Test: Affinity Photo von Serif – ein Photoshop-Killer?

13. Jul 2015 00:30 Uhr - Redaktion

Affinity Photo von Serif schickt sich an, Photoshop das Fürchten zu lehren. Die Software lockt mit ihrem kleinen Preis (zur Einführung nur 39,99 Euro), vielen Funktionen und einem durchdachten Bedienkonzept. Wird die reinrassige Mac-Software damit zum Geheimtipp für Digitalfotografen? Was die Funktionen zur RAW-Entwicklung und Bildbearbeitung in der Praxis taugen, hat MacGadget in den letzten Wochen getestet.

Bildbearbeitungsprogramme gibt es fast wie Sand am Meer. Und doch wagt sich die englische Software-Schmiede Serif daran, mit Affinity Photo eine weitere Bildbearbeitungssoftware auf den Markt zu bringen. Obendrein noch eine, die mit einem Preis von ca. 50 Euro ausgesprochen günstig ist. Keine Frage: In Sachen Bildbearbeitung ist Photoshop die Referenz. Doch die aktuelle Photoshop-Version gibt’s nur noch im Abonnement – was nicht jedermanns Sache ist. Gar nicht davon zu reden, dass Photoshop in seinen mehr als 25 Jahren eine Menge Speck angesetzt hat. Da gibt es altertümliche Filterdialoge mit winzigen Vorschaufensterchen (oder gar keiner Vorschaumöglichkeit) sowie eine Vielzahl an Funktionen, die dem Fotografen herzlich egal sein können.

Screen: Affinity Photo - professionelle Funktionen

Affinity Photo bietet eine Reihe professioneller Funktionen.
Etwa den Filter „Lightning“, der Lichtquellen im Bild setzt.

 

Kein Wunder also, dass Foto-Enthusiasten immer wieder nach einer aktuellen, schlanken und dabei durchaus professionell ausgestatteten Bildbearbeitung verlangen. Genau das will Affinity Photo sein. Hersteller Serif vertreibt Affinity Photo als klassische Einzellizenz und verspricht: „Sie kaufen Affinity Photo, und die Software gehört Ihnen – für immer.“ Neue Features und Optionen soll es laut Serif „als kostenlose Updates“ geben, „und das mindestens für die nächsten zwei Jahre“. Das alles für schlanke 49,99 Euro, bis zum 23. Juli 2015 sogar zum Einführungspreis von 39,99 Euro. Photoshop kostet deutlich mehr, das Foto-Abo der Creative Cloud (Photoshop und Lightroom zusammen) steht derzeit mit 11,89 Euro im Monat in der Preisliste von Adobe.

Oberfläche und Bedienung

Auf den ersten Blick sieht Affinity Photo aus wie ein Klon von Photoshop: Anthrazit-graue Oberfläche, links die Werkzeugleiste, rechts diverse Paletten, etwa für Ebenen, Histogramm und Navigator. Aber das machen heute fast alle Bildbearbeitungsprogramme so, hier hat Photoshop offenbar einen Standard gesetzt. Wer Photoshop kennt, wird sich also auch bei Affinity Photo schnell zurechtfinden. Selbst gängige Tastenkombinationen hat Affinity Photo vom großen Vorbild übernommen, etwa [CMD]+[J] für ein Ebenenduplikat. Zudem ist Affinity Photo beim Ändern der Mal- oder Maskenpinsel ebenso flexibel wie Photoshop – das geht fix per Kurztasten oder auch mit der Maus.

Affinity Photo: Bedienoberfläche

Die Programmoberfläche von Affinity Photo hält sich weitgehend an den Standard,
den Adobe mit Photoshop gesetzt hat.

