Apple-Chef Cook: Der Mac hat eine große Zukunft

Apple hat in der Vergangenheit bereits mehrfach erklärt, dass eine Verschmelzung von OS X und iOS nicht geplant ist. Nun bekräftigte Konzernchef Tim Cook diese Haltung. Hintergrund sind anlässlich der Markteinführung des iPad Pro aufgeflammte Diskussionen, wonach Apple eines Tages ein Hybridgerät aus MacBook- und iPad-Technik anbieten könnte. Diesen Spekulationen hat Cook nun eine klare Absage erteilt.

Man wolle den besten Computer der Welt (Mac) und das beste Tablet der Welt (iPad) anbieten. Diese Ziele seien durch eine Verschmelzung beider Gerätetypen nicht zu erreichen, da man zu viele schlechte Kompromisse eingehen müsse, erläutert Cook gegenüber der Zeitung Independent. Sowohl Macs als auch iPads hätten als eigenständige Produktkategorien eine große Zukunft vor sich. Da man erkannt habe, dass die Leute sowohl Macs als auch iOS-Hardware nutzen, versuche man das Zusammenspiel zwischen beiden Plattformen kontinuierlich zu verbessern, wie man dies beispielsweise mit der Handoff-Funktion getan habe, so der Apple-CEO.

MacBook Pro

Macs haben laut Apple-Chef Tim Cook eine große Zukunft.
Im Bild die aktuelle MacBook-Pro-Generation mit Force-Touch-Trackpad.

Foto: Apple



Apple hat sich bereits im Jahr 2012 und im Jahr 2014 gegen eine Verschmelzung von OS X und iOS ausgesprochen. Zum 30-jährigen Jubiläum des Macs haben sich Marketingchef Phil Schiller und Craig Federighi, Chef der Software-Entwicklung, zu dem Thema geäußert. Hersteller, die Computer mit Touchscreens oder Tablets mit Tastatur anbieten, seien auf dem falschen Weg, erklärten die beiden damals. Es sei einfach, einen Touchscreen in eine Hardware zu bauen, aber führe dies auch zu einer guten Nutzererfahrung, fragt Federighi und lieferte sogleich ein "Wir glauben nicht" nach. Tastatur und Maus seien ideal für Computer, Touchscreens perfekt für Smartphones und Tablets. Jede Gerätekategorie habe ihre Daseinsberechtigung.

Schiller ergänzte, an eine Verschmelzung von OS X und iOS verschwende man keinerlei Gedanken, es sei schlichtweg "Zeitverschwendung". Laut Schiller habe der Mac nach wie vor eine sehr große Bedeutung und daran werde sich nach Einschätzung von Apple auch in Zukunft nichts ändern. "Wir glauben, dass es den Mac ewig geben wird", so Schiller.

Kommentare

Sehr schön - das ist eine klare Aussage!

Apple ist auf dem richtigen Weg. Man muss nicht krampfhaft die Fehler der Konkurrenz wiederholen. Macs sind für mich und viele Kollegen und Freunde im Arbeitsumfeld unverzichtbar. Und ich sehe nicht, wie sich das ändern sollte. Macs just rock! Auch wenn es zuletzt hin und wieder Probleme mit OS X Updates gab, unterm Strich ist OS X immer noch um Welten besser als Windows.

An Apple: jetzt bitte noch den Mac Pro und den Mac mini aktualisieren und bitte wieder einen echten Server (mit redundanten Netzteilen, ECC-Arbeitsspeicher, Quadcore-Prozessor, am besten im Rack-Format) anbieten und alles ist gut! :-)

Ist doch alles da..

Es gibt einen Hammer-iMac mit Skylake und Retina. Tolles Teil
Es gibt ein iPadPro...für unterwegs.
Es wird bald einen neuen MacPro mit Skylake geben.
Wozu brauchst du ein Rack-Modell

Nur fast

Es fehlt ein leistungsstarker MacMini (der wurde bekanntlich wegrationalisiert) und ein iMac ohne Monitor, also eine Art MiniPro, für die Leute, die einen externen Monitor benötigen und für die der Mini zu schwach und der Pro überdimensioniert (und zu teuer …) ist. Interne Eweiterbarkeit und externe Monitore finde ich für ein beruflich genutztes System nach wie vor wichtig.

Da stimme ich Dir zu

ollo schrieb:
Es fehlt ein leistungsstarker MacMini (der wurde bekanntlich wegrationalisiert) und ein iMac ohne Monitor, also eine Art MiniPro, für die Leute, die einen externen Monitor benötigen und für die der Mini zu schwach und der Pro überdimensioniert (und zu teuer …) ist. Interne Eweiterbarkeit und externe Monitore finde ich für ein beruflich genutztes System nach wie vor wichtig.

