Apple stellt neues MacBook vor

18. Mai 2010 11:30 Uhr - sw

Die Gerüchte haben sich bewahrheitet: Apple hat heute ein verbessertes MacBook auf den Markt gebracht. Es bietet im Vergleich zum Vorgängermodell einen höher getakteten Hauptprozessor, einen schnelleren Grafikchip und eine längere Akkulaufzeit. Der Preis ist deutlich gestiegen.

Das MacBook wird jetzt von einem mit 2,4 GHz getakteten Core 2 Duo-Prozessor angetrieben – zuvor lag die Taktfrequenz bei 2,26 GHz. Als Grafikchip kommt der GeForce 320M von Nvidia zum Einsatz, der bereits im 13-Zoll-MacBook Pro zu finden ist. Der GeForce 320M verfügt über 48 Kerne und beansprucht bis zu 256 MB des Hauptspeichers für sich. Er ist nach Angaben Apples um bis zu 80 Prozent schneller als der GeForce 9400M, der im alten MacBook steckt.

Die Akkulaufzeit wurde laut Apple drastisch erhöht – von sieben auf zehn Stunden.

MacBook komplett überarbeitet

Das neue MacBook: Schnellerer Grafikprozessor, längere Akkulaufzeit


Die übrigen technischen Daten blieben unverändert. Das MacBook bietet weiterhin serienmäßig ein weißes Polycarbonatgehäuse, einen 13,3-Zoll-Bildschirm (1280 mal 800 Pixel Auflösung; LED-Beleuchtung), zwei GB Arbeitsspeicher (erweiterbar auf vier GB), eine 250-GB-Festplatte, einen DVD-Brenner mit achtfacher Geschwindigkeit, 2x USB 2.0, Gigabit-Ethernet, einen mit 1066 MHz getakteten Systembus, Bluetooth 2.1+EDR, WLAN nach 802.11n, eine iSight-Webcam, einen kombinierten Audio-Ein/Ausgang und einen Mini DisplayPort. Auch bei Gewicht (2,13 Kilogramm) und Abmessungen hat sich nichts geändert.

Der Preis des MacBooks stieg von 899 auf 999 Euro. Dafür ist offenbar maßgeblich der stark gesunkene Eurokurs verantwortlich, denn in den USA kostet das MacBook unverändert 999 Dollar. In der Schweiz ist das MacBook für 1299 Franken (zuvor 1249 Franken) zu haben.

Das neue MacBook ist ab sofort lieferbar. Mac OS X 10.6.3 und iLife '09 sind vorinstalliert. Das MacBook kann optional mit 320- oder 500-GB-Festplatte bestellt werden.

In puncto Hauptprozessor und Grafikchip ist das MacBook nun mit dem 13-Zoll-MacBook Pro gleichgezogen. Dennoch bietet das 13-Zoll-MacBook Pro gegenüber dem MacBook weiterhin zahlreiche Vorteile, darunter ein hochwertiges Aluminiumgehäuse, mehr Arbeitsspeicher (serienmäßig vier GB, erweiterbar auf acht GB), eine FireWire-Schnittstelle, ein Steckplatz für Speicherkarten, eine beleuchtete Tastatur, ein etwas geringeres Gewicht und die Möglichkeit, das Gerät mit einem schnellen SSD-Laufwerk zu bestellen.

Nachtrag (19. Mai): Verbesserter Mini DisplayPort im MacBook

Kommentare

Dennoch halte ich 100€ Preiserhöhung für zu hoch. 50€ hätten es auch getan.

Jetzt bitte noch iMac, Mac Pro und Mac mini auf den neuesten Stand bringen!

[quote=Uli]Staubhüstel ....
Gruß Uli[/quote]

Auch im Windows-Markt ist USB 3.0 bislang kaum verbreitet.

Lieber 1x USB beim MacBook streichen und FireWire 800 wieder rein!

trotzdem besser FW 800 als 400 standardmäßig - aber von USB 3 verspreche ich mir eine Menge, Laufwerke sind verfügbar, und warum sollte ausgerechnet Apple jetzt den trotteligen Nachzügler spielen? Haben die vielleicht zu viel Spielzeug in der Pipline?

