Apple: Erstes Update für Final Cut Pro X

20. Sep 2011 19:00 Uhr - sw

Apple hat ein erstes Update für die neue Videobearbeitungssoftware Final Cut Pro X ins Netz gestellt. Wichtigste Neuerung: Im- und Export im XML-Format. Dadurch ist es möglich, XML-Projekte von Final Cut Pro 7 in Final Cut Pro X zu importieren.

Zu den weiteren Neuerungen von Final Cut Pro 10.0.1 gehören Anbindung an Xsan, Unterstützung für den Vollbildmodus von Mac OS X 10.7 "Lion", Stabilitäts- und Leistungsoptimierungen inklusive beschleunigter Export durch Auslagerung von Berechnungen auf den Grafikprozessor und individuelles Anpassen des Timecode-Starts. Außerdem ist es nun möglich, Übergänge in einem Schritt zu verbundenen Clips hinzuzufügen.

Final Cut Pro X

Final Cut Pro X: Erstes Update mit zahlreichen Verbesserungen
Foto: Apple


Final Cut Pro X kam Mitte Juni auf den Markt und wurde von Profis wegen des unzureichenden Funktionsumfangs kritisiert. Ende Juni reagierte Apple auf diese Kritik und stellte Nachbesserungen in Aussicht.

Final Cut Pro X ist zum Preis von 239,99 Euro im Mac-App-Store (Partnerlink) erhältlich. Die Aktualisierung der Software erfolgt über den Mac-App-Store.

Anfang 2012 soll Final Cut Pro X um Multicam-Unterstützung und weitere Funktionen ergänzt werden.

Apple hat außerdem den Programmen Motion 5.0 (Animationen und Effekte) und Compressor 4.0 (Encoding und Ausgabe) Updates spendiert. Für Motion 5.0.1 (Mac-App-Store-Partnerlink) und Compressor 4.0.1 (Mac-App-Store-Partnerlink) verspricht der Hersteller verbesserte Leistung und Stabilität sowie weitere Verbesserungen und Bug-Fixes. Beispielsweise unterstützt Motion nun zwei Bildschirme.

Für Final Cut Pro X, Motion 5.0 und Compressor 4.0 steht ferner das Update "ProApps QuickTime Codecs" zum Download via Software-Aktualisierung bereit. Es verbessert die Codec-Unterstützung.

Kommentare

Aber Final Cut Pro X ist noch immer weit von einer Software entfernt, die für Profis wirklich zu gebrauchen ist. Apple hätte lieber die Entwicklung um ein Jahr verlängern und Final Cut Pro X erst Mitte 2012 herausbringen sollen - das wäre dann ein wirkliches Upgrade zu Final Cut Pro 7 gewesen.

Hoffentlich gibt es bei der nächsten Logic-Version kein ähnliches Desaster.

Ich finde es richtig, dass Apple Final Cut X schon vorher herausgebracht hat, denn viele Nutzer benötigen die fehlendes Features gar nicht. Und sollen die dann noch ein Jahr warten? Wozu das?

Allerdings hätte Apple das vorher kommunizieren müssen. Die betroffenen Benutzer hätten vermutlich Verständnis dafür gehabt.

Meines Erachtens eine Frage der Defination was Final Cut Pro X angeht. Der Profi hat im Arbeiten mit dem Programm andere Ansprüche als der "Heimanwender". Dahergehend auch die Unterschiedlichen Meinungen von "unbrauchbar" bis "absolute Spitze"

Ich weis leider nicht wie das Programm von Apple vorgestellt wurde, nach diesen Kriterien hätte jeder das Programm einschätzen können.

Ein Profi ist grundsätzlich mal ein Anwender, der professionell damit arbeitet, also damit Geld verdient. Und es gibt durchaus Profis, die schon jetzt mit Final Cut arbeiten können. Und es gibt Profis, die das nicht können.

Aber diejenigen, die es jetzt schon nutzen können, haben etwas davon. Und es ist gut, dass Apple nicht gewartet hat es auszuliefern. Es ist aber nicht gut, dass Apple das nicht verständlich kommuniziert hat.

Grundsätzlich finde ich FC pro X ja gar nicht schlecht. Ich wechsle beim Schneiden ständig zwischen FC7 und ProX. VOm Workflow her hat ProX eindeutig die Nase ganz vorne. FC7 wirkt dagegen wie Software aus den 90er. Trotzdem bleibt es meine Main-Application, da es eben viele Funktionen bietet, auf die ich nicht verzichten möchte. Z.B. Video ausspielen auf externe Videokonverter. In meinem Fall auf einen Motu v4HD, der ein Bild macht, dass der Bildschirm meines iMac i7 so was von schlecht dasteht. Vielleicht kommt die Unterstützung externer Ausspielgeräte ja noch.

classicconcept audio - video - music

[quote=derpianist]In meinem Fall auf einen Motu v4HD, der ein Bild macht, dass der Bildschirm meines iMac i7 so was von schlecht dasteht.[/quote]
Nanu?!? Das klingt aber sehr nach einer falschen Colormanagement-Einstellung.

Ich bin gewerblicher Bildbearbeiter, und das im iMac i7 verbaute Display ist das beste was ich je auf dem Tisch hatte. An Brillanz und Farbgenauigkeit kommt da kaum ein Display ran. Daher erstaunen mich solche Aussagen.

[quote=Gerhard Uhlhorn][quote=derpianist]In meinem Fall auf einen Motu v4HD, der ein Bild macht, dass der Bildschirm meines iMac i7 so was von schlecht dasteht.[/quote]
Nanu?!? Das klingt aber sehr nach einer falschen Colormanagement-Einstellung.

Ich bin gewerblicher Bildbearbeiter, und das im iMac i7 verbaute Display ist das beste was ich je auf dem Tisch hatte. An Brillanz und Farbgenauigkeit kommt da kaum ein Display ran. Daher erstaunen mich solche Aussagen.[/quote]

Das iMac Display ist ganz passabel für »Bildbearbeitung«…
Für professionellen Schnitt gehen die Anforderungen jedoch eher in andere Richtungen. Hier möchte man im professionellen Bereich wohl eher nicht auf einen Klasse 1 Referenz-Monitor verzichten. Eine Brillanz, wie sie das iMac Display hergibt ist dort eher kontraproduktiv.
Hier möchte man doch lieber den Ausgabe-Farbraum akkurat wiedergegeben haben, sei es für Projektion oder irgend eine Art der TV-Ausstrahlung…

Von daher ist ein iMac-Display nicht mit einem via Motu angeschlossenen Referenz-Monitor (mit Hardware LUTs) gleichzusetzen.

Ja, okay, das kann ich verstehen. Obwohl man grundsätzlich auch so einen Monitor per Colormanagement farblich simulieren könnte.

XML-Projekte von Final Cut Pro 7 in Final Cut Pro X importieren ist auch mit diesem Update nicht möglich.