Volle Zustimmung!

Ein Quadcore Mac mini muss unbedingt wieder her! Gerne auch als Variante mit Einbaumöglichkeit für eine PCIe Karte (vor allem für Grafikkarten) und ein 2,5" Laufwerk (Festplatte oder SSD). Das wird sich doch sicherlich so machen lassen, dass es designmäßig gut aussieht! So ein Gerät würde reißenden Absatz finden. Quasi ein "Mac mini Pro".

@Grolox: iMacs und Mac Pro können zwar als Server fungieren, sind aber keine echten Server, bei denen es auf Hochverfügbarkeit ankommt. Zwei Netzteile, zwei Lüfter, RAM mit Fehlerkorrektur, austauschbare Laufwerke - DAS können echte Server. Der Xserve war einfach klasse.

Ja, sicher ...

... ein "Power-Mini (oder ein Pro-light), jedenfalls ein bildschirmloses Gerät etwa in der Mitte der Leistungsdaten von Mini und Pro, das wäre toll.

Die eigentliche (und sehr gute) Nachricht ist jedoch: Mac bleibt Mac und i-Dingens bleibt i-Dingens, Und das freut mich für beide Geräteklassen. Sogar sehr!

Ein OSX, das auf ein Tablett gebrettert würde wäre ebenso grauenhaft wie ein iOS auf dem Desktop, und beides würde die Stärken der jeweiligen Plattform verspielen. Und da das jetzt klargestellt ist, bleiben uns nicht nur unerfreuliche Veränderungen, sondern hoffentlich auch die Troll-Kommentare (Ein iPad mit ...) erspart.

Die weitere Verzahnung der Plattformen ist hingegen eine aussichtsreiche Entwicklung, da hätte ich schon noch den einen oder anderen Wunsch - aber das ist ja in Aussicht gestellt.

Also: Fein, der Plan! Lasst Daten folgen!

Mutlos oder clever?

Nach so viel Lob jetzt der obligate, kritische Kommentar:

Also (siehe Artikel) kein "Hybridgerät aus MacBook- und iPad-Technik".

Klar sind die Macs nach wie super - ich habe ja auch einige (ältere) und schreibe dies auf meinem iMac.

Trotzdem klingt das Ganze etwas mut- und ideenlos.

Ich mag die "Convertibles" oder wie sie sonst noch heissen ("Transformables" ?) mit Windows darauf.
Nicht weil ich Windows 8 oder 10 besonders mag (ich bevorzuge Mac OS), aber die Idee, sowohl ein Notebook mit Standard-OS zu haben als auch bei Bedarf dessen Bildschirm abzunehmen, um ein Tablet mit Standard-OS zu erhalten (das dann natürlich einen Touch Screen Modus benötigt), gefällt mir.

Was mir im Augenblick nicht gefällt:

Das MacBook mit nur 1 Anschluss (USB-C) - sinnloses Konzept, da immer auf Adapter angewiesen.

Der Mac Pro als "Tonne". Da fand ich das alte, zugängliche und erweiterbare Gehäuse einfach sinnvoller.

Das iPad Pro (ich hatte es kürzlich in der Hand) begeistert mich auch nicht - zu wenige Anschlüsse für "Pro", und irgendwie wirkt es (am einen Ende mit schwarzem Plastik statt durchgehend Aluminium) nicht ganz so wertig, schick und solide wir die kleineren iPads.

Ich finde es richtig, iOS und Mac OS nicht zu verschmelzen - trotzdem wäre ein künftiges Touchscreen-umschaltbares Mac OS für ein zukünftiges iPad Pro (am besten mit USB-In und HDM-In oder Thunderbolt) ein Gewinn.

Genug Kritik! - mit meinem alten 24''-iMac (2008) bin ich nach wie vor sehr zufrieden.

Mac mini late 2012...

... sind immer noch ganz gut als refubished Geräte zu einem guten Preis zu bekommen. Ich tippe gerade auf einem (allerdings 3 Jahre altem). Klar, hier und da etwas veraltet, aber von der CPU Leistung her absolut ausreichend. Mir fehlt da nix.