 

Insgesamt wirkt die Oberfläche von Affinity Photo sehr aufgeräumt. Das liegt auch daran, dass sie in vier „Persona“ genannte Arbeitsbereiche aufgeteilt ist. Für RAW-Entwicklung, Fotobearbeitung, Dateiexport und „Liquify“ (vergleichbar Photoshops Verflüssigen-Filter) gibt es jeweils ein eigenes „Persona“. Natürlich gibt es die Benutzeroberfläche in Deutsch, ebenso sind die knappen Hilfetexte eingedeutscht. Im Test hatte Affinity Photo übrigens keine Probleme, Photoshop-Dokumente zu öffnen; selbst dann nicht, wenn diese aus vielen Ebenen und Smartobjekten bestanden. Bereits die erste Beta-Version vom Februar lief absolut stabil, das ist auch bei der jetzt veröffentlichten Verkaufsversion so geblieben.

RAW-Entwicklung

Lädt man eine RAW-Datei in Affinity Photo, wird diese automatisch im Arbeitsbereich „RAW-Entwicklung“ geöffnet. Der zeigt links diverse Paletten, ähnlich wie in Lightroom; rechts gibt es ein paar Werkzeuge, etwa zum Zoomen, zum Zuschneiden oder für lokale Korrekturen. Der Funktionsumfang des RAW-Konverters ist sehr hoch, kann aber nicht ganz mit der Funktionsfülle von Adobe Camera Raw mithalten. Vor allem fehlt es Affinity Photo an Automatiken, etwa für den Weißabgleich, zur Belichtungskorrektur oder zur Korrektur von Abbildungsfehlern, wie sie Objektive hervorrufen. Vermisst haben wir auch die Möglichkeit, Eingabeprofile der jeweiligen Kamera angeben zu können, also Gammakurven für „Portrait“, „Neutral“ etc. Die Option ist zwar vorgesehen, aber die entsprechende Auswahlliste ist leer.

Affinity Photo: RAW Belichtungsautomatik

Die Belichtungsautomatik im RAW-Arbeitsbereich hat bisweilen eine recht eigenwillige
Vorstellung davon, wie die Tonwerte korrekt abzugleichen sind.

 

Hervorragend gelöst hat Serif dagegen das Handling lokaler Korrekturen im RAW-Modul von Affinity Photo. Mit „Overlay malen“ und „Overlay-Verlauf“ aufgetragene Korrekturen werden wie Ebenen in einer eigenständigen Palette abgelegt, wo sie sich blitzschnell ein- und ausblenden oder editieren lassen. Für lokale Korrekturen stehen fast alle Funktionen parat, die es für das gesamte Bild gibt.

Hat das „RAW-Persona“ von Affinity Photo mit seiner leichthändigen Bedienung und dem durchaus üppigen Funktionsumfang das Zeug, Photoshop (oder in diesem Fall auch Lightroom) ans Leder zu flicken? Stand heute jedenfalls nicht. Denn bei den Ergebnissen bleibt der Novize bisweilen deutlich hinter dem zurück, was die Software von Adobe leistet. Die Automatiken sind rar und produzieren zudem teilweise unbrauchbare Ergebnisse. Kaum brauchbar ist auch die Rauschunterdrückung, wenn sich bei High-ISO-Aufnahmen Farbrauschen wie ein Konfettiregen durchs Bild zieht. Selbst bei maximal aufgezogenen Reglern bleiben die Farbstörungen in Form pastellartiger Wolken bestehen. Gleichzeitig lösen sich sämtliche Konturen in einem diffusen Etwas auf – das wird kein Fotograf akzeptieren wollen.

Bildbearbeitung

Das eigentliche Herz von Affinity Photo ist sicherlich das Persona „Bildbearbeitung“. Auf dem Papier glänzt es mit einer Reihe professioneller Funktionen, die in der Preisklasse von Affinity Photo unüblich sind. Etwa die Möglichkeit zur durchgehenden Bearbeitung im CMYK-Modell. Das allerdings wird Fotografen eher am Rande interessieren. Interessanter ist da schon, dass Affinity Photo Dateien mit 16-Bit Wortbreite klaglos verarbeitet. Und natürlich die Frage danach, welche Funktionen es überhaupt für Fotografen gibt.

Auf den ersten Blick fehlt nichts: Es gibt die üblichen Befehle zur Helligkeits-, Kontrast- und Farbkorrektur; sie lassen sich, wie von Photoshop bekannt, als Einstellungsebenen übers Bild legen, arbeiten also nicht-destruktiv. Das gilt indes nicht für die entsprechenden Automatiken – sie greifen direkt in die Bildebene ein und ändern sie dauerhaft. Das ist auch insofern schade, als die Automatiken etwas forsch zu Werke gehen und nicht immer überzeugen.

