Toast Titanium vs. Burn vs. Simply Burns vs. Disco

Schnelle Internetleitungen, rasante Netzwerkgeschwindigkeiten und die überbordenden Speicherkapazitäten moderner Festplattensysteme machen Brennprogramme verzichtbar – sollte man zumindest meinen. Die Absatzzahlen beschreibbarer CDs und DVDs sprechen eine andere Sprache: Rohlinge verkaufen sich immer noch prächtig. Da drängt sich die Frage auf, welche Brennlösung auf dem Mac wirklich sinnvoll ist? Um das herauszufinden, hat MacGadget den Platzhirsch Toast Titanium im großen Vergleichstest gegen Burn, Simply Burns und Disco antreten lassen. Dabei haben wir nicht vergessen, dass auch Mac OS X Rohlinge beschreiben kann.

Die Daten fressenden Talente von CD, DVD und BD (Blu-ray-Disc) sind hinlänglich bekannt – die drei Generationen zu beschreibender Medien bieten eine geballte Ladung Speicherplatz zum Taschengeldtarif. Doch wie schaufelt man die Daten am besten auf die Rohlinge? Programme wie Burn 2.3u, Simply Burns (Version 416), Disco 1.0.3 oder Toast 10.0.4 Titanium haben sich exakt darauf spezialisiert. Doch auch Mac OS X ist bereits seit langem serienmäßig dazu in der Lage, CDs und DVDs zu beschreiben.

Mac OS X bietet grundlegende Brennfunktionen

Mit wenigen Handgriffen lassen sich mit dem Finder Daten-CDs und -DVDs erstellen: Einfach das Medium in das Laufwerk einlegen, die zu brennenden Dateien und Ordner auf das CD-/DVD-Symbol im Finderfenster ziehen, den Brennbutton anklicken – und wenige Minuten später ist der Silberling fertig. Einstellungsmöglichkeiten bietet der Finder – abgesehen von der Wahl der Brenngeschwindigkeit – aber nicht.

Wer mehr Funktionen wünscht, der muss das Festplattendienstprogramm bemühen. Mithilfe des Tools lassen sich Disk-Images auf CDs und DVDs brennen, wiederbeschreibbare Medien löschen und mehrere Sessions auf Rohlingen unterbringen.

Standardmäßig beschreibt der Finder die Datenträger so, dass sie auf dem Mac und auf Windows-Rechnern gelesen werden können. Für den Einsatz auf einem Apple-Rechner entspricht das dem Dateisystem Mac OS Extended. Unter Windows weist der Datenträger das Dateisystem UDF aus.

Für das Brennen von Audio- bzw. MP3-CDs/DVDs ist iTunes zuständig. Wer Videos oder Diashows auf Datenscheiben unterbringen möchte, der muss auf die Funktionen der iLife-Programme zurückgreifen. iDVD und iPhoto beherrschen dies vorzüglich und sind bei jedem neuen Mac mit an Bord.

Wem die Fähigkeiten von Mac OS X bzw. iLife nicht reichen, oder wer alle Brennfunktionen in einer einheitlichen Benutzeroberfläche vereint sehen möchte, muss zu Software von Drittanbietern greifen.

Die beiden Open-Source-Programme Burn und Simply Burns greifen auf das Disc-Recording-Framework von Apple zurück, das auch dem Finder die brennende Leidenschaft beibringt. Die Shareware-Applikation Disco geht in weiten Teilen eigene Wege. Diese drei Programme treten gegen Toast 10 Titanium an – nach Einschätzung des Herstellers Roxio seit mehr als zehn Jahren der Maßstab, wenn es ums Brennen auf dem Mac geht.