27 Zoll iMac: Traumkiste, wäre meine Wahl, wenn ich heute einen stationären Mac kaufen müsste.

iPad Pro: findet sicher seine Käufer, vielleicht auch mich :-)

Nichtverschmelzung des OS: Apple wäre ja blöd, wenn sie dahingehende Pläne hätten und es in die Welt rausposaunen würden. Da ist mit Sicherheit nicht das letzte Wort gesprochen, speziell wenn die CPU's im Mac mal ARM's sind. Da ist auch schon ein Weg: "ja, dadurch, dass die A CPU's nun soooo schnell sind und eh schon auf Mac und iOS laufen, konnte wir ... blabla... incredible .... bla ... user experience.."

Und wenn nicht - bin ich auch nicht traurig.Danke an Microsoft, dass ihr immer noch so Kacke seid :-)

Verschmelzung von OS X und iOS

Ich bin froh darüber, dass es dazu eine klare Absage gibt. Es gibt also Hoffnung, dass man Macs als Prouser auch in ein paar Jahren noch benutzen kann. iOS ist einfach Spielkonsole, und davon hat das Mac OS jetzt schon viel zuviel übernommen.

Ich wäre ja nach wie vor für ein einfaches bis spartanisches Betriebssystem, bei dem man sich Dinge wie iClould, iTunes, Spottleid und Mitleidszentrale dazu laden kann, wenn man es unbedingt möchte. Und statt dessen z.B. ohne gehacke an seine Library kommt und seine Schriften und Dienstprogramme ordnen darf ...

Gruß Uli

???

brainray schrieb:
Nichtverschmelzung des OS: Apple wäre ja blöd, wenn sie dahingehende Pläne hätten und es in die Welt rausposaunen würden. Da ist mit Sicherheit nicht das letzte Wort gesprochen, speziell wenn die CPU's im Mac mal ARM's sind. Da ist auch schon ein Weg: "ja, dadurch, dass die A CPU's nun soooo schnell sind und eh schon auf Mac und iOS laufen, konnte wir ... blabla... incredible .... bla ... user experience.."

brainray, du hast leider nicht richtig aufgepasst. Wie oft soll Apple es denn seit 2012 noch für dich wiederholen? Apple hat sich bewusst für einen anderen Weg als Microsoft entschieden. Es wird keine Verschmelzung geben! Nicht weil sie nicht technisch machbar wäre. Sondern weil sie unsinnig ist. Weil zu viele miese Kompromisse eingegangen werden müssten. Es kam zuletzt nicht häufig vor dass ich Apple gelobt habe, aber Apples Weg ist der richtige.

Es wird auch keine Smartphone-Chips in Macs geben. Das sind Hirngespinnste einige Anal-ysten. ARM in Macs macht nullkommanull Sinn, es hätte einen langen Rattenschwanz an negativen Folgen. Immer die selben langweiligen Aussagen dieser Anal-ysten. Außerdem kann ARM nach wie vor nicht mit x86 Core i5/Core i7 oder gar Xeon E3/E5/E7 mithalten. Das ganze Thema ist kompletter Unsinn.

Mini Quad

Ich arbeite an einem Mini mit C2D und einem iMac Quad i5. Ich muss zugeben, dass ich lange mit dem Kauf eines QuadCore Minis liebäugelte und es bedauerte, dass er eingestellt wurde.

Dann habe ich einen QuadCore Mini (Server 2011) für einen Freund eingerichtet und war geschockt, zu welchem Lärm das Gerät fähig war. Mein C2D ist immer unhörbar, geht mit der Temperatur allerdings über 90°, so dass ich freiwillig die Lüfterdrehzahl erhöhe. Der Quad fauchte richtig los bei Last, den wollte ich nicht auf dem Schreibtisch haben. Gilt übrigens auch für alle Klapprechner Apples. Der iMac arbeitet mit 30-50° bei gleicher Last wie der Quad Mini

Mein Fazit: ich verstehe inzwischen, dass der Mini nur noch zwei Kerne hat, die thermischen Probleme sind schlicht geringer. Klar, neuerer Prozessoren haben weniger Abwärme, ein Problem bleiben die kleinen Gehäuse trotzdem. Ein Benchmark über 7500 (die mittleren Modelle) ist ein guter Wert für einen Zweikerner, höher als ein gleich getakteten QuadCore in iMacs von 2010 und mit denen kann man noch gut arbeiten.

Eine große Zukunft ...

... klingt aber nach "da kommt bald was richtig großes für euch". Dieses Versprechen hat Apple zumindest in den letzten 5 Jahren nicht eingehalten.

Bei den Macs erleben wir gelegentliche Modellpflege ohne richtige Highlights, das Weglassen von Schnittstellen, Laufwerken, Erweiterungsmöglichkeiten und das Mac OS wird immer verspielter und die Updates immer unzuverlässiger.

