden) muss man allerdings die Front des Blu Ray LWs abnehmen und eine Kunststoffplatte ankleben, die den Mechanismus der Außenjalousie erfasst. Ich habe aber mal irgendwo gelesen, dass es inzwischen auch für den MacPro 2009 BR-LWe gibt, die auch für die Jalousie passend sind.
Wer Kauf-Blu Rays (Spielfilme) erwirbt, kann diese nicht mit dem Mac wiedergeben, da diese Disks nicht von einer Mac-Software dekodiert werden können.

Ich hoffe, dass ich mit diesen Ausführungen das eine oder andere klarstellen konnte.

27" iMac als Display für externe Geräte nutzbar

Der Display Port des 27" iMac kann wohl auch als Eingang dienen. Damit ließen sich andere Rechner oder Geräte wie BD-Player oder PS3 anschließen, so bald entsprechende Adapter-Kabel verfügbar sind.

Im Hinblick auf das fehlende Blu-Ray-Laufwerk eine wirklich interessante Option, für die man die Werbetrommel etwas besser hätte rühren können.

Danke

@ drebaboe

Danke für die ausführliche Antwort. Dann müßte es auch möglich sein, mit Toast 10 BDs von HD-ts-Dateien der Dreambox herzustellen.

Können Kauf-Blu-rays auch nicht mit dem VLC wiedergegeben werden?