Look & Feel

Die Installation der vier Testlinge geht problemlos und zügig vonstatten. Wenige Minuten später sind die Programme bereit für den ersten Kontakt. Burn und Simply Burns gewinnen dabei nicht unbedingt einen Schönheitspreis. Die beiden Produkte der freien Entwicklergemeinde orientieren sich optisch eher an vergangenen Mac OS X-Zeiten und versprühen den äußeren Charme der Firefox-Anfänge. Nach der Projektauswahl kommt zumindest Simply Burns dem echten Mac-Feeling ein Stückchen näher und weiß mit einem aufgeräumten Fenster zu überzeugen. Beiden gemeinsam ist die Übersichtlichkeit: Relevante Punkte wie zum Beispiel das bevorzugte Dateisystem stehen per Aufklappmenü zur schnellen Auswahl bereit.

Projektfenster von Burn

Das Projektfenster von Burn


Disco präsentiert sich dem User als ästethisch-schönes Programm. In den Farben Schwarz und Weiß gehalten, sticht es mit aussagekräftigen Fenstern ins Auge und verspricht seinen Käufern "Toast zum Frühstück zu essen". Ganz schön selbstbewusst. Disco liebt offensichtlich den großen Auftritt: Beim Schreiben von Medien steigt schwarzer Rauch aus dem Projektfenster auf und lässt die Rohlinge im virtuellen Dunst aufgehen.

Der Hersteller Roxio bezeichnet Toast 10 Titanium als Maßstab für das Brennen auf dem Mac. Was das bedeutet, wird beim Lieferumfang deutlich: Die komplette Installation schaufelt ein knappes Gigabyte an Daten auf die Festplatte. Mit dem eigentlichen Brennprogramm wandern DiscCatalogMaker RE (Katalogisierung von Datenträgern), CD SpinDoctor (Audio-Inhalte aufnehmen und konvertieren), Streamer (Streamen von Fernseh- und Video-Inhalten), Disc Cover 2RE (Backup), Mac2TiVo (Senden von Videos) auf die Harddisk. Klotzen gehört offensichtlich zum guten Ton: Der Toaster verfügt über ein großes Projektfenster, das auch nötig ist, um die Fülle der Möglichkeiten übersichtlich abzubilden. Hilfreich ist die Kategorisierung möglicher Brennvorgänge. So unterscheidet Toast 10 nicht nur in die Bereiche Daten, Ton, Filme, Kopie und Konvertieren, sondern erleichtert die Orientierung besonders für unerfahrene User durch untergeordnete Einteilungen.

Projektfenster von Toast 10 Titanium

Das Projektfenster von Toast 10 Titanium


CD, DVD & Blu-ray

Um es gleich vorwegzunehmen: CD oder DVD in jedweder Ausführung – die Testkandidaten sind nicht wählerisch und brennen, was das Zeug hält. Das gilt im Prinzip auch für das Nachfolgeformat Blu-ray. Selbst wenn die Giga-Container noch nicht recht auf dem Mac angekommen sind und Apple nach wie vor dementiert, dass mit dem Finder Blu-ray-Disks (BD) beschrieben werden können: Sowohl Mac OS X 10.5 als auch Mac OS X 10.6 kann BD-Medien beschreiben – vorausgesetzt, ein Blu-ray-Laufwerk ist extern angeschlossen. Weil Burn und Simply Burns bekanntlich auf das Disc-Recording-Framework von Apple setzen, sollten Schreibvorgänge mit diesen Tools ebenfalls gelingen.

Projektfenster von Simply Burns

Das Projektfenster von Simply Burns


Disco folgt der Apple-Sprachregelung und weist seine User darauf hin, dass man die Funktionalität nachrüstet, wenn Cupertino Blu-ray auch offiziell unterstützt. Wesentlich besser fährt der User, wenn er zu Toast greift. Die Blu-ray-Funktionalität ist tief in die Applikation implementiert. Die schon angesprochenen Unterkategorien spiegeln dies wider. Allerdings mit Einschränkungen: Die HD-Video-Authoring-Funktion für DVD und Blu-ray-Discs ist nur optional erhältlich. Interessenten bittet Roxio mit 19,99 Euro zusätzlich zur Kasse.

