Apple: Schnellere Prozessoren für MacBook Pro

Apple hat heute eine leicht verbesserte MacBook-Pro-Produktreihe vorgestellt. Alle Modelle mit Retina-Display haben schnellere Prozessoren erhalten. Außerdem wurde bei zwei Konfigurationen die Arbeitsspeicherausstattung verdoppelt. Die Preise der Retina-Modelle blieben bis auf das Flaggschiff (100 Euro günstiger) unverändert. Das MacBook Pro ohne Retina-Bildschirm wurde um 100 Euro im Preis gesenkt.

Die Taktfrequenzen der Core-i5- und Core-i7-Prozessoren wurde um je 200 MHz angehoben. Zum Einsatz kommen CPUs der kürzlich von Intel aktualisierten Prozessorarchitektur "Haswell". Im Zuge der Taktratenanhebung erhöht sich auch der Maximaltakt, der per Turbo-Boost-Technik erzielt werden kann, um je 200 MHz. Turbo-Boost kann einzelne oder alle Kerne für einen kurzen Zeitraum übertakten, wenn Bedarf nach hoher Rechenleistung besteht.

MacBook Pro

MacBook Pro: Jetzt mit schnelleren Prozessoren erhältlich.
Foto: Apple



Die 13,3-Zoll- und 15,4-Zoll-Einsteigermodelle verfügen nun serienmäßig über einen doppelt so großen Arbeitsspeicher: acht statt vier GB bzw. 16 statt acht GB. Beim Gehäusedesign, den Akkulaufzeiten und den übrigen technischen Daten gab es keine Änderungen.

Die aktualisierte MacBook-Pro-Produktreihe im Überblick

13,3-Zoll-MacBook-Pro

• Core i5 mit zwei Kernen und 2,6 GHz (via Turbo-Boost bis zu 3,1 GHz), acht GB Arbeitsspeicher, 128-GB-SSD, Iris-Grafikchip. Preis: 1299 Euro bzw. 1399 Franken. Aufpreis für Zweikern-Core-i7 mit 3,0 GHz (via Turbo-Boost bis zu 3,5 GHz): 300 Euro bzw. 330 Franken.

• Core i5 mit zwei Kernen und 2,6 GHz (via Turbo-Boost bis zu 3,1 GHz), acht GB Arbeitsspeicher, 256-GB-SSD, Iris-Grafikchip. Preis: 1499 Euro bzw. 1599 Franken. Aufpreis für Zweikern-Core-i7 mit 3,0 GHz (via Turbo-Boost bis zu 3,5 GHz): 300 Euro bzw. 330 Franken.

• Core i5 mit zwei Kernen und 2,8 GHz (via Turbo-Boost bis zu 3,3 GHz), acht GB Arbeitsspeicher, 512-GB-SSD, Iris-Grafikchip. Preis: 1799 Euro bzw. 1949 Franken. Aufpreis für Zweikern-Core-i7 mit 3,0 GHz (via Turbo-Boost bis zu 3,5 GHz): 200 Euro bzw. 220 Franken.

15,4-Zoll-MacBook-Pro

• Core i7 mit vier Kernen und 2,2 GHz (via Turbo-Boost bis zu 3,4 GHz), 16 GB Arbeitsspeicher, 256-GB-SSD, Iris-Pro-Grafikchip. Preis: 1999 Euro bzw. 2149 Franken. Aufpreis für Vierkern-Core-i7 mit 2,8 GHz (via Turbo-Boost bis zu 4,0 GHz): 300 Euro bzw. 330 Franken.

• Core i7 mit vier Kernen und 2,5 GHz (via Turbo-Boost bis zu 3,7 GHz), 16 GB Arbeitsspeicher, 512-GB-SSD, Iris-Pro- und GeForce-GT-750M-Grafikchip. Preis: 2499 Euro bzw. 2699 Franken. Aufpreis für Vierkern-Core-i7 mit 2,8 GHz (via Turbo-Boost bis zu 4,0 GHz): 200 Euro bzw. 220 Franken.