Hervorragend ist auf der anderen Seite, dass sich viele (aber nicht alle) Filter in Affinity Photo als Live-Filter anwenden lassen. Sie funktionieren ganz ähnlich wie Einstellungsebenen, ändern eine Bildebene also nicht dauerhaft. Vergleichbar ist das Verfahren mit der Smartfilter-Technik von Photoshop, allerdings mit einem deutlichen Vorteil: Live-Filter funktionieren sofort, bei Photoshop muss man hingegen eine Bildebene zunächst in ein Smartobjekt umwandeln, bevor es Smartfilter gibt.

Die Auswahl an Filtern in Affinity Photo ist üppig, vermisst haben wir kaum etwas. Selbst Spezialitäten wie Bewegungsunschärfe oder Objektivkorrektur hat Affinity Photo an Bord. Besonders angetan hat es mir der Filterbefehl „Frequenztrennung“, der mit wenigen Handgriffen saubere Hautretuschen ermöglicht, ohne dabei den Teint wie von einer Plastikpuppe wirken zu lassen.

Affinity Photo: Filter für Frequenztrennung

Eines der Highlights von Affinity Photo ist sicherlich der Filter „Frequenztrennung“,
der etwa bei der Portraitretusche grobe Hautunreinheiten entfernt, die eigentliche Struktur
des Teints aber nicht antastet.

 

Keine Freude kommt dagegen bei dem Filter „Rauschen entfernen“ auf, er krankt an denselben Problemen wie die entsprechende Funktion im RAW-Modul von Affinity Photo. Hier hilft nur der Rückgriff auf externe Werkzeuge, glücklicherweise arbeitet Affinity Photo mit Photoshop-kompatiblen Plug-Ins zusammen. So lässt sich theoretisch eine brauchbare Rauschreduzierung leicht nachrüsten. In der Praxis verweigerte allerdings Nik Define die Zusammenarbeit mit Affinity Photo, während andere Filter der Nik Collection ihren Job klaglos erledigen.

Keinen Nachrüstbedarf gibt es hingegen bei den Retusche-Werkzeugen in Affinity Photo. Zum einen bietet das Programm einen klassischen Kopierstempel, zum anderen gleich mehrere „Reparieren“-Werkzeuge, die halb- oder vollautomatisch kleinere Störungen wie Sensorflecken oder Pickel aus einer Aufnahme verschwinden lassen.

Affinity Photo: Plug-Ins

Da Affinity mit (den meisten) Photoshop-kompatiblen Plug-Ins zusammenarbeitet
(hier Silver Efex Pro 2), lassen sich vermisste Funktionen oftmals nachrüsten.

 

Saubere Auswahlen erstellen geht mit Affinity Photo selbst für Ungeübte leicht von der Hand. Der Auswahlpinsel trennt relativ gut die Spreu vom Weizen, vielleicht nicht ganz so detailliert wie es die Schnellauswahl in Photoshop schafft. Aber es gibt ja noch den Befehl „Auswahl verfeinern“, der eine grobe Auswahl mit wenigen Klicks verbessert. Anders als bei Photoshop funktioniert das jedoch nur für Auswahlen, nicht aber bei Ebenenmasken.

Weitere Funktionen

Für den Dateiexport hält Affinity Photo gleich zwei grundsätzlich verschiedene Hauptfunktionen parat. Zunächst einmal gibt es den klassischen Export-Befehl, ergänzt wird er vom Export-Persona. Letzteres ist vor allem für Webdesigner interessant, die Ihre Werke zum Beispiel slicen möchten. Digitalfotografen werden sich an den klassischen Export-Befehl halten; er glänzt übrigens mit einer Vielzahl an Exportformaten, sogar das PDF-Format findet sich darunter.

Affinity Photo: Export-Befehl

Mithilfe der Exportfunktion von Affinity Photo lassen sich die Bilddateien in einer
Vielzahl an Formaten und in beliebiger Bildgröße sichern.

