Umfrage: Tut Apple Ihrer Ansicht nach noch genug für professionelle Mac-User?

Der Mac Pro auf dem Stand von 2013, Aperture eingestellt, ein Mangel an Innovationen beim MacBook Pro und seit Jahren keine Server-Hardware mehr im Programm – Apple gibt Anwendern, die Macs geschäftlich nutzen, momentan viel Raum für Kritik. Ein zuletzt immer häufiger geäußerter Vorwurf lautet, dass sich Apple nicht mehr mit voller Aufmerksamkeit der Mac-Sparte widmen würde – und dies, obwohl sich der Absatz auf Rekordniveau befindet.

Fakt ist: der Mac-Marktanteil steigt seit Jahren und inzwischen ist der Mac nach dem iPhone wieder der zweitwichtigste Umsatzträger für Apple, da die Talfahrt des iPads (der Absatz sinkt seit zwei Jahren) anhält. Erst im November 2015 hat Firmenchef Tim Cook ein klares Bekenntnis zum Mac abgegeben. Allerdings bleibt auch festzuhalten, dass sich Apple in den letzten Jahren bei der Hardware nicht gerade mit Ruhm bekleckert hat. Das Flaggschiff Mac Pro ist mit drei Jahre alter Technik ausgestattet – in der IT-Branche ist das gefühlt eine halbe Ewigkeit und wenig schmeichelhaft für einen Konzern, der durch Innovationen glänzen will.

In puncto Innovation bleibt auch das MacBook Pro hinter den Erwartungen zurück. Seit der im Jahr 2012 erfolgten Einführung von Retina-Displays gab es bis auf das Force-Touch-Trackpad (2015) keine wesentlichen Neuerungen – die Produktpflege umfasste lediglich schnellere Prozessoren und SSDs und aktuelle Schnittstellen. Den Xserve hat Apple im Jahr 2011 eingestellt und seitdem keine Server-Hardware mehr im Angebot. Aufgrund der Tatsache, dass Apple eng mit IBM zusammenarbeitet, um Macs im Firmenumfeld zu etablieren, wurde der Ruf nach einem echten Mac-Server zuletzt wieder lauter und nicht wenige Nutzer fragen sich vor diesem Hintergrund, ob die Einstellung des Xserve nicht ein Fehler war.

MacBook Pro

MacBook Pro: Anwender kritisieren Mangel an Innovationen.
Foto: Apple



Auch die Beendigung der Aperture-Weiterentwicklung, der Wegfall des Vierkernprozessors beim Mac mini und das veraltete Thunderbolt-Display werden von Anwendern regelmäßig kritisiert. Auf der anderen Seite gibt es jedoch auch positive Entwicklungen. Die lange überfällige Unterstützung von zehn Bit Farbtiefe pro Farbkanal wurde mit OS X El Capitan endlich realisiert. Dies ist für den High-End-Bereich der Foto- und Videobearbeitung von großer Bedeutung. Passend dazu hat Apple dem iMac verbesserte Bildschirme spendiert, die eine breitere Farbraumabdeckung bieten. Gleichzeitig hat die professionelle Musikproduktionssoftware Logic Pro X in den letzten zwölf Monaten mehrere sinnvolle Neuerungen erhalten und auch die TRIM-Unterstützung für SSD-Laufwerke von Drittherstellern wird positiv bewertet.

Doch wie fällt unter dem Strich die Beurteilung der Anwender aus? Dazu unsere neue Umfrage: Tut Apple Ihrer Ansicht nach noch genug für professionelle Mac-User?

Kommentare

Es läuft einiges falsch im Hause Apple

Natürlich kann man bei Desktops und Laptops nicht ständig Innovationen erwarten - das Rad lässt sich da nunmal nicht neu erfinden. Aber es ist IMHO wirklich erschreckend, welches Bild Apple derzeit bei der Hardware abgibt. Warum nicht endlich aktuelle Technik in den Mac Pro eingebaut wird, versteht niemand. Dafür braucht es keine große Ingenieurskunst. Peinlich für einen Weltkonzern.

Beim MBP könnte sich Apple ebenfalls mehr Mühe geben. Wann gibt es bessere Displays? Wann kommt endlich Touch ID? Wann lassen sich endlich externe Grafikkarten via Thunderbolt ansteuern? Wie schauts mit mobilen Xeons im MBP aus? Apple sollte sich auch mal fragen, warum für den 2012er Quadcore Mac mini immer noch so hohe Preise erzielt werden - das Teil ist beliebt. Thunderbolt Display ist auch ein Witz - niedrige Auflösung, USB 2 (!!) und nicht mal einen aktuellen Ladeport.

