Neue Mac-mini-Modelle von Apple

Apple hat heute eine neue Mac-mini-Generation angekündigt. Die wichtigsten Neuerungen: Aktuelle Intel-Prozessoren basierend auf der "Ivy Bridge"-Architektur und USB 3.0. Die neuen Mac-mini-Modelle sind ab sofort zu Preisen ab 629 Euro bzw. 699 Franken erhältlich.

"Ivy Bridge"-Prozessoren und USB 3.0

Im Mac mini kommen nun Prozessoren basierend auf Intels aktueller "Ivy Bridge"-Architektur zum Einsatz. "Ivy Bridge"-Prozessoren bieten bei gleicher Taktfrequenz eine um bis zu zehn Prozent höhere Rechenleistung als die Vorgänger mit "Sandy Bridge"-Architektur, auf die der Mac mini des Baujahres 2011 basiert. Für ein zusätzliches Plus an Performance gegenüber der vorherigen Mac-mini-Generation sorgen zudem höhere Taktfrequenzen bzw. mehr CPU-Kerne.

Im neuen Einsteigermodell verbaut Apple einen Zweikern-Core-i5-Prozessor mit 2,5 GHz und drei MB L3-Cache (2011er Modell: Core i5 mit 2,3 GHz). Die Turbo-Boost-Technologie sorgt bei Bedarf für eine Taktratenanhebung auf bis zu 3,1 GHz.

Den größten Leistungszuwachs gibt es in der mittleren Mac-mini-Konfiguration, die mit einem Vierkern-Core-i7-Prozessor mit 2,3 GHz und sechs MB L3-Cache ausgerüstet ist (2011er Modell: Zweikern-Core-i5 mit 2,5 GHz). Auch in der Server-Variante ist ein Vierkern-Core-i7 mit 2,3 GHz und sechs MB L3-Cache zu finden (2011er Modell: Vierkern-Core-i7 mit 2,0 GHz). Diese beiden Mac-mini-Modelle können gegen einen Aufpreis von 100 Euro bzw. 110 Franken mit einem Vierkern-Core-i7 mit 2,6 GHz (ebenfalls sechs MB L3-Cache) bestellt werden. Turbo-Boost erhöht die Taktraten dieser CPUs auf bis zu 3,3 bzw. 3,6 GHz.

Mac Mini

Neuer Mac mini: Mit "Ivy Bridge"-Prozessoren und USB 3.0.
Foto: Apple.


Als Grafikchip kommt in allen Modellen der in "Ivy Bridge"-Prozessoren integrierte HD Graphics 4000 zum Einsatz, der gegenüber dem Vorgänger HD Graphics 3000 eine um bis zu 65 Prozent höhere Grafikleistung bietet. Ein Mac-mini-Modell mit leistungsstärkerem Grafikprozessor - wie bei der Vorgängerserie der Fall (Radeon HD 6630M) - bietet Apple nicht mehr an.

Statt vier USB-2.0- gibt es nun vier USB-3.0-Schnittstellen. Die serienmäßige Arbeitsspeicherausstattung im Einsteigermodell wurde von zwei auf vier GB angehoben. Die beiden größeren Konfigurationen werden jetzt mit 1000-GB- statt mit 500-GB-Festplatten ausgeliefert. Allerdings arbeiten die Festplatten in der Server-Ausführung nun nur noch mit 5400 statt 7200 Umdrehungen pro Minute.

Das mittlere Modell kann auch mit einer 256-GB-SSD für einen Aufpreis von 300 Euro bzw. 330 Franken oder mit einem Fusion-Drive (Kombination aus 128-GB-SSD und 1000-GB-Festplatte) für einen Aufpreis von 250 Euro bzw. 275 Franken bestellt werden. Apple über das Fusion-Drive: "Dabei wird eine 1 TB Festplatte mit einem hochleistungsfähigen 128 GB Flash-Speicher kombiniert. Fusion Drive verwaltet deine Daten automatisch und intelligent. Häufig benutzte Apps, Dokumente, Fotos und andere Dateien bleiben im schnelleren Flash-Speicher, während nicht so häufig verwendete Objekte auf die Festplatte bewegt werden. Dadurch startet dein Mac viel zügiger. Weil er lernt, wie du arbeitest, öffnen sich auch Programme und Dateien spürbar schneller. Und das Beste ist: Du musst dafür gar nichts machen."