 

Eher an kreative Bildbearbeiter richtet sich das Liquify-Persona, das ähnliche Funktionen bereitstellt wie der Verflüssigen-Filter in Photoshop. Text lässt sich mit Affinity Photo ebenfalls auf ein Bild aufbringen, zudem kennt das Programm fast so viele Ebeneneffekte wie Photoshop. Auch gibt es einen Zeichenstift sowie ein Werkzeug zum Einfügen vorgegebener Vektorformen.

Fazit: Affinity Photo – doch kein Photoshop-Killer?

Affinity Photo ist ein verblüffend vielseitiges und in weiten Teilen gelungenes Bildbearbeitungsprogramm für den Mac. Dem großen Vorbild Photoshop rückt der Neuling bisweilen eng auf den Pelz, vom Thron stoßen kann er den altehrwürdigen Platzhirsch aber nicht. Obwohl der Funktionsumfang von Affinity Photo bereits beachtlich ist, fehlen dem Programm einige Möglichkeiten, die Photoshop oder teilweise bereits schon Lightroom zu bieten haben. Vermisst haben wir vor allem Funktionen für HDR-Aufnahmen sowie einen Funktion, die Einzelaufnahmen zu einem Panoramabild zusammenfügt.

Ansehen sollten sich die Entwickler von Affinity Photo unbedingt noch einmal die Korrekturautomatiken (sie produzieren teilweise unbrauchbare Ergebnisse, die zudem nicht editierbar sind) sowie den Filter zur Rauschreduzierung, der bei High-ISO-Aufnahmen schlichtweg unbrauchbar ist. Abgesehen von diesen kleineren Kritikpunkten hat mich Affinity Photo überzeugt. Wer mehr Bildbearbeitungsmöglichkeiten braucht, als sie die üblichen RAW-Konverter bieten, dafür aber nicht gleich sein Sparschwein schlachten möchte, bekommt mit Affinity Photo für rund 50 Euro eine durchaus empfehlenswerte Software. Das gilt gerade auch für anspruchsvolle Bildbearbeiter, denen Affinity Photo einen durchgehenden 16-Bit-Workflow sowie Bildbearbeitung im CMYK-Farbmodell bietet.

(Martin Vieten) ––– Martin Vieten ist Chefredakteur von photoscala und beschäftigt sich seit mehr als zwei Jahrzehnten mit Bildbearbeitungsprogrammen.

Kommentare

eine so ausführliche und gründliche Softwarerezension hatte ich bei MG bisher noch nicht gelesen. Bravo!

Danke für den tollen Artikel.
Bei uns ist schon lange in Diskussion welche Alternative zu Photoshop in Frage kommt. Wir nutzen Photoshop u.A. für das Entwickeln von UI Elementen, hier zeigt Photoshop seine großen Schwächen und foltert mit Bugs die pixelgenaues Arbeiten fast unmöglich machen. Insgesamt ist ein großes Manko die Menge an Photoshop Bugs die seit über einem Jahrzehnt mitgeschleift werden und trotz unendlich vieler Bugreports nie behoben wurden. In zig Foren unterhalten sich Mitleidende über dieses Thema.
Auf unserer Reise auf der Suche nach Alternativen scheint Affinity Photo zusammen mit Affinity Designer die Endstation zu sein. Nicht weil sie alles richtig machen, sondern weil das vorhandene Potential gefüllt wird mit den Wünschen der Kunden.
Das Forum ist sehr aktiv, Seriv macht im Gegensatz zuf velen anderen Firmen klare Aussagen über die Zukunft, bei Ideen die gefallen. Das Wichtigste ist, die Software scheint so sauber entwickelt zu sein, dass sie auch mit sämtlicher Weiterentwicklung und Ergänzung noch schnell und stabil bleibt. (Genau hier haben interessante Produkte wie Opacity eine Sackgasse erreicht.

Kurz, für uns ist Affinity Designer die perfekte Lösung für Pixel arbeiten, gerade auch wenn es nicht um Fotobearbeitung geht. Ich wünsche Serif das ihr Plan finanziell aufgeht und sehe deren Produkte sogar als Umstiegsgrung vom PC zum Mac.