Server: IBM sollte Apple mal richtig den Kopf waschen. Macs in Firmen bleiben ohne einen darauf abgestimmten Server eine halbgare Lösung. Das wird jeder Admin bestätigen. Der Xserve sollte unbedingt zurückkehren. Das Gehäuse ist doch ideal - einfach aktuelle Technik rein und ab geht die Post!

Das Statement von Tim Cook schön und gut - aber jetzt müssen den Worten auch Taten folgen.

Vor allem …

… fehlt einiges. 17-Zoll-Macbook? Fehlanzeige. Ein brauchbarer Rechner OHNE Monitor, angesiedelt zwischen Mini und Pro, vielleicht sogar erweiterbar? Gibt's nicht. Erweiterbare Pros? Warum, man kann doch externe Festplatten, Laufwerke etc. auf den Schreibtisch stellen. :-P Laptops im Einsteigerbereich in mehreren Größen? Hammwanich. Flotte Minis? Och nööö.

Weitere Defizite sind ja schon genannt.

Es ist ja schön, dass sich ein iMac in eine schicke Wohnung elegant einfügt, leichte Laptops sind klasse, und auch im Büro schaue ich lieber auf Schönes als auf Hässliches. Aber in erster Linie muss und will ich damit arbeiten. Wenn mein alter Pro ausfällt weiß ich definitiv nicht welchen Mac ich mir kaufen soll. Der Mini ist zu klein, der Pro nicht intern erweiterbar und teuer, der iMac hat leider einen Monitor den ich nicht brauchen kann. Nach 25 Jahren Mac müsste ich eigentlich zu Windows wechseln, da Apple keine passende Hardware anbietet und meine programme für Linux nicht zur Verfügung stehen. Ein Mini mit 512 GB SSD, 16 GB RAM und Dual-Core i7 kostet 1800 Euro, ein Witz, da ist jeder iMac interessanter, da bekommt man wenigstens noch einen Monitor dazu (wenn man ihn denn braucht). Sehr schade.

Danke für diese Umfrage!

Ich finde es gut und richtig, dass die Sache thematisiert wird. Das Thema kommt mir allgemein viel zu kurz und es ist schön, dass es hier aufgegriffen wird.

Den beiden Vorrednern kann ich mich nur anschließend. Apples Produktpolitik ergibt kaum noch Sinn. Allein wenn man sich die vielen Postings im Web, in denen ein neues 17" MBP und ein neuer Quadcore-Mac mini gefordert wird, vor Augen führt, erkennt man schnell, dass die Entwicklungen bei Apple in die falsche Richtungen gegangen sind.

Apple könnte wesentlich mehr aus dem Mac Sparte herausholen, wenn das Unternehmen endlich mal seinen Hintern hochbekommt und das Feedback von uns Usern ernst nimmt. Apple kann mehr und kann es besser!

Qualitätsabfall insgesamt

In mehr als 20 Jahren als Nutzer von Apple-Produkten, in erster Linie Mac-Rechner verschiedenster Art, habe ich in letzter Zeit so oft App- und System-abstürze wie noch nie vorher. Das heißt: ich schließe mich meinen Vorrednern an, was das Thema Hardware betrifft, und füge das Thema Qualität von Software hinzu. Alleinstellungsmerkmal von Apple war lange "it just works". Das kann ich im Moment nicht mehr sagen.

Ich nutze beruflich zwar keine High-End-Apps, sondern in der Regel (nur) Office-Anwendungen. Aber wenn ich Abstürze habe, die mich Zeit kosten, ist das auch eine Vernachlässigung der Kunden, die mit ihren Geräte ernsthaft arbeiten.

Zurzeit weiß ich auch nicht, was ich kaufen werde (oder dienstlich bestellen werde), wenn meine jetzigen Geräte nicht mehr gehen.

Meine zwei Cent...

Qualität von Software

RoKe schrieb:
... ich schließe mich meinen Vorrednern an, was das Thema Hardware betrifft, und füge das Thema Qualität von Software hinzu. ...
Danke, das ist auch meine Meinung dazu. Mir fehlt der Spielzeug-aus Button in den Systemeinstellungen. Was nützt die beste Apple Pro-Hardware, wenn es kein System mehr dafür gibt. Und diese Getue mit Fotos und iWorks kann ich mir nicht ansehen, der User verkommt zum Clown.