Projektfenster von Disco

Das Projektfenster von Disco


Features & Bedienung

Das unscheinbare Kleid, in dem Burn daherkommt, täuscht auf den ersten Blick über die zahlreichen Talente hinweg, die den Umgang mit dem Brennprogramm so angenehm machen. Obwohl der Finder und Burn auf die gleiche technische Basis zurückgreifen, fördert die Open-Source-Applikation Funktionen zutage, die Mac OS X fehlen. Deutlich wird dies bereits am Projektfenster. Es unterscheidet die Brennstrategien in Daten, Audio, Video und Kopie. Via Aufklappmenü können die einzelnen Kategorien weiter spezifiziert werden. Daten lassen sich in den folgenden Dateisystemen brennen: HFS Standard, HFS+, Joliet, Mac + PC sowie UDF. Auf Audio-Daten versteht sich Burn für CD/DVD und beschreibt auch in den Formaten MP3 oder OGG. Erforderliche Konvertierungen werden zuverlässig erledigt. Über die Einstellungen können Pausen zwischen den einzelnen Tracks definiert werden. In der Kategorie Video bietet der kleine Alleskönner neben den aus der Mode gekommenen Formaten VCD und SVCD auch die Option, DVD-Videos sowie DivX-Scheiben zu brennen – inklusive der zugrundeliegenden Konvertierungen des Quellmaterials. Video- und Audio-Bitraten sind über die Einstellungen frei zu justieren. Kapitel werden automatisch erstellt. "CD Text" ist ebenfalls kein Problem. Burn unterstützt darüber hinaus DVD-Themes. Ein Standard-Theme wird mitgeliefert, eigene lassen sich mit der kostenlosen Anwendung MenuEdit erstellen.

Erstaunlich aber wahr: Der Funktionsumfang von Simply Burns ist geringer als der von Burn, obwohl beide auf den gleichen technischen Unterbau vertrauen. Ein vorgeschaltetes Projektfenster kategorisiert Brennaufgaben in die Bereiche Daten, Audio und Kopie sowie Disc-Rippen und Image brennen. Das unterscheidet sich im Prinzip nur unwesentlich von Burn. Beim Schreiben von Videos gibt sich Simply Burns aber eine echte Blöße. Video_TS-Folder können zwar als Daten-Projekt auf einen Rohling gebrannt werden, zum Abspielen lassen sich diese Medien aber nur mit einem Trick überreden. Der Player muss von Hand gestartet werden. Anschließend muss der Dialog "Ablage -> DVD Medien öffnen" bemüht werden, um den Inhalt sehen zu können. All das ist bei Burn überflüssig. Beide Programme verfügen über die Möglichkeit, die Brenngeschwindigkeit von Hand einzustellen. Die Bedienung gelingt überwiegend intuitiv. Erklärungen sind in den meisten Fällen nicht erforderlich. Dennoch offenbart Simply Burns im direkten Vergleich zu Burn ergonomische Defizite. So kann man es durchaus als umständlich bezeichnen, dass im Projektfenster von Simply Burns nicht zwischen einzelnen Schreibstrategien gewechselt werden kann.

