Apple stellt neue MacBook-Pro-Generation vor

Apple hat heute eine neue MacBook-Pro-Generation vorgestellt. Zu den wichtigsten Neuerungen gehören aktuelle "Haswell"-Prozessoren von Intel, eine längere Akkulaufzeit, schnellere Grafikchips, WLAN nach 802.11ac und Thunderbolt 2. Die Preise wurden gesenkt.

Längere Akkulaufzeit, neuer WLAN-Standard, Thunderbolt 2

Die neuen MacBook-Pro-Modelle mit Retina-Display sind ab sofort verfügbar und werden vorinstalliert mit OS X 10.9 "Mavericks" ausgeliefert. Das neue Betriebssystem sorgt im Zusammenspiel mit den "Haswell"-Prozessoren für eine längere Akkulaufzeit. Diese beträgt beim 13,3-Zoll-MacBook-Pro bis zu neun Stunden (zuvor bis zu sieben Stunden) und beim 15,4-Zoll-MacBook Pro bis zu acht Stunden (zuvor bis zu sieben Stunden).

MacBook Pro

MacBook Pro jetzt mit aktuellen Intel-Prozessoren und längerer Akkulaufzeit.
Foto: Apple



Apple hat den Mobilmacs zwei neue Schnittstellen spendiert. WLAN nach 802.11ac ermöglicht eine um bis zu dreimal so hohe Datenübertragungsrate wie 802.11n. Thunderbolt 2 ist für einen Datendurchsatz von bis zu 20 Gbit pro Sekunde ausgelegt (Thunderbolt 1 kommt nur auf maximal zehn Gbit/Sekunde). Die integrierten SSDs sind nun über die PCI-Express-Schnittstelle angebunden und sollen eine um bis zu 60 Prozent höhere Lesegeschwindigkeit erreichen.

Neues 13,3-Zoll-Modell etwas dünner und leichter

In den 13,3-Zoll-Konfigurationen kommen unverändert Zweikernprozessoren zum Einsatz. Die Core-i5-CPUs takten mit 2,4 oder 2,6 GHz (via Turbo-Boost bis zu 2,9 bzw. 3,1 GHz) und verfügen über drei MB L3-Cache. Gegen Aufpreis gibt es einen Zweikern-Core-i7 mit 2,8 GHz (via Turbo-Boost bis zu 3,3 GHz) mit vier MB L3-Cache.

Das neue 13,3-Zoll-MacBook-Pro ist etwas dünner (1,8 statt 1,9 Zentimeter) und leichter (1,57 statt 1,62 Kilogramm) als der Vorgänger. Der Grafikchip Iris liefert laut Apple eine um bis zu 90 Prozent höhere Leistung als der HD Graphics 4000 der vorherigen Baureihe.

In den 15,4-Zoll-MacBook-Pro-Modellen verbaut Apple standardmäßig Vierkern-Core-i7-Prozessoren mit 2,0 GHz und 2,3 GHz (via Turbo-Boost bis zu 3,2 bzw. 3,5 GHz) und sechs MB L3-Cache. Die 2,0-GHz-Variante verfügt über den Grafikchip Iris Pro und kann optional mit 2,3-GHz-CPU oder 2,6-GHz-CPU (via Turbo-Boost bis zu 3,8 GHz) bestellt werden. Die 2,3-GHz-Ausführung ist mit zwei Grafikchips (Iris Pro und GeForce GT 750M mit zwei GB VRAM) ausgestattet und lässt sich auf Wunsch auch mit 2,6-GHz-Prozessor konfigurieren.

Die restlichen technischen Daten, darunter zwei USB-3.0-Schnittstellen, FaceTime-HD-Kamera, SDXC-Kartensteckplatz, HDMI-Ausgang, Kopfhöreranschluss und Bluetooth 4.0, blieben unverändert.

Die neue MacBook-Pro-Produktreihe im Überblick

Die Preise wurden gegenüber der Vorgängerserie um bis zu 200 Euro je Modell gesenkt.

13,3-Zoll-MacBook-Pro

• Core i5 mit zwei Kernen und 2,4 GHz, vier GB Arbeitsspeicher, 128-GB-SSD, Iris-Grafikchip. Preis: 1299 Euro bzw. 1449 Franken.

