Details zum iDisk-Nachfolger iCloud Drive

04. Jun 2014 12:00 Uhr - sw

Als Apple vor zwei Jahren im Zuge der Umstellung von MobileMe zu iCloud die iDisk einstellte, war die Enttäuschung vieler Anwender groß. Der Online-Speicherdienst hatte viele Fans, da sich nicht nur unkompliziert Daten zwischen mehreren entfernten Macs austauschen und einzelne Dateien für andere Nutzer freigeben ließen, sondern auch der Betrieb einer Web-Site möglich war. Nach der Abschaltung der iDisk suchten die Nutzer nach Alternativen und landeten bei Dropbox & Co. Mit iCloud Drive kündigte Apple nun den lange überfälligen iDisk-Nachfolger an.


iCloud Drive

iCloud Drive: Zugriff via OS X, iOS und Windows möglich.
Foto: Apple.



iCloud Drive ist fester Bestandteil der neuen Betriebssysteme OS X 10.10 und iOS 8, die im Herbst auf den Markt kommen sollen. iCloud Drive erscheint im Finder als Laufwerk. Es können Dateien per Drag & Drop abgelegt, Ordner hinzugefügt und Tags vergeben werden. Der Zugriff auf die Dateien wird nach Angaben von Apple sowohl mit OS X und iOS als auch mit Windows 8 möglich sein. Ein öffentlicher Ordner bzw. eine Funktion zum Freigeben von Dateien ist offenbar (zumindest vorerst) nicht geplant.

Die neue Funktion "Handoff" - ebenfalls Teil von OS X 10.10 und iOS 8 - basiert auf iCloud Drive. Sie ermöglicht die Übertragung einer Aktivität von einem Gerät auf ein anderes. Beispielsweise kann man mit dem iPhone eine E-Mail beginnen und sie dann mit dem Mac fertigstellen.

iCloud Drive kann kostenlos genutzt werden und bietet fünf GB Online-Speicherplatz, der allerdings mit den anderen iCloud-Diensten mit Ausnahme des Fotostreams geteilt wird. 20 GB zusätzlicher Speicherplatz kosten 0,99 Dollar pro Monat, für 200 GB werden 3,99 Dollar pro Monat fällig. Auch Kapazitäten von bis zu 1000 GB sollen später gebucht werden können.

Kommentare

Spät aber doch.
Aber wie immer, nur die neuen Systeme.
Ich frage mich auf welchem Stern Apple lebt.
Sind die alten System nichts mehr wert?

Außerdem sind 5GB mager, woanders bekommst du 25GB (Google), ....

... und sie leben doch!

... und sie leben doch!

Die Frage ist, wie oft es sich ein Hersteller leisten kann, Dienste auf-, ab- und wieder aufzuschalten. Man vergisst, wie viel Aufwand es für den Anwender bedeutet, sein Datensystem zu zügeln.

Dropbox (und Co.) ist explizit ausgerichtet auf diese Services. Sie werden sie ändern, optimieren, vielleicht auch mal verschlimmbessern, aber sie werden sie betreiben, solange sie existieren. Das kann man bei Apple und anderen (speziell Adobe ist da "super") nicht erwarten.

Die von Apple immer schon gepflegte Firmenpolitik, bei der Konkurrenz längst vorhandene Dienste und Funktionen erst später nachzureichen, diese dabei statt als Fehlerbehebung als neues Feature zu deklarieren, später einzustampfen und mit einer neuen Version als sensationelle Neuigkeit wieder einzuführen, lebt offenbar auf.