Mit Banalitäten wie Voreinstellungen oder Schreibstrategien gibt sich Disco in der Regel erst gar nicht ab. Die Daten werden einfach in das Projektfenster gezogen. Den Rest erledigt Disco selbstständig. Das Programm muss bei Videos aber ebenso passen wie Simply Burns. Einzustellen gibt es nur wenig. Neben dem bevorzugten Image-Format ist dies zum Beispiel die Brenngeschwindigkeit. Größeren Wert legen die Macher der brennenden Discokugel aber offensichtlich auf das Erscheinungsbild. Wie anders lässt es sich erklären, dass sich die Transparenz der Programmfenster ein- oder ausschalten lässt? Ein Nutzen ist daraus nicht abzuleiten. Positiv fällt auf, dass Disco beim Schreibvorgang neben der verstrichenen Zeit auch die Restzeit angibt – und das im Gegensatz zu den anderen Testlingen sogar relativ präzise. Im Überprüfen-Modus informiert Disco als einziges Programm zudem exakt, welche Bereiche gerade gecheckt werden. Praktisch: Vor unbenannten Datenträgern kann man sich mit dem Disco-Burning warnen lassen. Doch um einer falschen Einschätzung vorzubeugen, muss festgehalten werden, dass Disco hinsichtlich seiner Funktionen nicht mehr zu bieten hat als Simply Burns. An die Optionsvielfalt von Burn reicht das Programm im schwarzen Gewand nicht heran. Einzige Ausnahme: So wie Toast 10 Titanium auch beherrscht Disco das Aufteilen umfangreicher Brennaufgaben auf mehrere Rohlinge (Spanning) und kann außerdem Projekte katalogisieren.

Funktionsvergleich Brennprogramme

Toast Titanium: Unübertroffener Funktionsumfang


Dateien auf Datenträger zu brennen, ist für das mächtige Tool Toast 10 Titanium beinahe zu banal. Sicher lassen sich Projekte mit dem Roxio-Produkt so bequem und einfach auf Medien brennen, wie mit keinem anderen Programm. Außerdem bietet keine andere Testapplikation einen annähernd großen Umfang diese Projekte so individuell zu konfigurieren wie Toast. Ein Beispiel: Bei der Erstellung von DVD-Videos ist der Kompressionsgrad so variabel zu justieren, dass große Filme auf eine DVD passen. Zusätzlich lassen sich Kapitelmarken via Aufklappmenü minutengenau festlegen. Erstaunlich: Ergonomie und intuitive Bedienung gehen trotz der schier unendlichen Konfigurationsmöglichkeiten nicht verloren. Auch Anfänger kommen mit Toast klar. Seine eigentlichen Fähigkeiten offenbart der Toaster aber in einer ganz anderen Disziplin. Als talentierter Konvertierer kann er in zahllose Dateiformate überführen: AAC AIFF, MP3, WAV, M4A, OGG, FLAC, Dolby Digital AC-3 im Audiobereich und AVSHD, AVI, DV, MOV, MPEG-1/2/4, VOB und Video_TS-Ordner. Darüber hinaus lassen sich freigegebene iMovie-Projekte und EyeTV-Aufnahmen ohne Komplikationen auf Datenträger bannen oder für mobile Endgeräte aufbereiten. Gerade in diesem Bereich ist Toast ohne Konkurrenz: iPhone, iPod, Playstation 3, PSP, Xbox 360, Palm Treo oder BlackBerry – Toast kennt sie alle und bietet die entsprechenden Voreinstellungen zum Konvertieren an. Das umfangreiche Arsenal an Zusatzprogrammen tut ein Übriges und rundet das Feature-Feuerwerk ab. Katalogisierung, Aufnahmefunktion oder Cover-Gestaltung – Roxio hat wirklich an alles gedacht.

Aller Unterschiede zum Trotz beherrschen die vier Testkandidaten einige Disziplinen gleichermaßen gut: So zählt es zur Grundausstattung aller Programme, eine Überprüfung der Brenn-Ergebnisse anzubieten. Auch das Anfertigen von Images stellt keine Herausforderung dar. Gleiches gilt für Multisession – also das Brennen mehrerer Sitzungen auf einen Datenträger.