Die Server-Konfiguration gibt es auch mit 256-GB-SSD für einen Aufpreis von 200 Euro bzw. 220 Franken oder mit zwei 256-GB-SSDs für einen Aufpreis von 600 Euro bzw. 660 Franken.

Das Gehäusedesign und die übrigen technischen Daten blieben gegenüber der Vorgängergeneration unverändert. Der Mac mini bietet weiterhin eine Thunderbolt-Schnittstelle, einen HDMI-Ausgang, eine FireWire-800-Schnittstelle, einen SDXC-Speicherkartenslot, Gigabit-Ethernet, WLAN nach 802.11n, Bluetooth 4.0, einen kombinierten analogen-digitalen Audioausgang und einen kombinierten analogen-digitalen Audioeingang. Der Arbeitsspeicher lässt sich wie bei der Vorgängerserie auf bis zu 16 GB erweitern. Ein HDMI- auf DVI-Adapter wird mitgeliefert. Am Mac mini lassen sich zwei Bildschirme gleichzeitig betreiben. Die Preise wurden gegenüber der Vorgängerserie leicht um 30 Euro pro Modell angehoben.

Die neue Mac-mini-Produktreihe im Überblick:

• Core i5 (zwei Kerne) mit 2,5 GHz, vier GB Arbeitsspeicher, 500 GB Festplatte, Intel HD Graphics 4000. Preis: 629 Euro bzw. 699 Franken.

• Core i7 (vier Kerne) mit 2,3 GHz, vier GB Arbeitsspeicher, 1000 GB Festplatte, Intel HD Graphics 4000. Preis: 829 Euro bzw. 929 Franken. Core-i7 (vier Kerne) mit 2,6 GHz für 100 Euro bzw. 110 Franken Aufpreis.

• Core i7 (vier Kerne) mit 2,3 GHz, vier GB Arbeitsspeicher, zwei 1000 GB Festplatten, Intel HD Graphics 4000, Mac OS X Server. Preis: 1029 Euro bzw. 1149 Franken. Core-i7 (vier Kerne) mit 2,6 GHz für 100 Euro bzw. 110 Franken Aufpreis.

Nachtrag:

15. November: Neuer Mac mini: Probleme mit Bildausgabe via HDMI.

23. November: Neuer Mac mini mit schnellerem WLAN.

29. November: HDMI-Probleme beim neuen Mac mini: Lösung in Sicht.

11. Dezember: Apple: Softwareupdate für neuen Mac mini (behebt HDMI-Probleme).

Kommentare

Gelungenes Upgrade

Endlich gibt es USB 3. Schnellere Prozessoren und Grafikchips sind auch immer willkommen.

Eine günstige SSD mit USB 3 als Startlaufwerk nutzen (und die interne Festplatte für Backups) und der neue Mac mini geht bestimmt gut ab. ;-)

Meckermotz

Sind die neuen Mac mini wirklich spürbar schneller als die Vorgänger? Der neue kleine mini hat wie ich es übersehe exakt die Daten des größeren Vorgängermodells (i5 DualCore 2,5Ghz), ok, USB3.0 kam dazu, dafür flogen die schnellen Radeon Grafikprozessoren raus.

Ich habe noch einen mini 2,26 late 2009 und hoffte jetzt mal auf einen kräftigen Leistungsschub, damit meine ich nicht 30% schneller, sondern mind. 3 bis 4fache Performance. Nur dann würde ich den Verlust des DVD-Laufwerks verschmerzen, dass ich doch ab und zu brauche.

Mit dem Quadcore mini lande ich preislich bei der bisherigen iMac Generation, wenn ich TFT, Maus und Tastatur dazurechne. Doch beim iMac 21" ist mir der Bildschirm zu klein für EBV und außerdem zu verspiegelt.