Christoph - TheKeptPromise

Affinity Photo und Designer sind im Moment 20% billiger zu haben. Wer dann zum Kauf noch die um 20% billigeren iTunes Guthabenkarten von Rewe verwendet bekommt es insgesamt um 36% billiger.

Hab mir das Programm gekauft und würde mich gerne richtig damit einarbeiten. Leider habe ich bisher kein deutschsprachiges Buch / Handbuch finden können. Wie soll man da als Neuling zurecht kommen ?

Bitte um Tipps und Empfehlungen. Danke euch allen!

[quote=Ninna]Hab mir das Programm gekauft und würde mich gerne richtig damit einarbeiten. Leider habe ich bisher kein deutschsprachiges Buch / Handbuch finden können. Wie soll man da als Neuling zurecht kommen ?

Bitte um Tipps und Empfehlungen. Danke euch allen![/quote]

Lernen beim zuschauen, Handbücher gab es früher mal.

https://affinity.serif.com/de/tutorials/photo/

Genau so etwas suche ich nicht! Ist es so schwer für jemand der eine Software verkauft und damit verdient auch ein Handbuch in Landessprache zu liefern ? Zum stundenlangen Experimentieren fehlt mir die Zeit und die Lust.

[quote=Ninna]Ist es so schwer für jemand der eine Software verkauft und damit verdient auch ein Handbuch in Landessprache zu liefern ?[/quote]

Ne, eigentlich nicht. Voraussetzung dafür ist natürlich, dass auch diese Arbeit von den Kunden bezahlt wird. Wieviel Euro Aufpreis auf diese unglaublich günstige Softare wäre es dir also Wert, wenn der Hersteller auch Handbücher auf D, NL, F, IT, BE, ES etc. produzieren würde? 10 Euro? 20 Euro?

[quote=Oliver]Wieviel Euro Aufpreis auf diese unglaublich günstige Softare wäre es dir also Wert, wenn der Hersteller auch Handbücher auf D, NL, F, IT, BE, ES etc. produzieren würde? 10 Euro? 20 Euro?[/quote]
Sicher, auch 30 Euro. Die Möglichkeit, schnell etwas nachlesen zu können, spart viel Zeit. Ein englisches Handbuch (gibt es das?) hilft zwar auch, an den Fachbgriffen kann das dann aber scheitern oder zumindest die Sache verzögern. Ein Handbuch kann ja gerne als PDF vorliegen, oder in eine gute Hilfefunktion per Menü integriert sein.

Wenn ich die Rezension richtig verstanden habe, sind eigentlich alle Standard-Funktionen in dem Programm enthalten, selbst die Vierfarb-Separation scheint gut zu funktionieren. Lassen sich Farbprofile für den Druck in den Bildern abspeichern? Wenn ja, werde ich das auf alle Fälle mal probieren.

Werden eigentlich die Systemvoraussetzungen irgendwo erwähnt?

Ich nutze Pixelmator, eine andere Photoshopalternative. Da stand ich vor demselben Problem. Auch hier gab es nur noch einige wenige Hersteller-Videos, die angeblich alles erklären sollten, dies aber nicht taten und eigentlich unter "Werbung" zu verbuchen waren. Ich wäre ja auch mit einem englischsprachigen Handbuch zufrieden gewesen, aber auch das gab es nicht.

Ich mußte mich also auf die harte Tour einarbeiten, was sehr mühselig war. Das Programm kostete 30 €. Ich hätte auch 50 € bezahlt, das ist es allemal wert. Aber dann mit Handbuch. Was nützen tolle Funktionen, wenn man sie nicht kennt und/oder nicht findet.

