In diesem Jahr wird voraussichtlich erstmals die Schwelle von fünf Milliarden Mobilfunkanschlüssen weltweit überschritten. Bis Jahresende soll ihre Zahl gegenüber Ende 2009 um zwölf Prozent auf knapp 5,1 Milliarden, darunter 790 Millionen UMTS-Anschlüsse, wachsen. Das teilte der Hightech-Verband Bitkom unter Berufung auf aktuelle Daten des European Information Technology Observatory (EITO) mit. Bis Ende 2011 soll die Zahl der UMTS-Anschlüsse auf über eine Milliarde steigen.
Die Zahl der Mobilfunkanschlüsse hat sich in den vergangenen fünf Jahren verdoppelt. 2011 soll sie um zehn Prozent auf knapp 5,6 Milliarden weiter steigen. Besonders hoch ist das Wachstum in den Entwicklungs- und Schwellenländern. Nach aktuellen Angaben der UN-Behörde International Telecommuncation Union (ITU) besitzen dort selbst in ländlichen Gegenden über die Hälfte aller Haushalte einen Mobilfunkanschluss. Festnetz gibt es nur selten oder gar nicht.

In der EU wird die Zahl der Mobilfunkanschlüsse bis Ende 2010 voraussichtlich auf rund 650 Millionen steigen. Dies entspräche einem Zuwachs von fast drei Prozent gegenüber dem Vorjahr. Fast ein Drittel nutzt mittlerweile UMTS. Die meisten Mobilfunkverträge in der EU gibt es in Deutschland: laut Prognose rund 111 Millionen zum Jahresende 2010. Es folgen Italien (87 Millionen), Großbritannien (81 Millionen), Frankreich (62 Millionen) sowie Spanien (57 Millionen). Zum Vergleich: In Russland sind es Ende 2010 voraussichtlich 220 Millionen, in den USA 287 Millionen.
Viel stärker als in Europa und Nordamerika wächst die Mobilfunknutzung in Asien und Südamerika. In China steigt die Zahl der Handy-Anschlüsse in diesem Jahr voraussichtlich um fast 13 Prozent auf rund 844 Millionen. Im nächsten Jahr soll die Anzahl um rund ein Zehntel auf dann 930 Millionen wachsen. In Indien steigt die Zahl der Anschlüsse in diesem Jahr laut Prognose um 30 Prozent auf 680 Millionen. In Brasilien soll es zum Jahresende 193 Millionen Anschlüsse geben, dies wäre ein Zuwachs von elf Prozent. Technisch sehr fortschrittlich ist Japan: Dort verwenden heute bereits 96 Prozent aller Mobilfunknutzer UMTS.