Gruß Uli

Es gibt auch noch Leute, die mit diesen Geräten arbeiten!

Apple investiert viel in klickibunti und fun. Es geht denen nur noch um Spass! Als einer, der mit diesen Geräten auch arbeitet, fühle ich mich seit Jahren deutlich vernachlässigt. Wie lange hatten wir auf iwork-update warten müssen? Wie zäh fliessen die Updates nach ein paar Wochen öffentlicher Trommelwirbel um diese Programme?

Sähen andere Computer nicht so scheisse aus und wären die Programme etwas inovativer... ich würde aus Protest gerne mal wechseln. Die Milliarden sind der Firma deutlich in den Kopf gestiegen. Leute, mein Stolz war mal.

Vollgefressen verliert auch diese Firma die Inovationskraft. Lässt man den ganzen Blenderkram mal weg, muss man sich schon fragen, wann es mit der Firma auch finanziell abwärts geht? Cook installiert sich gerne als Wohltäter der Menschheit. Ein gutes Produkt und Inovation würde ich aber bevorzugen.

Falls Apple dies hier liest:

1.). Macs werden gekauft vor allem wegen der Qualität des Gesamtsystems. Die ist seit einiger Zeit im Rückgang begriffen. Dies sollte Apple ein ernster Grund zur Umkehr sein!

2.). Die professionellen Nutzer haben Apple groß gemacht und der Firma in den schwierigen Zeiten die Stange gehalten. Sie waren diejenigen, die für Apple kostenlose Werbung gemacht haben und die meiner Meinung nach auch heute noch die Vorreiter im gesamten Nutzersegment darstellen. Für sie sind auch hohe Preise nicht abschreckend, so lange ein entsprechender Gegenwert geboten wird. Und dieser Gegenwert ist stressfreie Arbeit, nicht mehr und nicht weniger.

Macs werden bekanntermaßen von Leuten gekauft, die ihre Computer produktiv nutzen wollen, statt daran herumzubasteln.

Apple wäre sehr, sehr schlecht beraten, diese Nutzergruppe zu vernachlässigen. Genau diesen Eindruck habe ich aber seit Jahren!

Unsere schöne alte Quadra 700 ...

Ich teile deine Meinung bezogen auf Apple und ihrer aktuellen Produktpolitik und sehe von Seiten der gesamten Anwender die ihr Geld mit den Maschinen immer noch verdienen einen Bedarf zwischen iMac und dem Mac Pro auf der Basis der eigenen Erweiterbarkeit.
Gerade jetzt wäre es von Seiten Apple an der Zeit sich wieder auf seine Wurzeln zu besinnen, auf seine Anwender zu hören und auf ihre Wünsche in der Form einzugehen, daß endlich etwas zwischen iMac und dem Mac Pro folgt, das wir selbst erweitern können und in dieser Form der offenen Hardware mit einem Paukenschlag etabliert wird. ( Mich interessieren keine negativen PC Verkaufszahlen, ich will so ein Teil direkt von Apple )
Ich denke an eine Größe wie z.B. Shuttle Gehäuse oder die Größe von Dan Cases also eine Größenordnung wie früher eine Quadra 700 .
Ich möchte mir meinen Desktop PC genau in der Größenordnung selbst zusammenstellen was meinem Budge und die Leistung die ich benötige eben entspricht. Diese Technik ist bezogen auf Shuttle existent.
Seit Jahren ( da bis heute von Apple nichts kommt ) war Shuttle bei mir die Basis für solch eine Hardwareumgebung und ich hatte immer Dualboot zwischen Windows und dem Mac OS X im Einsatz, eben nur umgekehrt auf Windows Hardware. Erst vor zwei Monaten wechselte ich zu Dan Cases da noch kompakter und frecher vom Gehäuse Design und es läuft.
Es ist sehr schade daß Apple auf solch eine Zug nicht aufspringt und es nicht umsetzt. Man sagt nicht umsonst " Ein elitäres Haus benötigt auch ein elitäres Produkt " unabhängig aller Dinge die aus dem Marketing oder von der Börse kommen.

