Mac OS X "Lion": Inspiriert vom iPad

20. Okt 2010 22:00 Uhr - sw

Apple hat heute eine erste Vorschau auf die nächste Generation des Betriebssystems Mac OS X gegeben. Sie trägt den Codenamen "Lion" und soll im Sommer 2011 auf den Markt kommen. In Mac OS X "Lion" seien viele Innovationen des iPads eingeflossen, verspricht Apple.

"Lion bringt viele der besten Ideen vom iPad zurück zum Mac, ergänzt um einige clevere, neue Möglichkeiten wie Mission Control, das Mac-Anwender sicher mögen werden. Lion bietet eine Unmenge an neuen Eigenschaften und wir hoffen, dass der begrenzte Zeitrahmen der heutigen Vorschau ausreichend gewesen ist, Anwendern zu zeigen, welchen Weg wir eingeschlagen haben", so Apple-Chef Steve Jobs.

Launchpad und Mission Control

Zu den zwei wichtigsten Neuerungen von Mac OS X "Lion" gehören die Funktionen Launchpad und Mission Control. Dazu Apple:

"Launchpad macht es so einfach wie nie zuvor eine App zu finden und zu starten. Vergleichbar zum Homescreen des iPad bekommt man beim Klick auf das Launchpad-Icon im Dock alle Apps elegant und übersichtlich auf dem Mac angezeigt. Apps können in jeder beliebigen Art und Weise angeordnet oder in Ordnern gruppiert werden und man kann durch mehrere angelegte Seiten von Apps wischen, um die richtige App zu finden.

Launchpad

Das LaunchPad in Mac OS X "Lion"
Foto: Apple


Mission Control bietet eine vereinheitlichte Ansicht von jeder App und jedem Fenster, die auf dem Mac laufen, zur sofortigen Navigation an jede Stelle des Systems. Mission Control beinhaltet auch die nächste Generation von Exposé. Mit Exposé werden alle Fenster auf dem Mac gruppiert nach Anwendungen angezeigt; neben einer Darstellung von Thumbnails der Vollbild-Apps, Dashboard und Spaces."

Mission Control

Mission Control in Mac OS X "Lion"
Foto: Apple


Erweiterte Vollbild-Unterstützung, integrierter Mac-App-Store

Mac OS X "Lion" bietet systemübergreifende Unterstützung für Vollbild-Anwendungen. "Mit Lion kann man mit einem Klick in den Vollbild-Modus wechseln, per Fingerstreich auf dem Trackpad von einer zur anderen App im Vollbild wechseln oder zurück zum Desktop gelangen, um Zugriff auf jene Anwendungen mit mehreren Fenstern zu haben", erläutert Apple.

Der Mac-App-Store, den Apple innerhalb der nächsten 90 Tage für Mac OS X 10.6.x eröffnen will, wird fester Bestandteil von Mac OS X "Lion" sein. Der Mac-App-Store ist im Gegensatz zum iOS-App-Store nur eine "Kann"- und keine "Muss"-Option, d. h. es lassen sich auch weiterhin Anwendungen und Spiele aus beliebigen Quellen, beispielsweise von Web-Sites oder DVDs, auf dem Mac installieren.

Weitere Einzelheiten zu Mac OS X "Lion" sollen in den nächsten Monaten bekannt gegeben werden. Zur Versionsbezeichnung hat sich Apple noch nicht geäußert. 10.7 ist jedoch naheliegend.

Nachtrag (25. Oktober): Weitere Einzelheiten zu Mac OS X 10.7

Kommentare

Hoffentlich kommt da noch ordentlich mehr an neuen Features in "Lion".

App Store fürn Mac? I don't really care.

Das Launchpad ist doch, soweit ich das jetzt im ersten Moment verstehe, letztlich nur eine weitere, IMHO überflüssige Möglichkeit zur Programm-Verwaltung.

Schon jetzt gibt es das Dock, im Dock noch die Stacks, und den regulären App-Ordner, den man organisieren kann wie man will, gibts auch noch.

Das Launchpad ist im Prinzip nur eine weitere Verwaltungsebene für die Programme.

Das verwirrt den User und bringt keinen echten Mehrwert.

Oder stehe ich mit dieser Meinung allein?

[quote=DualCore]Schon jetzt gibt es das Dock, im Dock noch die Stacks, und den regulären App-Ordner, den man organisieren kann wie man will, gibts auch noch.
Das Launchpad ist im Prinzip nur eine weitere Verwaltungsebene für die Programme.[/quote]

Klar, für den Mac OS X gewohnten User bringt das kaum was.

Es ist aber ein 1a-Lockmittel, um bisherige iPhone- & iPad-User über iOS (ggf. sogar weg von Windows...) auf das “echte” Mac OS zu bringen, sprich: zu erwägen ein MacBook, MacBook Pro, MacBook Air oder einen iMac zu kaufen während das Anordnen bzw. Starten von Programmen sowie die bereits geläufigen Gestures wie gewohnt bleiben.

R.

[quote=DualCore]Das Launchpad ist doch, soweit ich das jetzt im ersten Moment verstehe, letztlich nur eine weitere, IMHO überflüssige Möglichkeit zur Programm-Verwaltung.

Schon jetzt gibt es das Dock, im Dock noch die Stacks, und den regulären App-Ordner, den man organisieren kann wie man will, gibts auch noch.

Das Launchpad ist im Prinzip nur eine weitere Verwaltungsebene für die Programme.

Das verwirrt den User und bringt keinen echten Mehrwert.

Oder stehe ich mit dieser Meinung allein?[/quote]Sehe ich ähnlich. Für mich ist das Launchpad wie ein zweites Dashboard (was ich auch immer als erstes abschalte, wenn ich ein System neu aufgespiele).
Es geht hier nicht um alle Programme, sondern nur um die „Apps“. Der Mehrwert geht an Apple, die die verdienen an jeder App 30% mit.
Echten nutzen sehe ich für iPhone-Freaks, die sonst nicht wissen, wie man einen Computer bedient. Gibt es die? Die Leute werden durch so einen Mist doch erst zu Trotteln erzogen.

Ich befürchte nur, das MacOS langsam zum Spielzeugsystem verkommt, anstatt dass die Entwickler wirklich das MacOS mal ordentlich auf Vordermann bringen.

Kann sein, das ich in drei Jahren immer noch 10.5 fahre ...

Gruß Uli

Gruß Uli

da muss ich dir auch recht geben.. sehe ich leider auch so. die gefahr: Gutes durch "zwangsherufummeln" unnötig anders, oder im schlimmsten fall, schlechter zu machen.. lg, ernst

Klingt für mich alles nach Consumer-Quatsch. Beim iPhone lasse ich mir das ja noch gefallen. Das iPad wäre schon besser mit einem vollständig funktionierenden Mac OSX ausgestattet worden. Jetzt soll der iOS-Quatsch inklusive der Apple Gelddruckmaschine App-Store noch auf den regulären Mac einziehen? Die Dinger waren irgendwann mal zum unkomplizierten Arbeiten konzipiert worden, nicht als Designerspielzeuge für Leute die keine Ahnung aber dafür zuviel Geld haben.

das alles ist eigentlich keine Meldung wert.
Irgendwann sieht das Betriebssystem aus wie eine Jukebox.

Mission Control sieht auch mehr nach Show als nach Nutzen aus.
Die Software QuickSilver ging dort schon vor Jahren den richtigen Weg.