Performance & Spezifikationen

Um die Performance der Testkandidaten auf die Probe zu stellen, hat MacGadget umfangreiche Brennvorgänge durchgeführt. Als Testsystem diente ein MacBook Pro (Core 2 Duo mit 2,6 GHz, vier GB RAM). Um die Vergleichbarkeit der Brenn-Ergebnisse gewährleisten zu können, wurden wiederbeschreibbare Medien eingesetzt – die einzige praktikable Methode, um Qualitätsschwankungen der Rohlinge auszuschließen. Für den Brenn-Zyklus auf DVD-Medien wurde der eingesetzte Rohling mit 3,4 GB beschrieben. Konvertierungen seitens der Programme waren dazu nicht erforderlich. In einem zweiten Zyklus wurde der eingesetzte CD-RW-Rohling mit einer Datenmenge von 681 MB gefüllt. Auch hier waren keine Konvertierungen notwendig.

Performance CD-Brennen


Weil die Brenngeschwindigkeit der Laufwerke beim Schreiben von RW-Datenträgern wesentlich herabgesetzt ist, wurden alle Schreibvorgänge lediglich mit vierfacher Geschwindigkeit durchgeführt. Das entsprach der Maximalgeschwindigkeit. Klar ist aber: Einmal zu beschreibende Medien werden in der Regel mit höherer Geschwindigkeit gebrannt. Mit der Folge, dass die Brenn-Dauer deutlich sinkt.

Als Ergebnis fällt ins Auge, dass Burn und Simply Burns den Rechner deutlich weniger beanspruchen als Disco und Toast. Dies gilt für die CPU- und RAM-Auslastung gleichermaßen. Kritische Werte für die Systemstabilität wurden aber während der Brennvorgänge nie erreicht. Abstürze waren nicht zu beobachten. Arbeiten bei gleichzeitigem Brennen war problemlos möglich. Auffällig: Die Überprüfung einer DVD-RW nimmt in etwa so viel Zeit in Anspruch wie der eigentliche Schreibvorgang. Und: Der Schreibvorgang des CD-RW-Zyklus war bei allen Programmen sehr lang. Dafür erfolgte die Überprüfung in knapp einem Viertel der Zeit, die für das Brennen erforderlich war. Ähnlich liegen die Verhältnisse beim Löschen. Die gut gefüllte DVD-RW war in allen Fällen schneller vom Inhalt befreit als die CD-RW.

Performance DVD-Brennen


Hinsichtlich der Brenndauer ergeben sich keine wesentlichen Zeitunterschiede zwischen den eingesetzten Programmen. Offensichtlich bremst die Software die Hardware nicht aus. Die Schreibvorgänge gingen beinahe lautlos vonstatten. Lediglich bei der Überprüfung waren die Brennergeräusche deutlich zu vernehmen. Das Schreibergebnis war überzeugend. Alle gebrannten Daten ließen sich ohne Probleme öffnen – und das nicht nur auf dem Mac. Auch unter Windows und Linux gab es keinerlei Probleme zu beklagen.

Fazit

Dieser Vergleichtest hat einen eindeutigen Sieger: Roxio kann von sich selbst mit Fug und Recht behaupten, der Standard für das Brennen auf dem Mac zu sein. Einziger Wehrmutstopfen: Toast 10 Titanium ist die kostspieligste Lösung, um Daten auf Träger zu brennen. Der Fairness halber muss allerdings gesagt werden: Mit dem Roxio-Programm erhalten Käufer weit mehr als ein Brennprogramm. Deswegen ist der Kaufpreis auch gut angelegtes Geld für alle diejenigen, die intensiv mit Audio und Video auf dem Computer jonglieren. Denn: Toast 10 Titanium beweist seine wahren Talente immer dann, wenn es gilt, Daten in die unterschiedlichsten Formate zu überführen. Wer sich also mit dem komplexen Thema Video intensiver auseinandersetzen möchte, der kommt um die professionellen Möglichkeiten von Toast nicht herum. In Verbindung mit der (reichlichen) Zusatzsoftware könnte das Programm auch Toast 10 Suite heißen.