Speed

Ich würde auf jeden Fall als nächstes einen Mini mit Quadcore-CPU nehmen, wobei die 2,3 GHz Variante ausreicht, der Aufpreis für 2,6 GHz lohnt nicht. Leider sind die Optionen in Sachen RAM (8 GB dürfen es schon sein) und vor allem SSD sehr teuer. Bzgl. des neuen "Fusion Drives" würde ich erstmal einige Tests abwarten. Ein gutes SSD wäre mir momentan lieber. Im Vergleich zu einem Mini von 2009 ist das dann recht flott, aber leider auch sehr teuer, ein aktueller Mini mit 8 GB RAM; 256 GB SSD; 2,3 GHz Quad-CPU kommt auf gut 1100 Euro - Schluck!

Ja, die neuen Mac minis sind schneller!

Oliver schrieb:
Sind die neuen Mac mini wirklich spürbar schneller als die Vorgänger? Der neue kleine mini hat wie ich es übersehe exakt die Daten des größeren Vorgängermodells (i5 DualCore 2,5Ghz), ok, USB3.0 kam dazu, dafür flogen die schnellen Radeon Grafikprozessoren raus.

Ja, die neuen Mac minis sind schneller! Du kannst das mittlere Modell der Vorgängerserie schlecht mit dem neuen Einsteiger-Mac mini vergleichen. Vergleichst du nur das Einsteigermodell, gibt es mehr Performance durch die neue CPU-Architektur und die höhere Taktfrequenz. Der HD Graphics 4000 ist deutlich schneller als der HD Graphics 3000.

Das mittlere Modell hat zwar gegenüber dem Vorgänger weniger Grafikleistung, aber die Rechenleistung ist dank Quad-Core deutlich (!) höher als beim Dual-Core-Vorgänger.

Oliver schrieb:
Ich habe noch einen mini 2,26 late 2009 und hoffte jetzt mal auf einen kräftigen Leistungsschub, damit meine ich nicht 30% schneller, sondern mind. 3 bis 4fache Performance. Nur dann würde ich den Verlust des DVD-Laufwerks verschmerzen, dass ich doch ab und zu brauche.

Ein aktueller Core i5 mit 2,5 GHz ist einem Core 2 Duo mit 2,26 GHz aus dem Jahr 2009 deutlich überlegen. Dabei geht es weniger um den Zuwachs der Taktfrequenz (wobei der Core i5 dank Turbo Boost auch mit bis zu 3,1 GHz läuft), sondern vielmehr um die erheblichen Verbesserungen der CPU-Architektur der letzten Jahre. Der Core i5 mit 2,5 GHz ist mehr als doppelt so schnell wie ein Core 2 Duo mit 2,26 GHz (vgl. browser.primatelabs.com). Wenn du den Core 2 Duo mit dem Quad-Core Core i7 vergleichst, fällt der Leistungszuwachs noch größer aus.

Oliver schrieb:
Mit dem Quadcore mini lande ich preislich bei der bisherigen iMac Generation, wenn ich TFT, Maus und Tastatur dazurechne. Doch beim iMac 21" ist mir der Bildschirm zu klein für EBV und außerdem zu verspiegelt.

Maus und Tastatur hat man doch meistens schon? Den Mac mini kann man aufrüsten (RAM, Laufwerke), den neuen 21,5" iMac nicht. Was spricht gegen den Mac mini mit Quad Core und einer externen SSD mit USB 3?

Kommt ja darauf an was man

DualCore schrieb:
Endlich gibt es USB 3. Schnellere Prozessoren und Grafikchips sind auch immer willkommen.

Eine günstige SSD mit USB 3 als Startlaufwerk nutzen (und die interne Festplatte für Backups) und der neue Mac mini geht bestimmt gut ab. ;-)

unter " gut abgehen " versteht ! Für 1129 € bekommt man einen "echten Computer", der wirklich abgeht, mit einer "echten Grafikkarte " die "echte 2GB " Ram hat und "echte Rechenleistung " liefert....:-)

Hm, alter iMac oder neuer QuadCore mini

Mac@Night schrieb:
Ein aktueller Core i5 mit 2,5 GHz ist einem Core 2 Duo mit 2,26 GHz aus dem Jahr 2009 deutlich überlegen. Dabei geht es weniger um den Zuwachs der Taktfrequenz (wobei der Core i5 dank Turbo Boost auch mit bis zu 3,1 GHz läuft), sondern vielmehr um die erheblichen Verbesserungen der CPU-Architektur der letzten Jahre. Der Core i5 mit 2,5 GHz ist mehr als doppelt so schnell wie ein Core 2 Duo mit 2,26 GHz (vgl. browser.primatelabs.com). Wenn du den Core 2 Duo mit dem Quad-Core Core i7 vergleichst, fällt der Leistungszuwachs noch größer aus.

