Was passiert mit dem MacBook Air?

Anfang 2008 debütierte das MacBook Air. Es richtet sich an Anwender, die unterwegs einen vollwertigen Computer benötigen, aber möglichst wenig Volumen und Gewicht mit sich herumtragen wollen. Das MacBook Air zählt auch heute noch zu den dünnsten (an der schmalsten Stelle misst es gerade einmal 0,4 Zentimeter) und leichtesten (1,36 Kilogramm) Notebooks auf dem Markt. Hinter der Zukunft des Geräts steht inzwischen aber ein Fragezeichen.

Seit der letzten Aktualisierung des MacBook Air sind 13 Monate vergangen. Und auch diese Produktauffrischung – im Juni 2009 anlässlich der WWDC in San Francisco – fiel sehr spärlich aus. Damals senkte Apple den Preis des ultrakompakten Laptops und stattete das Gerät mit schnelleren Core 2 Duo-Prozessoren aus. Die letzte umfassende Renovierung des MacBook Air fand vor fast zwei Jahren, im Oktober 2008, statt. Damals spendierte Apple dem Gerät einen schnelleren Grafikprozessor (GeForce 9400M), größere Festplatten bzw. SSDs und eine schnellere Architektur (höher getakteter Arbeitsspeicher und Frontside-Bus; mehr L2-Cache). Objektiv betrachtet ist das MacBook Air technisch überholt.

Was auffällt: Während in der Gerüchteküche in den vergangenen Monaten wiederkehrend über neue Generationen von MacBook Pro, MacBook, Mac Pro, iMac und Mac mini spekuliert wurde, war es diesbezüglich um das MacBook Air sehr ruhig.

MacBook Air
MacBook Air: Neues Modell ist überfällig
Foto: Apple


Konkrete Gerüchte zur nächsten MacBook Air-Generation? Fehlanzeige. Warum Apple das MacBook Air vernachlässigt, darüber kann nur spekuliert werden.

Hat es technische Gründe? Wohl kaum. Ein Upgrade, das zumindest schnellere Core 2 Duo-Prozessoren, größere Festplatten bzw. SSDs, einen leistungsstärkeren Akku (der Akku des aktuellen MacBook Air hält gerade einmal bis zu fünf Stunden) und einen leistungsstärkeren Grafikchip (Stichwort: GeForce 320M) bringt, ist technisch wohl problemlos machbar. Zudem sollte Intel inzwischen auch ultrakompakte, sehr stromsparende Core i3-Prozessoren liefern können.

Hat es wirtschaftliche Gründe? Falls der Absatz des MacBook Air seit seiner Einführung vor zweieinhalb Jahren hinter den Erwartungen von Apple zurückgeblieben ist, wäre eine Einstellung des Produkts durchaus möglich (wie damals beim Power Mac G4 Cube). Allerdings hat es Apple selbst in der Hand, die MacBook Air-Nachfrage mit regelmäßigen Produktauffrischungen zu stimulieren. Dass das MacBook Air eine Nische gefunden hat, zeigen die unzähligen positiven Erfahrungsberichte von MacBook Air-Besitzern im Web.

Hat es strategische Gründe? Mancherorts wurden Befürchtungen geäußert, dass Apple das MacBook Air zugunsten des iPads einstellen könnte. Für diese Spekulationen gibt es allerdings wenig Argumente, denn das iPad ist in erster Linie ein Gerät für Web und Unterhaltung, das MacBook Air hingegen ein vollwertiger Computer zum Arbeiten.

Die Gründe, weshalb dem MacBook Air schon seit 13 Monaten kein Upgrade spendiert wurde, werden wohl immer Apples Geheimnis bleiben.

Nur eines können am MacBook Air interessierte User derzeit tun: abwarten. Der nächste Dienstag, Apples bevorzugter Wochentag für die Vorstellung neuer Produkte, kommt bestimmt...

Kommentare

Ich geb meins so schnell nicht her

Ich hab das erste nach der großen Überholung. Also schon mit SATA Platte und bin voll zufrieden. Auch wenn durchs iPad es derzeit etwas weniger häufig zum Einsatz kommt, ist es für mich das ideale Notebook. Ich brauch es wirklich nur unterwegs und will daher kein Gramm zuviel mitschleppen. Optische Laufwerke benötige ich (vorallem im Laptop) nicht und sonst tut es genau das was ich brauch.

