Apple arbeitet an dritter Fotosoftware für den Mac

In puncto Fotoverwaltung und –bearbeitung ist Apple eigentlich gut aufgestellt: Das zum Mac-Lieferumfang gehörende iPhoto für grundlegende Arbeiten und das kostenpflichtige Aperture für fortgeschrittene User. Doch anstatt Aperture ein längst überfälliges Upgrade zu spendieren (Aperture 3 ist über vier Jahre alt), arbeitet Apple an einer dritten Fotosoftware für den Mac.

Dabei handelt es sich um eine OS-X-Version der iOS-8-Fotos-App. Auf einer Web-Seite zum neuen Mac-Betriebssystem OS X Yosemite heißt es ganz unten: "Photos in OS X is coming early next year" (Fotos für OS X kommt Anfang nächsten Jahres).

Fotos-App für OS X

Mac-Version der Fotos-App gesellt sich künftig zu Aperture und iPhoto hinzu.
Bild: Apple.com.



Mit dieser Ankündigung hinterlässt Apple einige Fragezeichen. Wozu eine dritte Mac-Anwendung für Fotos? Warum können die Features der Fotos-App nicht einfach in die Mac-Version von iPhoto integriert werden? Was wird eigentlich aus Aperture? Widerspricht eine dritte Fotosoftware nicht Apples Idee von leicht verständlichen Konzepten?

Apple verweist in der Pressemitteilung zum iOS 8 auf die verbesserten Bearbeitungsfunktionen und die engere iCloud-Anbindung der App: "In iOS 8 ermöglichen die Fotos-App und iCloud Fotomediathek Zugang zu allen Fotos und Videos zu jeder Zeit an jedem Ort. Die Fotos eines Nutzers sind leicht zu finden und einheitlich über alle aktivierten Geräte eines Anwenders organisiert. Die Fotos-App kann automatisch Horizonte begradigen und dank intelligenter Bearbeitungswerkzeuge kann man schnell Belichtung und Farbe optimieren oder auf individuelle Werkzeuge zugreifen, um einen tiefergreifenden Feinschliff vorzunehmen. Über iCloud Fotomediathek werden sämtliche Anpassungen und Effekte automatisch auf allen Geräten eines Nutzers aktualisiert."

Doch eine Antwort, warum dies auf Mac-Seite nicht alles im Rahmen von Aperture und iPhoto realisiert werden kann, bleibt der Hersteller bislang schuldig.

Kommentare

Etwas mehr Klarheit ist Apple seinen Pro Kunden schuldig.

Ich benutze Aperture eigentlich sehr gerne. Ich versteh nicht, warum Apple seine Pro Kunden so hängen läßt. Mir wäre es lieber, wenn Aperture doppelt so teuer wäre, gleichzeitig Apple diesem Produkt aber mehr Aufmerksamkeit schenken würde. Aperture braucht keine neue Oberfläche, dafür aber mehr Speed und mehr Pro Features bei der Bildbearbeitung. ich verstehe nicht, warum Apple das Feld Adobe & Co überlässt. Ich finde so oder so, dass durch die Preissenkung das Interesse an der Weiterentwicklung verloren ging, nach dem Motto "Wenn du nicht viel bezahlst, dann darfst du auch nicht viel fordern". Warum nicht eine Killer App für Pro-Photo exklusiv auf dem Mac haben, damit wird die Platform bestens aufgewertet.

Warum?

Um Mac OS X noch mehr zu ver-iOSen und irgendwann iPhoto und Aperture zu killen, braucht doch eh keiner. Wenn schon immer banaler, dann richtig!

Kann ja auch ganz anderes bedeuten...

FinalCut war ein Zukauf - iMovie eine Neuentwicklung - danach kam FinalCut X das jetzt wirklich schnell ist....

Aperture X muss somit nicht zwangsläufig tot sein - es wird halt auf dem "neuen iPhoto aufsetzen - also alles von Grund auf neu

sehe ich auch so

geebee schrieb:
Aperture X muss somit nicht zwangsläufig tot sein - es wird halt auf dem "neuen iPhoto aufsetzen - also alles von Grund auf neu
Wer sagt, das es die alte Software noch weiterhin geben wird? Jetzt alles neu in Swift programmiert ....

Gruß Uli