Ok, das war mir so nicht klar, danke für den Link.

Mac@Night schrieb:
Maus und Tastatur hat man doch meistens schon? Den Mac mini kann man aufrüsten (RAM, Laufwerke), den neuen 21,5" iMac nicht. Was spricht gegen den Mac mini mit Quad Core und einer externen SSD mit USB 3?

Der neue iMac kommt preislich und ausstattungstechnisch eh nicht in Frage. Aber der auslaufende 21" 2,5Ghz i5-Quad-Core iMac scheint mir dann aktuell attraktiver als der QuadCore mini - zumal das von niemandem außer mir gewünschte DVD-Laufwerk mit drin ist. Meinen EBV-Monitor müsste ich dann halt als 2-Gerät anschließen.

warum

kauft ihr euch dann keinen pc und installiert os x dadrauf? geht doch mittlerweile reibungslos und läuft richtig schnell und stabil?

Das ergibt keinen Sinn!

Mac@Night schrieb:
Was spricht gegen den Mac mini mit Quad Core und einer externen SSD mit USB 3?

Die interne SATA3 Schnittstelle ist viel schneller als USB3. Du hast dann eine schnelle SSD am relativ langsamen USB 3, wo sie nur ausgebremst wird, und intern eine lahme Festplatte am superschnellen SATA3, den sie nicth auslastet. Keine gute Idee...

SSD mit USB 3

IceTea schrieb:
Die interne SATA3 Schnittstelle ist viel schneller als USB3. Du hast dann eine schnelle SSD am relativ langsamen USB 3, wo sie nur ausgebremst wird, und intern eine lahme Festplatte am superschnellen SATA3, den sie nicth auslastet. Keine gute Idee...

USB 3 bietet eine Datenübertragungsrate von bis zu 640 MB pro Sekunde. Selbst wenn davon in der Praxis nur 80 Prozent erreicht werden, reicht das für aktuelle SSDs locker aus. Es besteht beim neuen Mac mini kein Grund mehr, das Gerät aufzuschrauben und eine SSD einzubauen. USB 3 ist komfortabel und bietet mehr als genügend Leistung.

Übrigens ist SATA3 auch nur 1 Gbit schneller als USB 3.

Sehe ich so

Oliver schrieb:
Der neue kleine mini hat wie ich es übersehe exakt die Daten des größeren Vorgängermodells (i5 DualCore 2,5Ghz)

Ja, aber neue Prozessoren, weniger Abwärme, etwas mehr Leistung

Oliver schrieb:
Ich habe noch einen mini 2,26 late 2009 und hoffte jetzt mal auf einen kräftigen Leistungsschub, damit meine ich nicht 30% schneller, sondern mind. 3 bis 4fache Performance.

Allein der Wechsel C2D wie bei Deinem (und meinem) Mini zu der i Prozessorlinie, brachte eine deutliche Steigerung jetzt vielleicht doppelt so schnell (4-fach ist in der gleichen Preisklasse eine unrealistische Zahl)

Oliver schrieb:
Mit dem Quadcore mini lande ich preislich bei der bisherigen iMac Generation, wenn ich TFT, Maus und Tastatur dazurechne. Doch beim iMac 21" ist mir der Bildschirm zu klein für EBV und außerdem zu verspiegelt.

Die Rechnung stimmt, aber Maus und Tastatur würde ich einfach vom alten Mini nehmen, dann ist die Rechnung deutlich besser :)

Oh, sorry, Mac@Night.... sehe Deinen Beitrag erst jetzt, hätte ich nicht besser sagen können ;)

Nicht erlaubt

demo schrieb:
kauft ihr euch dann keinen pc und installiert os x dadrauf? geht doch mittlerweile reibungslos und läuft richtig schnell und stabil?

und anfangs nervig. Ist nicht mein Standpunkt, aber der vieler.