Im Jahr 2006 stellte Qualcomm die Weiterentwicklung des E-Mail-Clients Eudora ein. Eudora solle als Open-Source-Projekt neu entstehen, die technische Grundlage dafür werde die Mozilla Corporation bereitstellen, ließ Qualcomm damals verlauten. Seit dem Jahr 2007 wird an Eudora 8.0 gearbeitet. Eudora 8.0 basiert einerseits auf Quellcode des E-Mail-Clients Thunderbird, andererseits auf einer Erweiterung namens Penelope, die der Software Eudora-typische Funktionen und eine an Eudora angelehnte Benutzeroberfläche verleiht. Auch der Import von Eudora 6/7-Accounts ist möglich.
Eudora 8.0 sei nicht als Konkurrenz zu Thunderbird angelegt, sondern solle Eudora-Anwendern den Wechsel auf die Thunderbird-Technologie erleichtern, so Mozilla. An der Entwicklung von Eudora 8.0 sind auch Qualcomm-Mitarbeiter beteiligt.
Nach einer knapp dreijährigen Betaphase vermelden die Entwickler nun Neuigkeiten: Eudora 8.0 hat die abschließende Entwicklungsphase (Release Candidate) erreicht und wurde in Eudora OSE 1.0 umbenannt. OSE steht für Open-Source-Edition. Dieser Name wurde gewählt, um die Software deutlicher von den kommerziellen Qualcomm-Vorgängern abzugrenzen.
Der Release Candidate 1 (21,1 MB, englisch, Universal Binary) von Eudora OSE 1.0 läuft auf PowerPC- und Intel-Macs ab Mac OS X 10.4. Ein Erscheinungstermin für die Finalversion steht noch nicht fest.
Eudora OSE 1.0 basiert auf dem Quellcode von Thunderbird 3.0.4. Mit Thunderbird 3.0.4 kompatible Plug-ins lassen sich auch in Eudora OSE verwenden.
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