Gruß Uli

Gruß Uli

Es wird aus meiner Sicht auch höchste Zeit für einen aktualisierten Mac Pro, allerdings liegt die Vermutung recht nahe, dass der auch im Preis angehoben wird, was ihn dann etwas unattraktiver machen könnte.

Aber schauen wir mal...

Also ich finde 1000,- € für das macBook trotz,
dass der Euro zum Dollar seid Anfang des Jahres um 20 Cent gesunken ist, unverschämt.

Eigentlich müssten die Geräte eher im Preis fallen und nicht steigen.
Als ob die Kaufkraft durch den schwachen Euro steigen würde...?

Generell fallen im allgemeinen -derzeit- eigentlich eher die Preise für Notebooks,
gerade weil der Eurokurs sinkt.
Gut man kann generell keine Windows Rechner mit einem Mac vergleichen,
jedoch hätte es -ein konstanter Preis- hier auch getan.
Auch gibt es mittlerweile wirklich schöne Konkurrenzprodukte von Sharp, Toshiba etc. oder gar sogar von Acer... die jedoch den Preis halten... & die im Vergleich nicht uninteressant sind.
Die haben zwar kein Unibody, aber nun ja... die sind auch gute 300,- € günstiger und bieten vergleichsweise auch wirklich gute Werte.
Vor allem, da Windows-Rechner so langsam immer besser, stabiler werden;
sich die Systeme so -peut a peut- angleichen. Und mit Windows 7 hat es mittlerweile auch ein Betriebssystem welches dem OSX so langsam Paroli bietet. Gerade auch was die Systemstabilität betrifft.

Sinnig finde ich die Preiserhöhung aufgrund des Kurses nicht wirklich...
Außerdem kann keiner davon ausgehen, dass wenn der Euro im Vergleich zum $ singt,
dass der Otto-Normal-User dadurch gleich mehr verdient.
Gab es denn im Zuge des Euro- Hochs eine Reduzierung der Preise der Apple- Produkte...
Unwesentlich... oder...?

Also wenn ich mir derzeit überlegen würde, mir einen Rechner zuzulegen,
würde ich wirklich sehr scharf Pro & Contra abwägen.

Als ich mir vor 6 Jahren meinen ersten Apple zugelegt hatte war dies ja aufgrund Systemstabilität, unter Windows, administrativer Eigenschaften, und den damals wirklich überzeugenden Apple- Argumenten, keine Frage welche Entscheidung ich Fällen würde...
Heutzutage spiele ich -bei Kaufüberlegungen- wirklich mit den Gedanken, mir auch wieder andere Produkte andere Marken intensiver anzusehen und nehme mir deren Werte genauer unter die Lupe.

Als Student hatte ich weniger Geld als heute, aber das war trotzdem kein Argument für meine Kaufentscheidung und meine Pro & Kontras haben ganz klar meine Kalkulation mit Preis/Leistung über die Zeit überwogen.
Heutzutage könnte ich mir dies, auch ohne weiteres leisten, jedoch sind & finde ich die Argumente & Vorteile von Apple nun nicht mehr wirklich so überzeugend wie früher...

Ich könnte mir schon vorstellen, dass diese Preiserhöhung einen nicht unerheblichen Einfluss auf den Absatz in Europa haben wird...
Gerade was das kleinste Notebook von Apple angeht.
In Zeiten von sparen, billigen Netbooks wiegen Preise die bei 1000,- € für solch ein Rechner liegen, für eine Käuferschicht von Schülern & Studenten, sehr, sehr schwer...

Ich denke, Du verwechselst da etwas:

Der gesunkene Euro impliziert nicht, dass unsere Kaufkraft steigt (oder wir mehr verdienen) und es deswegen teurer werden kann, sondern der Import von Produkten aus dem Ausland wird für uns teurer, weil der Euro eben weniger Wert ist.