Platz 2 belegt Burn. Das kleine, schlanke Tool hat nicht die Ambitionen von Toast, ist aber kostenlos erhältlich. Das Programm entlockt der Mac-OS-X-Brenn-Engine Talente, die Apple dem Finder verwehrt und an andere Programme aus dem eigenen Haus verweist. Daten, Audio, Video oder Images – Burn brennt alles das zuverlässig und sicher. Dabei übernimmt das Programm auch Daten-Konvertierungen. Wenn Videobearbeitungen nicht unbedingt zum Lebensschwerpunkt gehören und neben reinen Daten hin und wieder mal eine Audio-CD für das Auto oder ein Film gebrannt werden soll, dann ist Burn ein heißer Tipp. Da Burn kostenfrei ist, ist es für Sparfüchse der "heimliche Sieger" dieses Tests.

Alternativ könnte der geneigte Brenn-Interessent auch zu Simply Burns greifen. Wie Disco mag auch Simply Burns keine Videos. Aber es ist kostenlos, intuitiv zu bedienen und brennt sonst anstandslos. Lediglich in der Kategorie Ergonomie könnte Simply Burns hier und das logischer aufgebaut sein. Dem Schönling Disco dürfte der Versuch "Toast zum Frühstück zu essen" dagegen im Halse stecken bleiben. Für die ambitionierte Software ist der Platzhirsch Toast doch einige Nummern zu groß. Hochmut kommt bekanntlich vor dem Fall. Hinsichtlich der Funktionalität hat Disco außer Spanning und Katalogisierung nichts zu bieten, das über die Brenn-Talente von Simply Burns hinausgeht. An Burn reicht Disco gar nicht erst heran. Und so kann man nur ein schlechtes Verhältnis von Preis und Leistung konstatieren. Offensichtlich sehen das die Entwickler ähnlich: Das letzte Update stammt vom Februar 2008 – 20 Monate ohne Aktualisierung. Verdammt lang her …

Links & Spezifikationen

Toast 10.0.4 Titanium
Hersteller: Roxio
Systemvoraussetzungen: Mac OS X 10.4 oder neuer.
Sprachen: Deutsch, Englisch und andere.
Preis: 99,99 Euro. Keine Demoversion verfügbar.

Burn 2.3u
Hersteller: Kiwi Fruitware
Systemvoraussetzungen: Mac OS X 10.3.9 oder neuer.
Sprachen: Deutsch, Englisch und andere.
Preis: Kostenlos (Open Source). Download hier (17,5 MB).

Simply Burns Version 416
Hersteller: Martin Köhler
Systemvoraussetzungen: Mac OS X 10.4 oder neuer.
Sprachen: Deutsch, Englisch und andere Sprachen.
Preis: Kostenlos (Open Source). Download hier (7,3 MB).

Disco 1.0.3
Hersteller: DiscoApp.com
Systemvoraussetzungen: Mac OS X 10.4.3 oder neuer.
Sprachen: Deutsch, Englisch und andere.
Preis: 19,95 Dollar. Demoversion verfügbar (1,8 MB).



Kommentare

Brennen unter Mac

Egal welches Brennprogramm unter Mac ich auch nehme, 2 Punkte liefert mir keines :
a) Bitsetting - DVD+R /DVD+R DL -> DVD-ROM
b) Layerbreak bei Video-DVDs setzen.

Leider gibt es immer noch nichts vergleichbares mit ImgBurn unter Windows. Einer der ganz wenigen Gründe, Bootcamp zu benutzen :-(

Dass zumindest Roxio das nicht hinbringt, unverständlich.

Hans

Ich hab Burn drauf...

Und war damit immer sehr zufrieden. Die Featureliste bestätigt das ja auch ganz gut.
Allerdings brenne ich irgendwie kaum noch CDs/DVDs. Das ist out. ;) Hochladen oder schnell mal auf den Stick. Schont die Umwelt.

Fabio

danke, für den guten Beitrag !!!

danke, für den guten Beitrag !!!