Die Mozilla Corporation hat eine erste Betaversion (20,2 MB, englisch, Universal Binary) des neuen Web-Browsers Firefox 4.0 veröffentlicht. Firefox 4.0 wartet mit vielen Verbesserungen auf, läuft auf PowerPC- und Intel-Macs ab Mac OS X 10.5 und soll bis Jahresende fertig gestellt werden.
Zu den Neuerungen in Firefox 4.0 zählen verbesserte Leistung (JavaScript-Ausführung, HTML-Rendering, Programmstart und andere Bereiche wurden beschleunigt), bessere Verzahnung mit Mac OS X (durch Unterstützung von CoreAnimation und CoreText), Unterstützung für WebGL (3D-Programmierschnittstelle auf Basis von OpenGL ES) und WebM (Videoformat), ein überarbeiteter Erweiterungsmanager sowie verbesserte Unterstützung für HTML 5 und CSS 3.
Das Firefox-Oberflächendesign wurde überarbeitet. Die Buttons für "Stop" und "Neu laden" wurden zusammengelegt, außerdem bietet die Lesezeichenleiste nun einen Button für den schnellen Zugriff auf die gesamten Bookmarks. Firefox 4.0 unterstützt "Tabs on top", d. h. die Darstellung geöffneter Tabs in der Tittelleiste des Browserfensters. Dieses Feature soll in künftigen Firefox 4.0-Betaversionen standardmäßig aktiviert werden, Anwender können jedoch jederzeit zur traditionellen Tab-Darstellung (in einer separaten Leiste) zurückkehren.
Auch der Plugin-Absturzschutz, der bereits in den Linux- und Windows-Versionen von Firefox 3.6.6 zu finden ist, hält mit Firefox 4.0 auf dem Mac Einzug. Browser-Erweiterungen (Flash Player, QuickTime, Silverlight) lagert Firefox 4.0 in eigenständige CPU-Prozesse aus. Stürzt ein Plugin ab, läuft der Browser unbeirrt weiter und das Plugin wird bei Bedarf neu geladen.
Die für Firefox 4.0 geplante 64-Bit-Unterstützung auf Intel-Macs wurde in der ersten Betaversion noch nicht implementiert. Auch die Sicherheitstechnik "Content Security Policy" (soll Cross-Site-Scripting, Clickjacking und Packet-Sniffing verhindern) und das "J-PAKE"-Protokoll sollen in Firefox 4.0 integriert werden.
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