Wenn man mal den Kurs der letzten Monate (ca. 1,40 - 1,45) heranzieht, dann hat sich ein Preis von $999 / 1,40 = 713 Euro + Mwst (der Preis in den USA ist immer ohne Mwst.) ergeben, was einen Gesamtpreis von 848 Euro ergab (Importzölle oder ähnliches mal ausgenommen - keine Ahnung, ob so etwas überhaupt anfällt, da Apple sicher auch in Europa vertreten ist; Irland so weit ich weiß).

Die selbe Rechnung bei einem aktuellen Kurs um die 1,20 ergibt dann einen Preis von 832,50 + 19% Mwst = 990,68 Euro, so dass der Preis von 999 Euro durchaus nachvollziehbar ist.

Die große Frage ist natürlich, ob Apple durch seine Präsenz in Europa überhaupt so groß dem Wechselkursrisiko unterliegt, aber das spielt bei amerikanischen Firmen meist eh nicht die große Rolle (Adobe kümmerte der starke Euro beispielsweise auch nicht und hat die CS in Deutschland weiter zu Mondpreisen verkauft, während man sie in den USA umgerechnet für einen Bruchteil kaufen konnte - das Schöne ist nur, dass man durch die Globalisierung dies nun auch als Endkunde nutzen kann).

Was den Vergleich zu anderen Notebooks anbelangt, stimme ich Dir nur teilweise zu:

Ja, es gibt genügend andere Modelle, die technisch sogar besser ausgestattet sind und
ja, Windows 7 ist ein Schritt in die richtige Richtung, aber dennoch bietet Apple gerade im Notebookbereich aus meiner Sicht das beste Gesamtkonzept an. Nicht nur designtechnisch, auch funktional (alleine das Trackpad ist genial) habe ich bei anderen Herstellern noch nichts vergleichbares gefunden.

Die Thinkpads sind im Unternehmensbereich ja immer noch sehr beliebt und die sind auch wirklich gut, aber wenn man sich die Preise anschaut, dann liegt man da für ein vernünftiges Modell auch nicht viel unter den Macbooks und dann entscheidet schließlich doch das Design.

letztendlich wenn ich mir mittlerweile die Performance der Rechner so ansehe...
Kann denn ein Student oder Schüler überhaupt die Performance der Rechner ausschöpfen...?

So langsam finde ich, dass es hier nicht mehr so auf die ein oder andere Sekunde ankommt.

Geht man davon aus, dass der Rechner (das Notebook) nicht als Game-PC genutzt wird,
sondern nur ab & an mal dazu "missbraucht" wird, Batterielaufzeit ist auch
die hauptsächliche Anwendungen heutzutage sind doch mit Internet, Musik, Video und Office schon erreicht
Ab & zu noch Fotos speichern und sonst...?

Aber die Leistung reicht dann doch allemal.

Wie oft kommt es sonst vor, dass ein Normaluser Filme rändert, Bilder stark bearbeitet und sonstige Graphische Höchstleistungen am Rechner in Anspruch nimmt.

Ein Normal User sicherlich kaum.
Jemand der dies tut wird sich sicherlich vorneweg sowieso schon ein MacBookPro oder Mac Pro holen.
Aber für einen MacBook User...?

Klar ist Trackpad super genial... Batterielaufzeit ist auch noch gut wenn diese lange ist....
Aber dafür dann gleich 1000,- Euro ausgeben...?
Auch wenn es noch so Stylich ist...

Kauft ja auch nicht jeder Bang & Olufsen Kram nur weil es Stylich ist...
Für Leute die Klotzen können, ist dies ja dann auch kein Problem, aber gerade die kleinen User, die für jeden Cent kleckern müssen sind 1000,- € echt ein riesiger Batzen.

Und gerade für die Zielgruppe Schüler & Studenten hätte man auch erwarten können,
dass das iBook preislich zum Verhältnis des nächst größeren Produkt MacBookPro mehr als 150 Euro ausmacht. Die 150 Euro unterschied macht die Kuh auch nicht fett.