Apple erzielt Rekordumsatz, enttäuscht mit Ausblick

Apple hat heute die Zahlen des ersten Quartals des Geschäftsjahres 2014 bekannt gegeben. Das Unternehmen stellte neue Rekorde bei Umsatz sowie iPad- und iPhone-Absatz auf. Die Erwartungen der Analysten wurden übertroffen, mit dem Ausblick auf das zweite Quartal enttäuschte Apple aber.

Der Umsatz stieg gegenüber dem Vorjahresquartal von 54,512 auf 57,594 Milliarden Dollar und erreichte damit neues Rekordniveau. Der Gewinn sank geringfügig von 13,078 auf 13,072 Milliarden Dollar oder 14,50 Dollar je Aktie. Die Analysten rechneten im Durchschnitt mit einem Umsatz von 57,46 Milliarden Dollar und einem Gewinn von 14,09 Dollar je Aktie.

Mac-Absatz gestiegen, iPhone- und iPad-Absatz auf Rekordniveau

Der Mac-Absatz stieg um 19 Prozent von 4,06 auf 4,83 Millionen Geräte. Apple verkaufte weniger iPhones, aber mehr iPads als von der Wall Street erwartet. Im ersten Quartal wurden 51 Millionen iPhones und 26 Millionen iPads abgesetzt – neue Rekordwerte. Die Prognose der Finanzexperten lag bei rund 55 Millionen iPhones bzw. bei 25 Millionen iPads. Im Vergleichszeitraum des Vorjahres wurden 47,8 Millionen iPhones und 22,9 Millionen iPads verkauft.

"Wir sind sehr zufrieden mit unseren Rekordverkäufen bei iPhone und iPad, dem starken Ergebnis unserer Mac-Produkte und dem kontinuierlichen Wachstum bei iTunes, Software und Services. Wir lieben es die zufriedensten, treuesten und engagiertesten Kunden zu haben und wir werden weiterhin stark in unsere Zukunft investieren, um ihr Erlebnis mit unseren Produkten und Services noch besser zu machen", so Apple-Chef Tim Cook.

Finanzreserven wachsen weiter, enttäuschender Ausblick

Trotz Aktienrückkaufprogramm und Dividendenzahlung sind Apples Finanzreserven erneut gewachsen. In der "Kriegskasse" befanden sich zum Quartalsende 158,8 Milliarden Dollar – 10,2 Milliarden Dollar mehr als zum Ende des vierten Quartals. Die Bruttogewinnspanne sank von 38,6 auf 37,9 Prozent. Das Geschäft außerhalb der USA machte 63 Prozent des Gesamtumsatzes aus (Vorjahresquartal: 61 Prozent). Die Ausgaben für Forschung und Entwicklung stiegen von 1,01 auf 1,33 Milliarden Dollar. Die nächste Dividendenzahlung (3,05 Dollar je Aktie) soll am 13. Februar erfolgen.

Mit der Prognose für das zweite Quartal enttäuschte Apple. Der Mac- und iPhone-Hersteller rechnet mit Einnahmen zwischen 42 und 44 Milliarden Dollar. Damit schließt Apple einen Umsatzrückgang gegenüber dem Vorjahreszeitraum (Umsatz: 43,6 Milliarden Dollar) nicht aus und enttäuschte zugleich die Börsianer, deren durchschnittliche Umsatzprognose bei 46,05 Milliarden Dollar lag. Die Anleger reagierten im nachbörslichen Handel prompt – die Apple-Aktie fiel um bis zu neun Prozent.

Das erste Quartal des Apple-Geschäftsjahres 2014 begann am 29. September und wurde am 28. Dezember abgeschlossen.