Meins wird sicher noch zwei, drei Jahre seinen Dienst verrichten. Und dann hoff ich einfach, dass Apple bis dahin einen entsprechenden Nachfolger auf die Beine gestellt hat.

MacBook air FTW!

cheers
hELMUT

P.S.: beneidet werde ich auch immer noch drum, wenn ich es auspacke ;)

Das MacBook Air muss bleiben!

Es wäre wirklich schade, falls Apple das MacBook Air aufgeben würde.

Es ist ein edles, schickes und genial konstruiertes Gerät, auf das vor 2008 viele Anwender gewartet haben. Bei meinem nächsten Apple-Laptop schwanke ich zwischen MacBook und MacBook Air - falls es das letztere dann noch gibt.

Leider lässt sich Apples Produktpolitik im Jahre 2010 kaum mehr nachvollziehen. Oberflächlich betrachtet sieht es so aus als ob Mac Pro und MacBook Air auf dem Abstellgleis stünden, denn beide Produktreihen wurden seit mehr als 1 Jahr nicht mehr aktualisiert. Eigentlich ein Unding in der schnelllebigen IT-Branche.

Ich hoffe inständig, dass Apple hier bald etwas tut!!

Produktaktualisierungen

Man kann das sehen wie man möchte, einerseits sind Produktaktualisierungen für Neukunden und Apple gut, weil der Neukunde lieber ein aktuelles Gerät kauft als ein vermeintlich veraltetes (wobei alt bei einem Jahr ein mehr als fragwürdiger Begriff ist).

Für den bestehenden Kunden ist das ärgerlich. Fast jeder hat schon die Erfahrung gemacht, dass er gerade ein Apple-Produkt gekauft hat und schon hat Apple den Nachfolger angekündigt und kurze Zeit später auf den Markt gebracht. Da hilft auch das Warten nicht, denn zur Markteinführung gibt es meistens noch Kinderkrankheiten.....also noch zwei Monate warten, dann kaufen. Bei kurzen Produktzyklen steht dann aber schon das Nachfolgemodell in den Startlöchern. Also wieder warten? Wieder erst einmal nicht kaufen und abwarten?

Ich denke mal, ihr versteht, was ich meine.

Diese ständigen Produktaktualisierungen und der Hype nach dem letzten GHz geht mir ziemlich auf den Keks.
Der Druck wird hauptsächlich durch Firmen wie Intel erzeugt, die schön alle drei Monate einen neuen und noch schnelleren und besseren Prozessor auf den Markt bringen. Was soll das eigentlich? Für den Kunden ist das sehr fragwürdig, denn er hält nie ein ausgereiftes Produkt in Händen. Ein Auto fährt man in der Regel auch neun bis zehn Jahre, damit es sich rentiert hat - es sei denn, man fährt Leasing-Autos.

Ein Mac Pro ist ein super Rechner - keine Frage. Doch er ist auch recht teuer und nicht jeder Mac Freund wird auf einen Mac Pro zurückgreifen, es sei denn, er benötigt den Rechner beruflich. Dass bei dieser wesentlich kleineren Klientel und einem High End Gerät weniger geschraubt wird als bei einem Consumer Gerät, dürfte auch klar sein. Wie viele G4 und G5 verrichten noch in Agenturen ihren Dienst und man denkt überhaupt nicht ans Austauschen? Warum auch, wenn der Rechner das macht, was er soll.

Den Software Herstellern kann das eigentlich auch nicht recht sein, denn sie müssen ständig ihre Produkte anpassen, selbst die ältesten, weil sie zum Support verpflichtet sind. Ach ja, was waren das noch Zeiten, als ein C64 mehrere Jahre unverändert am Markt war und die Programmierer dazu angestachelt hat, softwaretechnische Höchstleisungen zu vollbringen, um wirklich alles aus der kleinen Brotkiste rauszuholen. Und sie haben das tatsächlich geschafft und es ist immer noch unglaublich, was da ging. Man stelle sich vor, die heutigen Rechner wären mal so lange unverändert am Markt. Wahrscheinlich würde selbst der erste Mac Mini mittlerweile 3D Spiele in rasender Geschwindigkeit darstellen. Stattdessen werden einfach jedes Jahr neue und höhere Systemanforderungen gestellt und selbst die schlechteste Programmierung läuft irgendwann flüssig.......