Nachfolgend die Hardware die ich im Dan Cases Gehäuse verbaut habe:

Ein Beispiel:
Apple Mac mit aktuellem Mac OS X, Intel Core i7 6700K (4x4.00 GHz), 32/64 GB DDR4, 256GB M.2 SSD, SSD 500GB SATA3, HDD 2.0TB SATA3, DVD +/- Dual Writer - Gehäusefarbe: schwarz, . Sound onboard, Nvidia GeForce GTX 980Ti 6GB, PC63J SilentX 500 Watt Netzteil für folgende Grafikkarten: Nvidia GTX 960, 970, 980, 980 Ti, Titan Black, AMD R7 370, R9 380, 390), WLAN Modul 300 MBit/s (IEEE 802.11b/g/n), DisplayPort - HDMI Adapter zum Brutto Preis von 3300 €

Gruß

P.S. als Schmankerl im März 2016 vorgestellt, im April 2016 überall zu kaufen ;-)

Volle Zustimmung in allen Punkten!

Volle Zustimmung von mir zu allen bisherigen Kommentaren! Daumen hoch!

Desktops, Laptops und Server haben auch im Zeitalter von Smartphone, Tablet und Smartwatch unverändert hohe Bedeutung. Apple könnte viel, viel mehr aus dem Mac machen. Ich sehe darin sogar eine große Notwendigkeit für die Zukunft. WEIL: mit den Tablets gehts bergab und nun erwartet Apple auch beim iPhone einen Rückgang der Verkaufszahlen. Mit einer klügeren Produktpolitik beim Mac mitsamt klug gesetzten Preispunkten könnte Apple locker ein zweistelliges Wachstum (in Prozent) beim Mac hinbekommen. Windows ist immer noch ARGH und Linux ist und bleibt eine Frickelei. OS X ist nach wie vor DIE Alternative und hat immer noch großes Potential, das von Apple allerdings dringend realisiert werden muss.

Ich würde differenzieren wollen ...

Grundsätzlich muss ich sagen, dass sich bei mir jeder Workflow (aktuell MBP 15 ", 16 GB, 512 GB – mein erster Rechner war als Student ein LC II), nach Neuanschafftung eines Apple-Rechners, gefühlt verbessert hat.

Allerdings wurde ich mir auch wieder ein 17 " Modell wünschen. Auf Apple-Displays habe ich lange gewartet, mich dann aber für einen LG34 Zoll entschieden.

Vor allem bei Apple-Programmen/Betriebssystemen stelle ich irgendwie seit Jahren eine "Verschlimmbesserung" fest. Plötzlich sind Funktkonen nicht mehr zu gebrauchen, im Ablauf verändert oder gleich ganz verschwunden. Ich könnte Etliches aufzählen. Irgendwie habe ich es dann doch immer wieder geschafft, meinen Workflow (auch durch Kauf von "Nicht-Apple-Soft- und Hardware) anzupassen ... aber das ist manchmal auch ziemlich mühsam.

Wahrscheinlich würde ich keinen klassichen "erweiterbaren" Desktop-Rechner mehr kaufen, allerdings fallen mir genug Freunde und Bekannte ein, die genau das vermissen.

Ich lese ja oft von der "Post-PC-Ära", angeblich kann man ja auch alles mit einem Tablet machen. Also bie mir ist das definitiv nicht so ... das iPad ist zum "reinen Lesen" toll, vielleicht auf zum Surfen, aber wirklich produktiv kann ich im Moment nur mit dem MBP arbeiten.

Gruß
florentina24

Nachtrag

Nachtrag: Gleiches gilt im Übringen auch für die Apps von Apple. Auf meinem iPhone gibt es, nicht gelogen, einen Extra-Ordner "Apple-Schrott", in den ich alle "nicht-löschbaren" Apps, die für mich schon immer sinnlos oder im Laufe der Zeit sinnlos wurden, einsortiert habe. Zuletzt wanderte die "Musik-App" dorthin, die mich, irgendwie täglich, zum Apple Music lotsen wollte. Das Monster "iTunes" auf dem Mac lasse ich mal unkommentiert ... dazu fällt mir nichts mehr ein ...

Es war mal... - eine Firma mit Qualität und Zuverlässigkeit

Moin,

arbeite mit Apple seit 1979 (ja noch mit Apple II!).
Und das nicht nur privat sondern auch beruflich!

"Damals" haben wir die Marke Apple "hochgehalten" wurden ausgelacht und verspottet...
Egal! - eins stimmte immer, man hat lange auf neue Produkte bzw. Systemsoftware warten müsen, aber - die haben funktioniert!

Und HEUTE oha oha, KAUM ist 10.11.3 auf dem Markt und schon "arbeitet" Apple an 10.11.4 - hmmm wie bitte????

