Details zum neuen Mac Pro

Seit gestern lässt sich der neue Mac Pro bestellen. Inzwischen sind weitere Einzelheiten zu der Desktop-Workstation bekannt geworden.

• Zugriff auf RAM und SSD. Das Gehäuse lässt sich nach dem Drücken eines Entriegelungsknopfes unkompliziert abnehmen. Der Arbeitsspeicher kann auch nach dem Kauf erweitert werden, dazu stehen vier RAM-Slots zur Verfügung. Zum Einsatz kommt DDR3-ECC-Arbeitsspeicher mit 1,86 GHz. Offiziell unterstützt der neue Mac Pro maximal 64 GB Arbeitsspeicher. Da es bereits passende RAM-Module mit 32 GB gibt, könnte der neue Mac Pro zumindest theoretisch auch mit 128 GB Arbeitsspeicher bestückt werden. Diesbezüglich dürften Tests schon bald Klarheit bringen. Auch das SSD-Laufwerk ist laut Apple frei zugänglich und kann getauscht werden.

• Erste Updates. Apple hat eine Spezialversion von OS X 10.9.1 für den neuen Mac Pro veröffentlicht. Sie enthält alle Änderungen des Betriebssystemupdates sowie spezifische Verbesserungen und Fehlerkorrekturen für den Mac Pro. Ebenfalls erschienen ist das "Mac Pro EFI Firmware Update 2.0". Es soll die Zuverlässigkeit beim Neustart und das Grafik-Powermanagement bei Nutzung der Boot-Camp-Software verbessern. Außerdem wurde ein Problem mit dem RAM-Test behoben.



• Benchmarks. Die Macworld hat erste Leistungstests mit dem neuen Mac Pro durchgeführt. Die Achtkernvariante (3,0 GHz) erreicht in der Benchmarksoftware Geekbench im Single-Core-Test einen Wert von 3599 und im einen Multi-Core-Test einen Wert von 25.997. Zum Vergleich: Der Zwölfkern-Mac-Pro der vorherigen Generation (2,4 GHz) kommt auf 2142 bzw. 22.886 Punkte, der aktuelle 27-Zoll-iMac (Vierkern-Core-i7 mit 3,5 GHz) auf 3859 bzw. 14.705 Punkte. Allerdings testet Geekbench nicht die enorme Rechenpower der beiden Grafikkarten des neuen Mac Pro.

Die 512-GB-SSD des neuen Mac Pro erzielt im Durchschnitt eine Schreibgeschwindigkeit von 952,8 MB pro Sekunde und eine Lesegeschwindigkeit von 920,5 MB pro Sekunde.

• Große Nachfrage. Die Nachfrage nach dem neuen Mac Pro sei großartig, erklärte Apple gegenüber dem Magazin Forbes. Es werde jedoch einige Zeit dauern, bis sich die Verfügbarkeit verbessere. Wer jetzt einen Mac Pro bestellt, muss sich bis Februar gedulden.

Kurios: Im April räumte Apple-Chef Tim Cook ein, dass die Vorstellung der 2012er iMac-Baureihe besser später erfolgt sei. Die Systeme wurden ab Ende 2012 ausgeliefert, waren jedoch mehrere Monate nur schwer verfügbar – bis in den März hinein gab es mehrwöchige Lieferzeiten. Diese Situation wiederholt sich nun beim neuen Mac Pro. Natürlich lastete auf Apple ein gewisser Druck, endlich einen neuen Mac Pro auf den Markt zu bringen. Allerdings wäre es sicherlich kein Drama gewesen, wenn der Verkaufsstart erst Anfang oder Mitte Januar erfolgt wäre – mit einer besseren Verfügbarkeit.