Petition: Apple soll Java-Umsetzung freigeben

25. Okt 2010 20:00 Uhr - sw

Letzte Woche wurde bekannt, dass Apple seine Java-Distribution für Mac OS X nicht weiterentwickelt (MacGadget berichtete). Dies löste unter Anwendern und Entwicklern lebhafte Diskussionen aus, da derzeit nicht klar ist, wie es mit Java auf dem Mac weitergehen wird. Naheliegend wäre eine Java-Umsetzung für Mac OS X vom Java-Hersteller Oracle, doch das Unternehmen schweigt sich zu diesem Thema bislang aus. Die aktuelle Unsicherheit hat eine Anwender-Initiative auf den Plan gerufen. Per Online-Petition wird der Mac- und iPhone-Hersteller aufgefordert, seine Java-Umsetzung für Mac OS X als Open-Source für das OpenJDK-Projekt freizugeben, damit diese von der Open-Source-Gemeinde weiterentwickelt werden kann. Knapp 3000 Personen haben die Petition bislang unterzeichnet.

Kommentare

apple wird sich noch wundern auf wieviel liebe sie bei entwicklern stossen werden mit ihrem zensur programm. aber wer weiß, sie wollen vielleicht nicht aus der nische raus. ich zumindest überlege mir, ob meine nächste neue maschine noch ein mac sein wird, wo ich eh nur 50% auf dem system arbeiten kann......weil es eben vielles doch nicht gibt was man aber nunmal braucht, und die 50% dies auf dem mac gibt - gibts für win auch und da läuft es bekannter weise ja zum teil sogar besser drauf.
zumindest in den diversen flash kommunitys in denen ich mich aufhalte gibt es einen menge potentieller switcher ( natürlich vom mac zu win)...schaut raus leute, die apple welt ist kleiner als man glaubt ! und sie kann schnell wieder noch viel kleiner werden.

Es gibt einige Kommentare, die große Gefahr für die Eclipse Plattform sehen. Eclipse ist ja nicht nur eine IDE für sehr viele Programmiersprachen, sondern eine Entwicklungsplattform. Die Community ist gigantisch, selbst viele big player lassen interne Projekte einfließen. Das Ende der Eclipse Plattform auf dem Mac wäre fatal. Nun hofft man, dass ein anderer Großer einspringt...

Auf einen Mac und das MacOS wollte ich momentan dennoch nicht verzichten. Noch besteht kein Handlungsbedarf, noch läuft alles wie gehabt. Und in den nächsten 12 Monaten dürfte sich daran nichts Gravierendes ändern.