Denkt mal drüber nach.....

Dennoch: Ich würde auch lieber mal wieder Mac statt iOS in den Apple Schlagzeilen lesen, kann aber verstehen, warum Apple das macht.

Updates

Ich kann meinen Vorschreiber nur beipflichten. Er hat alles gesagt, was stimmt. Einzig beim Air wünschte ich mir eine längere Batterielaufzeit, aber für das Arbeiten ist das letztlich unerheblich.

seh' ich anders

Bei hochpreisigen Geräten wie dem MacBook Air und dem MacPro kann man regelmäßige Aktualisierungen auf den aktuellen Stand der Technik erwarten. Gerade was Akku-Laufzeiten und die Effizienz einiger Bauteile angeht hat sich in kurzer Zeit viel getan. Und je aktueller die Geräte beim Kauf sind, umso länger hat man was davon.

Das Thema "warten oder nicht warten" wäre mit kürzeren Aktualisierungszyklen auch größtenteils vom Tisch, weil die Änderungen zum jeweils aktuellen Gerät nicht so erheblich sind. Wer sich heute ein 13 Monate altes MBA kauft wird sich definitiv in den Ar… beissen, wenn nächsten Dienstag ein neues Modell vorgestellt werden würde. Allein schon wegen der mit Sicherheit deutlich gesteigerten Akku-Laufzeit.

Apple hat natürlich eigene Argumente *für* lange Produktzyklen - was mich als Aktionär zwar freut, aber nicht als Endverbraucher.

Zu den Argumentationen von AMAROS:

Zitat:
Den Software Herstellern kann das eigentlich auch nicht recht sein, denn sie müssen ständig ihre Produkte anpassen…

Nicht nur "jeder Verleger der Welt" sondern auch die Software-Entwickler "sollten beten und Steve Jobs danken" für die vielen Systemumstellungen die letzten 10 Jahre. Von OS 9 auf OS X, von PPC auf Intel, von MacOS auf iOS. So viele Updates für die man Geld verlangen kann - ohne den Zwang sich auch nur *eine* neue Funktion ausdenken zu müssen!

Zitat:
…mehrere Jahre unverändert am Markt war und die Programmierer dazu angestachelt hat, softwaretechnische Höchstleistungen zu vollbringen, um wirklich alles aus der kleinen Brotkiste rauszuholen.

Die Optimierung vorhandener und neuer Software an alte Hardware ist deutlich aufwändiger, als die Optimierung vorhandener bzw. die Entwicklung neuer Hardware. Würde man die Hardware nicht weiterentwickeln, würde sie günstiger werden; die Software dafür allerdings sehr viel teurer. Und eher früher als später hat jede Hardware trotzdem ihre Grenzen.

Zitat:
Ein Auto fährt man in der Regel auch neun bis zehn Jahre...

Man könnte seinen Computer wie ein Auto behandeln: Am Tag X kauft man einmalig Hardware sowie einmalig jede dafür benötigte Software. Dann macht man keinerlei Änderungen (bis auf die Firmware-Updates) und Hard- und Software passen leistungstechnisch auf Lebenszeit zusammen - wie beim Auto!