HALLO APPLE wir haben das Jahr 2016 nicht 1975+ und Praktiken von MICROSOFT oder dBase sind nicht mehr HIP (der Kunde ist kein ß-Tester mehr!!) der Kund will mit den Produkten ARBEITEN!!

Und ehrlich gesagt mir ist es "Schei....benkleister" egal OB ein IPhone/iPad (oder ein "i.Apple") noch 0,03mm dünner, etc. etc. ist - Ich und 10000 andere Anewnder und Profis wollen mit den Produkten NUR zufrieden Arbeiten!

Das sagt Eine(r), mit jahrelangen Erfahrung als EDV-Leiter in diversen Agenturen etc.

Da kann ich nur sagen GUT, daß Steve (RIP) es nicht mehr erleben muss...

Produktiv

florentina24 schrieb:
wirklich produktiv kann ich im Moment nur mit dem MBP arbeiten.

So unterscheiden sich die Standpunkte. Klapprechner sind für mich noch nie eine vertretbare Lösung gewesen, wenn schon, dann Air, also wirklich transportabel, 17" geht gar nicht. Klapprechner fangen an zu fönen, sobald sie etwas mehr Last abbekommen, genau so wie 4Core Minis (war mal eines meiner Wunschkisten, bis ich einen einrichtete). Ich würde jederzeit einen iMac als Produktivrechner sehen, obwohl man da (fast) nur noch RAM wechseln kann (27")

Ganz nebenbei bin ich mit der Entwicklung recht zufrieden. Erinnere mich an viel unterirdische Releases (Schminkspiegel G4, Wasserkühlung G5) oder früher PowerMac 4400 von Apple, momentan sehe ich keine eklatanten Fehlgriffe. OK, einiges könnte besser klappen, aber das kenne ich durchgängig seit OS 6

Lustig

Auch, wenn ich so manchem meiner Vorredner in dem einen oder anderen Punkt recht gebe und mich selbst vor allem darüber ärgere, dass Apple standardmäßig in seinen Desktops drehende Festplatten verbaut (statt MINDESTENS ein kleines Fusiondrive), so muss ich doch eines sagen:

So ein bisschen erinnern mich Eure Kommentare an Früher. Schon um die letzte Jahrtausendwende haben die vermeintlich professionellen Anwender genau die selben Sprüche von sich gegeben. Wirklich sehr amüsant.
DIE von Euch, die behaupten, es käme nicht auf Geld an und die Profis seien diejenigen, die Apple das Geld in die Taschen spülen würden, sind vermutlich genau diejenigen, die noch in irgend einer Ecke 'nen produktiv eingesetzten PowerMac G3 beige mit Mac OS 9.0 stehen haben - nicht, dass das eine schlechte Idee wäre, aber genau so kenne ich die "Profis" - und das ist Meilenweit entfernt von "Wir sind die wichtigen, Geld bringenden Kunden", grins.

Leute, mal im Ernst:
JA, Apple ruht sich bei den Desktops und Profimaschinen augenscheinlich ein wenig zu sehr aus.
Ja, auch mir scheint es gelegentlich, als hätte Apple an Innovationskraft verloren und versucht dies mit kaufmännischen Tricks auszugleichen.
Aber hey, auch heute noch baut Apple tolle Geräte und liefert ein wirklich gutes Betriebssystem ab.
Wer - wie ich - immer mal wieder mit Windows zu tun hat, weiss, dass Apple nach wie vor viel besser ist, als Microsoft.
Nein, keiner von Euch will wirklich weg vom Mac ;-)

Es ist aber dennoch wichtig seine Wünsche und Bedürfnisse laut zu äußern (und Übertreibung macht anschaulich). Manchmal hört Apple sogar auf seine Kunden.

ERNIE

Back to the 90s?

In meinen Augen mutiert Apple gerade von einem innovativen Unternehmen zu einem 0815-Großkonzern - selbstverliebt und nur noch umsatzorientiert. Die Aktionäre zählen mehr als die Anwender. Kein Interesse mehr an langfristiger Bindung. Consumer bringen vielleicht auf die Schnelle viel Geld, aber die sind auch genauso schnell wieder weg. Spätestens in 4 Jahren wird Apple wieder dort sein, wo es Ende der 90er war: Nahe dem Abgrund. Ich wünschte, ich täusche mich da.