Die 13,3-Zoll-Konfiguration mit 512-GB-SSD und beide 15,4-Zoll-Ausführungen sind wie zuvor auch mit größeren SSDs (bis zu einem TB) erhältlich.

Das 13,3-Zoll-MacBook-Pro ohne Retina-Display (Core i5 mit 2,5 GHz, vier GB Arbeitsspeicher, 500-GB-Festplatte, HD Graphics 4000) ist zum niedrigeren Preis (1099 statt 1199 Euro bzw. 1199 statt 1349 Franken) weiterhin verfügbar.

Kommentare

Produktpflege ist grundsätzlich nie verkehrt

Nur hätte ich mir das auch beim Mac mini gewünscht. Warum tut sich hier nix, Apple??

Zum MacBook Pro: Wie beim MacBook Air wäre hier eine generelle Preissenkung wünschenswert gewesen, vielleicht noch eine schnellere Grafikkarte beim Top-Modell. Ansonsten hat das MacBook Pro ja eigentlich alles an aktueller Technik.

Die Aufpreise sind immer noch dreist

200 € Zuschlag für 8 GByte zusätzlichen RAM und 300 € Zuschlag für eine 512er statt einer 256er SSD finde ich fast eine Frechheit. Leider geht selbst wechseln ja nicht mehr.

Options-Preise

Ja, die Preise für die optionalen Erweiterungen sind schon saftig. So ganz verstehe ich das auch nicht. Ich lease meine Rechner immer bei Apple. Doch gerade aufgrund der hohen Preise für die Optionen habe ich die kleinste Macbook Air Konfiguration gewählt, da sonst das Macbook Air in keiner Relation mehr zu den Macbook Pro Modellen gestanden hätte. Ich sehe nicht ein, für eine SSD doppelt so viel bezahlen zu müssen wie im normalen Fachhandel. Und auch die Speichererweiterungen kosten bei Apple fast doppelt so viel. Ich gehe mal davon aus, dass Apple aus diesem Grund die "nicht erweiterbar" Police fährt, weil die Leute irgendwann dazu übergegangen sind, die Rechner selbst mit günstigen Komponenten aus dem Fachhandel zu erweitern statt bei Apple zu kaufen. Ich habe mir deshalb jetzt einfach vorher überlegt, was ich in jedem Fall brauche und komme mit dem kleinsten Modell klar, dessen Preis auch ok ist. In zwei Jahren gibt es dann wieder einen neuen Rechner und bis dahin hat Apple Speicher und SSD-Größe eh verdoppelt und den Preis um 100€ gesenkt ;-)

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magal schrieb:
Ich gehe mal davon aus, dass Apple aus diesem Grund die "nicht erweiterbar" Police fährt, weil die Leute irgendwann dazu übergegangen sind, die Rechner selbst mit günstigen Komponenten aus dem Fachhandel zu erweitern statt bei Apple zu kaufen.

Ich glaube darum geht es nicht. Es ist ideal, wenn ein Käufer einen nicht erweiterteren Mac mit z.B. 4GB Ram kauft, um dann nach drei Jahren festzustellen, dass das nicht reicht. Also einen Neuen. Ich glaube darum geht es, sonst hätte es fünf Jahre gereicht oder sogar mehr.

Teure Erweiterungen bei Apple...

Meist werden die Preise der SSD ,Festspeicher und anderer Erweiterungen eines
neuen Macs mit den aktuellen Marktpreisen verglichen. Fast jeder Kunde
ist da ziemlich sauer, dass Apple mit Unverschämtheit ein Mehrfaches nimmt.
Sicher ist auch, dass die Einkaufspreise dieser Zusatzteile für Apple
noch weit unter "unseren" Marktpreisen liegen.
Ist das user-freundlich...?

Zu hohe Aufpreise?

Nunja, solange der Kunde es zahlt wird Apple nix ändern.
Und in unserem Wirtschaftssystem gilt immernoch das von K.Marx her sattsam bekannte Prinzip der Profitmaximierung.
Also so gesehen nix neues