Apple kauft Kameramodul-Hersteller LinX Imaging

15. Apr 2015 12:30 Uhr - sw

Apple hat das in Israel ansässige Unternehmen LinX Imaging übernommen. LinX Imaging hat sich auf neuartige, leistungsstarke Kameramodule für mobile Geräte spezialisiert. Experten gehen davon aus, dass Apple die von LinX Imaging entwickelte Kamera-Technologie mittelfristig in künftige iPhones und iPads einfließen lassen wird.


LinX Imaging

Ein Kamera-Modul mit drei Sensoren von LinX Imaging.
Foto: linximaging.com.



Apple hat die Übernahme von LinX Imaging gegenüber dem Wall Street Journal bestätigt, machte jedoch keine weiteren Angaben. Nach Informationen der Zeitung soll der Kaufpreis bei ungefähr 20 Millionen Dollar liegen. Die Kameramodule des Unternehmens bestehen aus mehreren Sensoren, deren Bilder zusammengefasst werden. Sie sollen dadurch sehr genaue räumliche Informationen erfassen können, HDR-Fotografie unterstützen und eine hohe Bildqualität bei schlechten Lichtverhältnissen liefern. Außerdem sind die Module flacher als die heute üblichen Smartphone-Kameras.

Apple könnte die Technologie auch für die Kameras von Mobilmacs und iMacs verwenden. LinX Imaging wurde im Jahr 2011 gegründet.

Kommentare

Eigentlich schade, wenn ein solch junges Unternehmen mit frischen Ideen und Innovationskraft, die eigentlich einer ganzen Branche (mobiles Foto / Video) zugute kommen könnte (sei es durch Kauf der Produkte oder durch Linzenzierung der Technologie) einfach geschluckt und die "State of the Art"-Technik damit monopolisiert und blockiert wird.

Geschluckt von einem etwas träge gewordenen Giganten mit besonders dickem Portemonnaie, der statt durch echte technologische Innovationskraft seit längerer Zeit eher durch nicht endende, etwas selbstverliebte Design-Spielereien auffällt (Mac Pro, neues MacBook 12'' utralight).

So nach dem Motto: "Function follows Form".

Das ist Kritik auf hohem Geräteniveau (sowohl die Verarbeitung als auch die Funktionalität betreffend), das ist mir klar, dennoch bleibe ich dabei: Seit einigen Jahren wurde nur noch auf bewährte Technik gesetzt, die im Grundkonzept unverändert geblieben ist, aber mit jeder Generation leicht verbessert daherkam (gar nicht so selten auch verschlimmbessert durch plötzliches Weglassen von Features).

Ein Apple Notebook mit abnehmbarem Tablet-Bildschirm? Fehlanzeige!

Ein Tablet 'Pro' mit OS X und USB / HDMI In & Out? Vergessen!

Ein iMac 'Pro', den man auch als externen HDMI-Bildschirm benutzen kann (ging bei einigen neueren Modellen, beim 5K-Modell aber offenbar nicht mehr) oder bei dem man unkompliziert die HD oder sogar GraKa wechseln könnte?
Nichts zu machen! Man darf den Usern nicht zu viel zumuten, sollte ihnen nicht zu viel erlauben - sonst werden sie noch übermütig!

Also alles in allem: Low-Risk- / Big-Money-Strategie! Gebt den Massen, was sie wollen (was sie wollen sollen) - egal wie mager es daherkommt - nur chick & sexy muss es sein - und "advertised" als "revolutionary".

Und wenn das allein nicht mehr weiterhilft, dann kaufen wir einfach mal wieder ein paar Firmen mit echten Ideen ein!