• Core i5 mit zwei Kernen und 2,4 GHz, acht GB Arbeitsspeicher, 256-GB-SSD, Iris-Grafikchip. Preis: 1499 Euro bzw. 1699 Franken.

• Core i5 mit zwei Kernen und 2,6 GHz, acht GB Arbeitsspeicher, 512-GB-SSD, Iris-Grafikchip. Preis: 1799 Euro bzw. 1999 Franken.

15,4-Zoll-MacBook-Pro

• Core i7 mit vier Kernen und 2,0 GHz, acht GB Arbeitsspeicher, 256-GB-SSD, Iris-Pro-Grafikchip. Preis: 1999 Euro bzw. 2249 Franken.

• Core i7 mit vier Kernen und 2,3 GHz, 16 GB Arbeitsspeicher, 512-GB-SSD, Iris-Pro- und GeForce-GT-750M-Grafikchip. Preis: 2599 Euro bzw. 2899 Franken.

Alle Modelle können gegen Aufpreis mit schnelleren Prozessoren und bis zu 16 GB Arbeitsspeicher bestellt werden. Die 13,3-Zoll-Konfiguration mit 512-GB-SSD und beide 15,4-Zoll-Ausführungen sind auch mit größeren SSDs (bis zu einem TB) erhältlich.

Das 13,3-Zoll-MacBook-Pro ohne Retina-Display der vorherigen Generation (Core i5 mit 2,5 GHz, vier GB Arbeitsspeicher, 500-GB-Festplatte, HD Graphics 4000) rundet die Produktpalette nach unten hin ab. Der Preis blieb mit 1199 Euro bzw. 1349 Franken unverändert.

Ergänzungen

28. Oktober: Neues MacBook Pro: Iris sorgt für höhere Grafikleistung.

31. Oktober: Apple arbeitet an Update für neues 13,3-Zoll-MacBook-Pro.

Kommentare

Wie befürchtet...

...weder UMTS/LTE-Unterstützung noch matte Displays. Bin ich denn wirklich der einzige, der beide Features gerne hätte?

Hallo Du bist nicht der

Hallo

Du bist nicht der einzige der ein Matte Display möchte, aber Apple hört nicht auf ihre Kunden nur Umsatz zahlt und eine DVD oder Film mit ein Glossy Screen macht mehr Eindruck. Das Kriterium ist nicht merh Produktivität und Arbeiten sondern Spielen und Filme schauen.

Ich werde mein 15 und 17" mit Matte Display jetzt in Watten liegen damit ich noch möglichst lange geniessen kann. Ich möchte mir nicht selber anschauen wie in ein Spiegel.

Wenn Apple sich nicht last einfallen wird mein nächster Laptop ein Lenovo oder HP mit 17" und Matten Display und das OS wird dann wohl Ubuntu oder ähnlich.

teurer, weil langsamer?

Wo ist das 13 Zoll i7 für 1499.- geblieben?

Macbook

Kann man sich doch nach wie vor selbst konfigurieren....

Pro

Immer davon ausgehend, dass das Kürzel Pro von MacBook-Pro am Ende für professionell – also beruflich steht, ist diese Produkt-Linie nach der jetzigen Überarbeitung nur noch Fassade.
Pro-User lesen auf Ihrem Gerät nicht die Gala oder Autobild. Sie erarbeiten und zeigen Präsentationen. Sie stellen PDF’s zusammen. Sie bearbeiten Grafiken oder Bilder. Sie schreiben Texte. Alle diese Aufgaben machen Sie unterwegs im Hotelzimmer. Beim Kunden vor Ort oder im Büro. Es geht also um Datenbereitstellung, Datenbeweglichkeit und um Netzanbindungen mit großer Bandbreite. Für diese Aufgaben ist ein Retinadisplay vollkommen überzogen.
Pro-User schaufeln unablässig Dateien unterschiedlicher Größe durch ihren Rechner. Sie brauchen Netzwerkanbindungen für Industrienetzwerke. Sie benötigen Kompatibilität –notfalls auch zu Fieldbussystemen. Sie brauchen den weltweiten Standard. Der weltweite Profi-Netzwerkstandard heißt Ethernet und nicht Thunderbold, USB 3 oder WLan.
Pro-User müssen jederzeit alle ihre Dateien aufrufen können. Sie brauchen Speicherplatz. Sie brauchen TB‘s und keine 256GB Mini SSD‘s. das ist einfach lächerlich. Apple ist wieder dort angekommen wo das Unternehmen nach dem 1. Ausscheiden von Jobs schon einmal stand. Selbstverliebt und neben der Spur.
hjumc

Genau richtig geschrieben.

