Neue MacBook Pro-Modelle: Weitere Details

Gestern stellte Apple eine verbesserte MacBook Pro-Generation vor (MacGadget berichtete ausführlich). Inzwischen liegen weitere Einzelheiten zu den neuen Notebooks vor.

Erste Benchmarktests

Gizmodo hat das neue 15-Zoll-MacBook Pro mit Core i7-Prozessor (2,66 GHz) auf den Prüfstand gestellt und die Testwerte mit denen eines Modells der vorherigen Generation (Core 2 Duo, 2,8 GHz) verglichen. Getestet wurde mit Geekbench, Xbench und Handbrake. Fazit: Das mit dem Core i7 bestückte MacBook Pro bietet eine um bis zu 50 Prozent höhere Leistung als der Core 2 Duo-Vorgänger mit 2,8 GHz.

Erste Tests der Grafikprozessoren werden für die kommenden Tage erwartet. Dann wird sich zeigen, wie der Intel HD Graphics im Vergleich zum GeForce 9400M und der GeForce GT330M im Vergleich zum GeForce 9600M abschneidet.

GeForce 320M löst GeForce 9400M ab

Der in den 13,3-Zoll-Konfigurationen enthaltene Grafikprozessor GeForce 320M wurde laut Nvidia speziell für Apple konzipiert. Es handelt sich dabei um den Nachfolger des GeForce 9400M, der im alten 13-Zoll-MacBook Pro sowie im aktuellen Mac mini, MacBook und Einsteiger-iMac steckt. Der GeForce 320M beansprucht bis zu 256 MB des Hauptspeichers für sich und verfügt über 48 Shaderkerne. Nach Angaben von Apple bietet der GeForce 320M eine um bis zu 80 Prozent höhere Grafikleistung als der GeForce 9400M. Möglicherweise wird der GeForce 320M in künftige Generationen von Mac mini, MacBook und Einsteiger-iMac Einzug halten.

MacBook Pro

Die neue MacBook Pro-Produktfamilie:
Schnellere Prozessoren, höhere Grafikleistung, längerer Akkulaufzeit

Foto: Apple.


Details zur automatischen Grafikchip-Umschaltung

Die neuen 15- und 17-Zoll-MacBook Pro-Modelle können im laufenden Betrieb automatisch zwischen den Grafikprozessoren Intel HD Graphics und GeForce GT 330M umschalten (bei der Vorgängergeneration ist für den GPU-Wechsel ein Logout mit anschließendem Login erforderlich). Mac OS X schaltet bei Bedarf, d. h. wenn anspruchsvolle Spiele oder 3D-Anwendungen genutzt werden, nahtlos zum leistungsstärkeren GeForce GT 330M um (und umgekehrt). Diese automatische Umschaltung lässt sich in den Systemeinstellungen deaktivieren, d. h. der Intel HD Graphics bleibt dann standardmäßig aktiv.

Die Grafikprozessor-Umschaltung hat Apple nach eigenen Angaben selbst implementiert. Nvidias Optimus-Technologie, die ebenfalls die automatische Umschaltung zwischen zwei Grafikchips ermöglicht, kommt nicht zum Einsatz.

Mini DisplayPort verbessert

Apple hat bestätigt, dass in der neuen MacBook Pro-Produktlinie eine verbesserte Mini DispayPort-Schnittstelle zum Einsatz kommt, die sowohl für Video- als auch für Audiosignale ausgelegt ist. Bisherige Mini DisplayPort-Implementierungen unterstützen ausschließlich Video. Das Unternehmen dementierte, einen eigenen "Mini DisplayPort-auf-HDMI"-Adapter auf den Markt zu bringen. Darüber war spekuliert worden, da in den MacBook Pro-Spezifikationen von der HDMI-Ausgabe per Mini DisplayPort-Adapter die Rede ist.