Apple: Ausgaben für Firmenübernahmen deutlich gestiegen

Apple hat im letzten Quartal 525 Millionen Dollar für Firmenübernahmen ausgegeben. Das geht aus einer Mitteilung des Mac- und iPhone-Herstellers an die US-Börsenaufsicht SEC hervor. Im Vorjahresquartal waren es lediglich 284 Millionen Dollar.

Eine Liste der aufgekauften Unternehmen veröffentlichte Apple nicht. Im Laufe des letzten Quartals bestätigte Apple allerdings drei Übernahmen. Apple übernahm den Kinect-Entwickler PrimeSense, die Twitter-Partnerfirma Topsy und die iOS-App Cue. Nähere Angaben dazu machte Apple nicht. Man kaufe von Zeit zu Zeit kleinere Technologieunternehmen, kommentiere dies jedoch nicht weiter, so die Standard-Stellungnahme von Apple.

PrimeSense hat sich auf Sensoren zur Erkennung von Körperbewegungen spezialisiert und das Kinect-System für die Microsoft-Spielkonsole Xbox 360 entwickelt. Die Übernahme hat Spekulationen genährt, wonach Apple an einem Fernseher arbeitet, der sich über Bewegungen steuern lässt. Allerdings könnte die PrimeSense-Technologie auch in anderen Gerätekategorien zum Einsatz kommen – das Unternehmen entwickelte in den letzten Jahren Sensoren für Mobilgeräte wie Smartphones und Tablets. In der neuen Spielkonsole Xbox One setzt Microsoft ein in Eigenregie entwickeltes Kinect-System ein.

Topsy entwickelte eine Technik zur Analyse von Twitter-Konversationen. Topsy gehört zu den wenigen Unternehmen, denen Twitter vollen Zugriff auf alle seit dem Jahr 2006 veröffentlichten Tweets gewährt. Nach Einschätzung von Analysten könnte Apple die Technologie von Topsy in Diensten wie iTunes-Radio oder iTunes-Store integrieren, um die Vorschläge für weitere Inhalte zu verfeinern.

Cue ist eine App, die bei der Tagesplanung hilft. Deren Funktionen könnten in künftige Versionen des Mac- und iOS-Kalenders implementiert werden.