Erstes Google-Smartphone: Nexus One

Der Branchenriese Google hat mit dem Nexus One sein erstes Smartphone vorgestellt. Es basiert auf dem hauseigenen Betriebssystem Android 2.1 und bietet einen 1-GHz-Prozessor, einen 3,7-Zoll-AMOLED-Touchscreen mit einer Auflösung von 800 mal 480 Pixeln, einen Scrollball, ein GPS-Modul, einen Beschleunigungssensor, eine Fünf-Megapixel-Kamera mit Blitz und Autofokus, Multitasking, Spracherkennung, WLAN nach 802.11n, Bluetooth 2.1, Quadband-GSM-Unterstützung sowie Unterstützung für UMTS/HSDPA/HSUPA. Das Nexus One wiegt 130 Gramm und ist 11,5 Millimeter dick. An Speicher stehen 512 MB RAM, 512 MB Flash und eine Micro-SD-Card mit vier GB (austauschbar; maximal 32 GB) zur Verfügung.

Google verlangt für das Smartphone 529 Dollar. Im Verbund mit einem Zweijahresvertrag von T-Mobile kostet es 179 Dollar. Vorerst wird das Nexus One nur in den USA, in Großbritannien, Singapur und Hong Kong verkauft. Zur Markteinführung in anderen Ländern machte das Unternehmen keine Angaben.

Das Nexus One ist für Googles Web-Anwendungen optimiert. Der austauschbare Akku soll eine Sprechzeit von bis zu zehn Stunden (2G) bzw. sieben Stunden (3G) bieten. Multi-Touch-Gesten kennt das Gerät nicht.

In einigen Disziplinen, wie etwa Display, Prozessor und Kamera, ist das Nexus One dem iPhone 3GS überlegen. Aber ist das Google-Smartphone tatsächlich ein "großer Wurf"? "Nein", meint die FAZ: "Ein Journalist brachte es bei der Vorstellung von Googles erstem eigenen Handy Nexus One auf den Punkt: 'Ihr Jungs von Google seid für die Revolutionen zuständig. Wo ist das Nexus One eine Revolution?' lautete seine rhetorische Frage."

Der "Wow-Effekt" sei beim Nexus One ausgeblieben. "Nur einmal blitzte der Google-Genius während der Präsentation in Mountain View kurz auf: Die Spracherkennung, die das Diktieren von E-Mails, Navigationsbefehlen oder anderen Eingaben ermöglicht, könnte das mühsame Tippen auf den Smartphones weitgehend überflüssig machen. Die 3D-Grafik ist aber eher eine (nette) Spielerei und die Menüsteuerung kein erkennbarer Fortschritt gegenüber dem iPhone von Apple", schreibt die Zeitung.

Wirklich zündende Ideen habe Google bisher nicht gehabt. Dennoch sei für Apple die Gefahr gewachsen, seinen Vorsprung (auch im App-Markt) zu verlieren. "Aber Apple ist die passende Antwort mit dem iPhone 4G durchaus zuzutrauen. Echtes Multitasking wäre schon mal ein Anfang", so die FAZ weiter.

Kommentare

Google Genius

da lach ich mich weg. google ist wohl eher für eine mediendiktatur ( zumindest als knecht für eben solche regierungen ) gut.
und die " jungs " die den genius gesucht haben, ermessen den wohl an dem stark sinkenden niveau ihrer zeitung !

klage

na, hoffentlich passt google dann mit patentrechten auf. nicht, dass nokia dann auch auf die idee kommt, touch-screen-rechte einzuklagen, htc dann den scollball etc...