Erfolg für Apple: Psystar stellt Verkauf ein

Bereits Mitte November verbuchte Apple im Rechtsstreit mit Psystar einen Etappensieg. Damals urteilte ein Gericht in Kalifornien, dass Psystar mehrfach die Rechte Apples verletzt habe. Nun erzielte Apple einen weiteren Erfolg: Psystar hat mit sofortiger Wirkung den Verkauf seiner "Mac-Clones" eingestellt.

Dies ist offenbar die Folge einer Einigung zwischen beiden Seiten, in deren Rahmen Psystar knapp 2,7 Millionen Dollar als Schadensersatz und Kostenentschädigung an Apple zahlt, sofern die Berufungsinstanzen das Urteil bestätigen. Im Gegenzug nimmt Apple einige bei Gericht vorgebrachte Vorwürfe zurück. Der Rechtsstreit ist damit allerdings noch lange nicht zu Ende.

Denn während sich Apple vor dem kalifornischen Gericht weitgehend durchgesetzt hat, steht der zweite Teil des Rechtsstreits noch am Anfang. In Florida ist Apple im August von Psystar verklagt worden. Psystar behauptet in der Klage, die Zwangsbindung von Mac OS X an Apple-Hardware sei illegal.

Unterdessen hat Psystar damit begonnen, eine Software (Preis: 50 Dollar) zu vertreiben, die die Installation von Mac OS X auf Intel-basierten Computern anderer Hersteller ermöglichen soll. Ob Apple dagegen vorgehen wird, ist noch nicht bekannt. "Mac-Clones", d. h. selbst zusammengestellte Computer mit vorinstalliertem Mac OS X, wolle man jedoch nicht länger verkaufen, so Psystar.

Psystar hatte im Frühjahr 2008 mit dem Verkauf von Computern mit vorinstalliertem Mac OS X begonnen. Apple hält dieses Vorgehen für illegal und reichte im Juli 2008 eine Klage gegen Psystar ein.