Was ist das für eine Logik???......fly

Weil ein gerät teuer ist, braucht es jedes Jahr neue hardware Komponenten? Heißt, ich kaufe mir ein gerät und weil es teuer ist, will ich mir jedes Jahr ein neues kaufen, weil irgendeine " neue" hardware Komponente eingebaut wurde? Du scheinst es ja quasi zu erwarten!
das ist so ein Konsum unterstützender Unfug...und so was von sinnlos!
Und was heißt hier "Optimierung von Software"? Nenn mir einen Hersteller der wirklich software optimiert???? Niemand programmiert noch direkt an der hardware, egal ob Adobe oder Apple, alles speicherfressende und CPU zehrende anwendungen, weil sie alle mit den " "Leistungs-Ressourcen" auf der ebene genau so verschwenderisch umgehen, wie mit den Rohstoffen dieser Welt. Wie erkläre ich mir das Software, welche früher auf eine 720 kb - 3.2 MB Diskette Paste, heute auf das mehr als z.t. 100fache aufgeblasen ist - ah ja, genau so sieht unsere Welt Optimierung....!?
Ich glaube du hast den Kern der Aussage von Amaros definitiv nicht verstanden. Übersetzung: Wenn die Software Hersteller BESSER und GEWISSENHAFTER coden würden, wäre auch ein älteres Modell durchaus in der Lage neue software zufriedenstellend zu bewältigen. Wenn aber ein update alla Aperture oder CS auf einem 3 Jahre alten Rechner nicht mehr lauffähig ist, bzw. im hohen masse unbefriedigend läuft, ist das einfach nur Müll und ein eindeutiger beleg dafür, das die Leute sich entweder nicht bemühen oder nichts mehr drauf haben!!

und noch was....

....frühere Systeme waren durchaus von der Hardware und dem Betriebssystem her geschlossene Systeme und dadurch nicht nur für eine lange Zeit beständig, sondern auch gut zu erschließen. Ich habe früher selbst programmiert, teils noch in Assembler und hatte den kompletten Quellcode des C64 Betriebssystems in Assembler vor mir liegen, der in einem offiziellen Commodore Buch abgedruckt war. Zwar konnte man das Betriebssystem nicht verändern, denn es war ja in die Hardware integriert - anders als heute. Aber man wusste genau, wie der Rechner innen tickt und konnte somit die Software optimal darauf anpassen. Natürlich wäre das heute utopisch bei Milliarden Zeilen Code und gleichzeitig auch gefährlich, weil es eben Idioten gibt, die Unfug damit treiben. Wenn jedoch einmal ein solider Hardware Unterbau existiert, warum soll man den nicht längere Zeit so belassen? Die Programmierer könnten sich dann darauf einstellen und tatsächlich mal optimieren. Ich glaube auch, dass einige dafür sogar dankbar wären, weil es ein größerer Anreiz ist, optimal zu programmieren als um Bugs drum herum.

Eigentlich zeigt gerade das für sein geschlossenes System gescholtene iPhone, dass, wenn man sich mit der Programmierung und dem System beschäftigt, Dinge möglich sind, die selbst Apple zu Beginn nicht für möglich gehalten hätte. Fast jeden Tag kommen neue Apps, die die Leistungsfähigkeit des kleinen Gerätes erneut demonstrieren und die Messlatte wieder etwas höher legen. Und das selbst für ältere Geräte.

Bei Spiele-Konsolen ist das übrigens auch so.

Letztendlich ist der Konsument derjenige, der bestimmt, was der Produzent anbietet.
Keiner benötigt in Zeiten der Wirtschaftskrise jedes Jahr ein neues Automodell. Schon lange kaufen die Menschen lieber einen Gebrauchtwagen als einen Neuwagen, weil sie verstanden haben, dass ein Auto in erster Linie einen Zweck zu erfüllen hat und erst dann Design- und Statussymbol ist. Statt nun vernünftig und nach Bedarf zu produzieren und Gutes beizubehalten, wird überproduziert. Aber der Staat wird mit einer Abwrackprämie ja schon dafür sorgen, dass der Verkauf wieder angekurbelt wird. Das ist krank.

Ob es bald die Abwrackprämie für iMac, Macbook oder Mac Pro gibt?
Gib mir Deinen Rechner, der mindestens sechs Monate alt ist, lege 300 Euro drauf und Du bekommst vom Staat gesponsort einen neuen.

Naja, ich habe nicht den

Naja, ich habe nicht den Eindruck, als wenn irgendjemand bei Autos etwas verstanden hat. Die Häufung der Luxus-Jeeps (oder wie man diese sinnlosen Autos nennt) zeigt, daß eher das Gegenteil der Fall ist.

Zurück zum Macbook Air: nachdem mein MacBook nun auch schon 3 Jahre alt ist, würde ich auch gerne mit einem Air upgraden. Ich kann mir vorstellen, daß das Design überarbeitet wird. Das kann natürlich dauern, wenn man so einen Produktoutput hat wie Apple momentan.