Genau richtig geschrieben. Aber leider hat Apple kein Draht zu ihre Pro User

- Aperture seit Jahren nicht gepflegt
- kein Matten Screen
- kein 17" Modell

Ist bei jede Firma wo der Chef frühzeitig ausscheidet. Der Nachfolger ist immer zu kurz da um alle Philosophien zu übernehmen.

Was mir persönlich extrem stört ist bereits in die Zeiten von Jobs eingeführte Kastration von
- OS X Server
- Xserve

Auch die sogenannte Green-Ohren von Genius, die gerade aus die Schule in 3 Wochen gebildet werden um die 0815 Benutzer abzuwimmeln. Wenn mann Sie auf ein Bug hinweist werden Sie arrogant und frech. Seit 2 Jahre bin ich dabei ein seriöser SMB Fehler in OS X Server weiterzuleiten die sie seit 10.7 eingebaut hatten. In 10.8 noch immer vorhanden. In 10.9 ist es behoben, aber die Software ist jetzt durch andere Kastration unbrauchbar geworden für den Pro-User

Gruss
Gérard

ein Lenovo oder HP mit 17" und matten Display ....

Gerard_Dirks schrieb:
Wenn Apple sich nicht last einfallen wird mein nächster Laptop ein Lenovo oder HP mit 17" und Matten Display und das OS wird dann wohl Ubuntu oder ähnlich.
... ich träume schon seit langem davon, das Firmem wie Avid, Steinberg und Adobe endlich ihre Software für Linux anbieten - dann wäre das auch in der Praxis umsetzbar..

Gruß Uli

Das wird nix

Uli schrieb:
... ich träume schon seit langem davon, das Firmem wie Avid, Steinberg und Adobe endlich ihre Software für Linux anbieten - dann wäre das auch in der Praxis umsetzbar..

Linux verträgt sich nicht mit der Firmenphilosophie der genannten. Die wollen keine Open-Source sondern sie wollen dich in die "Cloud" knebeln. Außerdem: Linux ist nicht besonders anwenderfreundlich und erfordert relativ viel Fachwissen. Von mangelnden Treibern etc. mal ganz zu schweigen …

Seit die NSA geschichte wird

Seit die NSA geschichte wird den Cloud Einsatz in Europa sicher langsam sterben. Wer trotzdem alles in die Cloud abliegt ist selber schuld. Wenn halt Cloud. dann der eigene Cloud bei den lokal Provider. "OwnCloud" funktioniert für diese zwecke einwandfrei,

Was meinst du mit Fachwissen? Bei Apple sind meistens keiner der Problemen dokumentiert und mann muss Sie selber lösen mit Workarounds. Den FeedBack auf deren Webseite werden nur gelesen und verarbeitet wenn es den Moderator gefallt.

Warum werden seit kurzen alle Drucker- und Scanner-Treiber durch Apple gemacht? Weil auch für die Firmen wie Canon, HP, Brother, Epson es unbefriedigend ist etwas zu bereinigen was nicht sauber dokumentiert ist. Seit 10.5 ist der Drucker Engine bei Apple 3 mal 180 Grad umgekrempelt worden. Da verliert jeder die Lust es nochmals anzupassen.

Jetzt haben Sie wieder 200 neu Funktionen in 10.9, aber nirgendwo ist dokumentiert welche 500 andere funktionen sie wegprogrammiert haben.

Gruss
Gérard

Jetzt wird's Off-Topic, aber …

Jetzt wird's Off-Topic, aber Adobe z.B. zwingt die Kunden, nur noch die Software zu benutzen, die Adobe ihnen aktuell anbietet. Zur Zeit geht's noch, das wird sich aber weiter verschlechtern. Open-Source stört bei sowas.