Beispiel Mac mini: Außer einem Stromsparmodus für die Prozessoren und einer Preiserhöhung hat sich gegenüber den inzwischen 3 Jahren alten late 2012 Modellen im Prinzip nichts getan.

Versteht mich nicht falsch: Ich bin äußerst zufriedener Macuser, aber schon lange kein begeisterter mehr und eine "große Zukunft" sieht nach meinen Vorstellungen völlig anders aus.

Lärm, was für Lärm?

gaffer schrieb:
Ich arbeite an einem Mini mit C2D und einem iMac Quad i5. Ich muss zugeben, dass ich lange mit dem Kauf eines QuadCore Minis liebäugelte und es bedauerte, dass er eingestellt wurde.

Dann habe ich einen QuadCore Mini (Server 2011) für einen Freund eingerichtet und war geschockt, zu welchem Lärm das Gerät fähig war. Mein C2D ist immer unhörbar, geht mit der Temperatur allerdings über 90°, so dass ich freiwillig die Lüfterdrehzahl erhöhe. Der Quad fauchte richtig los bei Last, den wollte ich nicht auf dem Schreibtisch haben. Gilt übrigens auch für alle Klapprechner Apples. Der iMac arbeitet mit 30-50° bei gleicher Last wie der Quad Mini

Mein Fazit: ich verstehe inzwischen, dass der Mini nur noch zwei Kerne hat, die thermischen Probleme sind schlicht geringer. Klar, neuerer Prozessoren haben weniger Abwärme, ein Problem bleiben die kleinen Gehäuse trotzdem. Ein Benchmark über 7500 (die mittleren Modelle) ist ein guter Wert für einen Zweikerner, höher als ein gleich getakteten QuadCore in iMacs von 2010 und mit denen kann man noch gut arbeiten.


Moin,
ich habe zwei mini quad-core i7 (late 2012) und höre vom Lüfter nur was, wenn ich die Möhre unter Volllast (alle 4 Kerne auf >90%) betreibe, z.B. große Videos in Handbrake umformatiere. Auch dann kein Fauchen, nur sanftes Lüftergeräusch. Vielleicht bin ich auch einfach schlimmeres gewöhnt (G4-MDD :o)
Gruss
Hågar

MDD

war einfach total daneben, so was übles habe ich bei Apple seit den Endachzigern nicht gehört.

Ja das Problem ist die Arbeit unter Last. Lüfter auf 5500/min. Dieses Geräusch hatte ich nicht erwartet. Ausserdem geht er deutlich schneller ins Rote verglichen mit dem iMac

Ja,

ich habe auch das Problem mit dem 2011´er Mac Mini Server (Quad und 2x 7200´er Platten) - die Geräuschentwicklung ist für mein Empfinden enorm und ich kann die ganzen Lobhudeleien auf die alten Minis auch nicht verstehen (war einer meiner größten Fehlkäufe).

Ich hatte den damals eigentlich als Ersatz für einen 2006´er Mac Pro für´s Studio angeschafft, aber der Krach war für diesen Einsatzzweck einfach inakzeptabel (schon bei kleinsten Dingen drehte der Lüfter auf). Dagegen war ja der Mac Pro sogar noch leise.

Habe den dann in ein Sonnet Rack in ein Rack im Keller verbannt - dort fristet er nun tatsächlich als Medien- und Vienna Ensemble Pro Server sein Dasein und das macht er gut. Für auf den Schreibtisch ist das aber meiner Meinnung nach nichts - da sind die iMacs deutlich leiser.

Teil-Korrektur zu meiner Kritik am iPad Pro

Ich schrieb oben zum neuen iPad Pro:

"... und irgendwie wirkt es (am einen Ende mit schwarzem Plastik statt durchgehend Aluminium) nicht ganz so wertig, schick und solide wir die kleineren iPads."

Mittlerweile bin ich schlauer:
Unter dem schwarzen Plastik am einen Ende verbirgt sich "Wi?Fi + Cellular", (Zitat Apple ->) "für 4G LTE Bänder, wenn einmal kein WLAN in der Nähe ist".

Also Enwarnung: Schwarzer Plastik an einer Ecke der Rückseite betrifft nur dieses eine Modell mit Antenne, die anderen haben durchgehend Aluminium wie die kleineren Modelle.

Bei meiner Kritik an den fehlenden Anschlüssen beim Pro-Modell möchte ich hingegen bleiben. Aber mit iOS geht es wohl nicht anders (oder doch?).