[quote=Oliver][quote=Ninna]Ist es so schwer für jemand der eine Software verkauft und damit verdient auch ein Handbuch in Landessprache zu liefern ?[/quote]

Ne, eigentlich nicht. Voraussetzung dafür ist natürlich, dass auch diese Arbeit von den Kunden bezahlt wird. Wieviel Euro Aufpreis auf diese unglaublich günstige Softare wäre es dir also Wert, wenn der Hersteller auch Handbücher auf D, NL, F, IT, BE, ES etc. produzieren würde? 10 Euro? 20 Euro?[/quote]

Da hast du völlig Recht, eine Handbuch kostet und das muss auch bezahlt werden! Die Kosten relativieren sich je mehr Kunden das Programm kaufen. Es wäre schön wenn es das zusätzliche Option geben würde das man ein Handbuch bestellen könnte.

Ich kann mir Software ohne Dokumentation allerdings auch nicht vorstellen. Brauchen nicht unbedingt Handbücher sein, die ohnehin nie auf Stand sind, aber Online Handbücher oder Schulungen sollten es dann doch sein.

Vielen Dank für diesen qualifizierten, ausführlichen Test. Schon die Beta-Vesionen fand ich vielversprechend. Das Argument mit dem fehlenden Handbuch sehe ich auch so, allerdings sollte dazu gesagt werden, das Adobe auch schon seit vielen Jahren keine vernünftigen Dokumentationen beilegt. Bleibt die Hoffnung, das, genau wie für Photoshop, unabhängige Autoren sich bemühen.
Was mir etwas missfällt, das es zur Zeit ein Mac-Only Produkt ist, d.h. mit den Grafikern, die sich weigern am Mac zu arbeiten (in meinem Bekanntenkreis sind das inzwischen 70%) kommt keine Zusammenarbeit zustande (was ich zum erlernen von neuer Software wesentlich mehr schätze, als ein Handbuch). Schade auch, dass sich Serif bisher beharrlich weigert, Mac-Software woanders als im App-Store anzubieten, während selbige Firma mir jede Woche Windowssoftware im Eigenvertrieb anbeitet - aber irgendwas ist ja immer :-)

Gruß Uli

Gruß Uli

Lange haben wir auf einen echten Photoshop Konkurrenten gewartet. Pixelmator ist leider viel zu "low end".

Der Umstand, dass die Entwickler von Affinity Photo sehr aktiv mit den Usern kommunzieren und auf Feedback eingehen, ist neben dem für eine Version 1.0 schon jetzt beeindruckenden Funktionsumfang für mich mit ein Kaufgrund für Affinity Photo! Ich bin mir ziemlich sicher, dass die bestehenden Probleme und Unzulänglichkeiten mit den kommenden Updates beseitigt werden.

Für 40 Euro? Ein Schnäppchen!

na ja, über Hilfe stünde das deutsche Handbuch zur Verfügung, nur seltsamerweise lassen sich nur einzelne Seiten ausdrucken.

Vielen Dank für die gelungene Beschreibung.
Schwächen in Rauschunterdrückug oder das Fehlen von HDR Funktionen tut nicht so weh. Dafür gibt es viele gute spezialisierte tools..
Ich benutze dazu auch in PS/LR die Nick Collection. Unterstützt Affinity eigentlich externe Filter?

Am wichtigsten sind mit bei Lightroom und Photoshop die guten Funktionen, um bei Weitwinkel Aufnahmen Verzeichnungen und Verzerrungen entgegen wirken zu können. Hat jemand dazu schon Erfahrungen mit Affinity Photo gesammelt?
Gibt es vergleichbares dass auch funktioniert?

Ich habe mir das Programm vor ein paar Tagen aufgrund dieses Testberichts gekauft und bin bisher sehr begeistert von Affinity Photo. Der Funktionsumfang ist für eine Version 1.0 bereits recht beeindruckend. Dazu hohe Performance, breite RAW Unterstützung, ein äußerst attraktiver Preis und ein Entwickler, der aktiv mit den Usern kommuniziert, Betaversionen bereitstellt und auf Feedback eingeht. Darauf habe ich lange gewartet. Mit Photoshop ist bei mir bald Schluss. CS6 bleibt noch ein wenig auf der Platte, aber Affinty Photo ist klar die Zukunft. Übrigens kommt bald ein erstes Update mit verbesserter Stabilität und Bug-Fixes.

Daumen hoch für diese wunderbare Software!