Apple gibt Startschuss für neuen Mac Pro

Grünes Licht für den neuen Mac Pro: Apple hat mit der Produktion der Desktop-Workstation begonnen, Bestellungen sind ab sofort möglich. In seinem US-Online-Shop nennt Apple den 30. Dezember als Liefertermin, in Europa ist von Januar die Rede. Der Mac Pro ist zu Preisen ab 2999 Euro bzw. 3399 Franken erhältlich.

Das Einsteigermodell verfügt über einen mit 3,7 GHz getakteten Xeon-E5-Vierkernprozessor (Taktratenerhöhung via Turbo-Boost bei Bedarf auf bis zu 3,9 GHz) mit zehn MB L3-Cache, zwölf GB Arbeitsspeicher, zwei FirePro-D300-Grafikkarten mit je zwei GB VRAM und eine 256-GB-SSD. Die Konfiguration mit Xeon-E5-Sechskernprozessor (3,5 GHz; via Turbo-Boost bis zu 3,9 GHz) mit zwölf MB L3-Cache, 16 GB Arbeitsspeicher, zwei FirePro-D500-Grafikkarten mit je drei GB VRAM und 256-GB-SSD kostet 3999 Euro bzw. 4499 Franken.

Mac-Pro-Produktion

Die Mac-Pro-Produktion in Austin, Texas.
Foto: Apple-Chef Tim Cook.



Der neue Mac Pro kann gegen Aufpreis auch mit Achtkernprozessor (3,0 GHz, 25 MB L3-Cache), Zwölfkernprozessor (2,7 GHz mit 30 MB L3-Cache), bis zu 64 GB Arbeitsspeicher, FirePro-D500- oder FirePro-D700-Grafikkarten (mit drei bzw. sechs GB VRAM) und 512-GB- oder 1000-GB-SSD bestellt werden. Die Aufpreise variieren teilweise je nach gewählter Konfiguration. Der Zwölfkernprozessor kostet 3000 bzw. 3500 Euro zusätzlich, für die 512-GB- und die 1000-GB-SSD sind es 300 bzw. 800 Euro. Für 32 bzw. 64 GB Arbeitsspeicher verlangt der Hersteller Aufschläge von 500 und 1300 Euro (Vierkernmodell) bzw. 399,99 und 1200 Euro (Sechskernmodell).

Apple fertigt den neuen Mac Pro in Austin, Texas. Tastatur und Maus werden nicht mitgeliefert. Das Unternehmen bietet für 3999 Euro einen 31,5-Zoll-Bildschirm von Sharp mit 4K-Auflösung (3840 mal 2160 Pixel) an. Ein neues Thunderbolt-Display wurde nicht vorgestellt.



Der neue Mac Pro bietet ein komplett überarbeitetes Gehäusedesign ohne interne Erweiterungsmöglichkeiten und ohne optisches Laufwerk. Zu den technischen Eckdaten gehören aktuelle Xeon-E5-Prozessoren mit bis zu zwölf Kernen, zwei AMD-FirePro-Grafikchips, sechs Thunderbolt-2-Schnittstellen, vier USB-3.0-Anschlüsse, ein PCIe-basiertes SSD-Laufwerk mit einer Speicherkapazität von bis zu einem TB und Vier-Kanal-ECC-DDR-Arbeitsspeicher mit 1866 MHz.

Ebenfalls an Bord sind WLAN nach 802.11ac, Bluetooth 4.0, ein HDMI-Ausgang, zwei Gigabit-Ethernet-Anschlüsse, ein Audio-Eingang und ein Audio-Ausgang. An den Computer können bis zu sechs Bildschirme angeschlossen werden. Der neue Mac Pro ist nur knapp halb so hoch (25 Zentimeter) wie der Vorgänger. PCI-Express-Karten können über Thunderbolt-Erweiterungsgehäuse genutzt werden.

"Der komplett neue Mac Pro ist rund um einen genialen, vereinheitlichten Wärmekern entwickelt, der es dem Desktop-Rechner ermöglicht seine gesamte Wärmeleistung effizient über alle Prozessoren zu verteilen. Ein innovativer Lüfter zieht sehr effizient Luft in das Gehäuse und macht den Mac Pro so leise wie einen Mac mini. Das Ergebnis ist ein professionelles Desktop-System mit bahnbrechender Leistung in einem Design, das lediglich 25,1 cm hoch ist und einem Achtel der bisherigen Größe des Mac Pro entspricht", so Apple.

Ergänzungen

19. Dezember: Die Nachfrage nach dem neuen Mac Pro ist offenbar groß. Inzwischen gibt Apple in seinem Online-Shop "Versandfertig im Februar" für beide Konfigurationen an.

20. Dezember: Details zum neuen Mac Pro.

02. Januar: Neuer Mac Pro: Prozessorwechsel möglich.

03. Januar: Apple veröffentlicht Mac-Pro-Umweltbericht.

06. Januar: Neuer Mac Pro: Prozessorupgrade erfolgreich durchgeführt.

13. Januar: Neuer Mac Pro: Auslieferung in Europa läuft an.

23. Januar: Pixelmator 3.1 ist für den neuen Mac Pro optimiert.

27. Februar: Apple: Firmware-Update für neuen Mac Pro.

17. März: 128 GB Arbeitsspeicher für den neuen Mac Pro.

18. März: Neuer Mac Pro unterstützt Windows 7 nicht.

27. März: Rack-Gehäuse für den neuen Mac Pro.

27. März: OWC: 128 GB Arbeitsspeicher für den neuen Mac Pro.

02. Juli: Apple: Kensington-Adapter für Mac Pro.

Kommentare

Gehäuse abnehmen?

Kann man eigentlich das Gehäuse abnehmen und RAM und größere SSDs selbst nachrüsten?

Schickes Teil

Werde mir wohl die Sechskernvariante mit 32 GB RAM kaufen. Für Rendering und Batch-Verarbeitung hunderter großer Fotos kann man nie genug Rechenpower haben. Ich hoffe, dass die Hersteller ihre Software möglichst bald für den neuen Mac Pro optimieren.

Jein

tonic schrieb:
Kann man eigentlich das Gehäuse abnehmen und RAM und größere SSDs selbst nachrüsten?

Auf dieser Seite: http://www.apple.com/de/mac-pro/specs/
steht bei Arbeitsspeicher und Massenspeicher: Frei zugänglich.