Mit Fachwissen meine ich, dass Otto Normalverbraucher ein Linux-System nicht ohne weiteres zum laufen bringt. Mein Mac mit OS 10.6 geht morgens an und abends aus, dazwischen wird damit gearbeitet. So einfach geht das woanders nicht. Ein Freund hat Ubuntu und Tage gebraucht, bis es fehlerfrei lief. Viele Funktionen seines Druckers kann er nicht nutzen, weil es von HP keine Treiber gibt. Ich wäre mit sowas überfordert.

Und dass bei Apple auch nicht alles glänzt, ist nun wirklich nix neues.

Mattes Display vs. Retina....

Hannes schrieb:
...weder UMTS/LTE-Unterstützung noch matte Displays. Bin ich denn wirklich der einzige, der beide Features gerne hätte?

Da Apple jetzt konsequent auf Retina Displays setzt wird es keine matten Display mehr geben. Matt und sehr hohe Auflösung sinf kaum vereinbar.

Pro steht bei Apple schon ganz lange...

hjumc schrieb:
Immer davon ausgehend, dass das Kürzel Pro von MacBook-Pro am Ende für professionell – also beruflich steht, ist diese Produkt-Linie nach der jetzigen Überarbeitung nur noch Fassade....

Selbstverliebt und neben der Spur.
hjumc

vor allem für Profit. Wie bei allen "Premium"produkten, z.B. Autos, Flug- und Bahnreiseklassen, Hotels etc. verkaufen sich auch die Premium Laptops am besten an Menschen, die sich so etwas von ihrem Arbeitgeber bezahlen lassen bzw. als Betriebsmittel geltend machen können. Ein Audi, BMW oder Mercedes ist heutzutage auch kein besonders gut zum Fahren geeignetes Auto, sondern eine mit "Features" überladene Kasperkiste die beim nächsten "Schwanzlängenvergleich" gut abschneidet.

Treiber

Gerard_Dirks schrieb:

...
Warum werden seit kurzen alle Drucker- und Scanner-Treiber durch Apple gemacht?
...

Bisher kann man aussuchen ob man die Apple-Treiber nimmt oder die Treiber vom Hersteller verwendet.
Bei meinem wenige Monate alten Canon MG5350 liegen CDs für Windows und Mac bei.

Mittlerweile gibts ein Nachfolgemodell, und ich habe keine Lust wg. so einer Behauptung die Herstellerseiten nach der Software für die allerneusten Geräte abzusuchen ...

Ob die NSA alle Daten speichert und eventuell durchsucht oder die Geheimdienste in Deutschland, wo ist da ein Vor- oder Nachteil?
Ich benutze aus Protest nirgendwo eine Klaut.
Andere sehen das anders, machen sich da keine Gedanken drüber, und deshalb ist Deine Behauptung vom Cloudsterben falsch, ganz ganz milde ausgedrückt.

Ich schreibe hier auf einem Linux-Notebook, der Firmenrechner hat Windows, deshalb kann ich alle drei Systeme vergleichen:
Euer Genörgel ist schlicht Absurd.

Cloud boomt

aapl schrieb:

Ich benutze aus Protest nirgendwo eine Klaut.
Andere sehen das anders, machen sich da keine Gedanken drüber, und deshalb ist Deine Behauptung vom Cloudsterben falsch, ganz ganz milde ausgedrückt.

Erlebe ich auch so. Eher das Gegenteil ist der Fall: 90% der privaten Anwender teilen ihre Daten per Flickr, Facebook, googelmail etc. und machen sich gar keine Gedanken, wo die Daten überhaupt liegen und wer Zugriff darauf hat.

Und sogar in hochsensiblen Bereichen der Wirtschaft setzen immer mehr Unternehmen auf Cloud-Dienste, zB im Gesundheitsbereich (Koop Arzt, Krankenhaus, Krankenkasse) oder in der Produktentwicklung, wo Dokumente zu Produkt-Spezifikationen, -Designs, -Konstruktionen etc. global über Cloud-Dienste ausgestauscht werden.