Seit über 20 Jahren Apple Mensch

Ich arbeite seit über 20 Jahren in der IT und beschäftige mich mit Apple Hardware und deren Integration, Support, etc.
War es denn mal besser als heute? Stellt euch diese Frage mal. Apple ist seit ewig nicht daran Interessiert "Business" Anwender zu beglücken. Ich spreche nicht von der Grafischen Branche, die wurde immer oder meistens glücklich mit den Mac's. Für alle anderen Einsatzgebiete ist der Mac nicht genügend "kompatibel". Schauen wir doch mal in die Banken, Grossfirmen, Hochschulen, Verwaltungen, Behörden, etc. Ja es hat bestimmt überall einen Mac stehen, aber leider kann er nicht für jeden Zweck der Anforderungen eingesetzt werden. Somit wird zu 80% Windows inkl. non-Apple Hardware eingesetzt. Apple könnte das besser, aber anscheinend wollte das der gute alte Steve nicht. Und heute ist der Zug abgefahren.
Ich ärgere mich seit Jahren über schlechte Netzwerkperformance, WLAN Probleme, fehlende Unterstützung, SMB Schnellschüsse, fehlende Hardwareanschlüsse, keine Docking Stations, keine Server Hardware, usw. Ich könnte stundenlang weitermachen!
Aber wir haben ja das iPhone....
Innovativ sieht heute anders aus! Alle paar Monate ein paar Änderungen am iPhone ist langweilig. Es ist ein Smartphone, PUNKT.
Wie wäre es, wenn sich Apple ein Hybrid Notebook kreieren würde? Aufgeklappt wäre es ein MacBook und wenn man den Bildschirm ganz umklappt, wird iOS aktiviert und man hat ein iPad. Dass wäre Innovativ! Und ja, ich würde neue Server Hardware und neue Notebooks sehr begrüssen! Liebe Apple, macht etwas mit, der Abstand zu Microsoft vergrössert sich wieder mehr!

Wichtig für Apple?

@ ERNIE_MS: Die Profis sind also die Sparfüchse mit Uralt-Rechnern?

Ich habe 5 Macs, vom PowerMac G4 1,2 GHz unter 9.2.2 mit Sorachverarbeitung ViaVoice (aus Kompatibililitätsgründen notwendig) über MBP 2010, 2 Mac mini 2012 bis zum MacPro 2013 six core an einem Wacom Cintiq QHD 27". Und das sind nur die Macs - ich allein habe also Apple genug Geld eingebracht.

Ach ja, ein 1999er b&w als Reservesystem für die Sprachverarbeitung, die ich jobmäßiig brauche, steht auch noch da. Ein PowerMac 2xG5 "Käsereibe" (mit Wasserkühlung) dagegen ist nicht mehr in Betrieb.

Aber in meiner Ungebeung bin ich für ca. ein Dutzend (!) Apple-Geräte verantwortlich, bei Leuten, die sich auf meinen Rat und Anregung hin Apple-Geräte zugelegt haben und dabei geblieben sind, da ich als ehemaliger Diplomingenieur für Informationstechnik oft um Rat und Unterstützung gefragt werde.
Und aus den Mac-Gruppen des Usenets weiß ich, daß da ebenfalls viele Profis unterwegs sind. Und die machen am meisten Werbung für die Plattform.

Klar, vom Volumen her sind die Masse der privaten Durchschnittsnutzer bedeutender. Aber die sind selten Apple-Aktivisten.

Alter Hut

alllevel schrieb:

Wie wäre es, wenn sich Apple ein Hybrid Notebook kreieren würde? Aufgeklappt wäre es ein MacBook und wenn man den Bildschirm ganz umklappt, wird iOS aktiviert und man hat ein iPad. Dass wäre Innovativ!

Das wäre genau das, was die PC-Industrie seit Star Trek - The Next Generation versucht uns unterzujubeln.
Das ist genau dass, was Microsoft versucht, seit Win XP Tablet Edition den Leuten unterzujubeln.

Sorry, das sieht toll aus, hat in der Praxis aber unendlich viele Unzulänglichkeiten und ist somit absolut unbrauchbar. Das wollte und will niemand - und jeder der dachte, das er es will, ist anschliessend enttäuscht worden.

Ein Tablet ist ein tolles Gerät - nur eben kein ERSATZ für einen Computer, sondern eine ERGÄNZUNG. Diese Erkenntnis haben die Käufer der Geräte von Beginn an - nur die Hersteller verstehen das nicht und versuchen uns mit immer neuen (alten) Ideen das Gegenteil zu versprechen.

ERNIE

Humor

mac4ever schrieb:
@ ERNIE_MS: Die Profis sind also die Sparfüchse mit Uralt-Rechnern?

... PowerMac G4 ... 1999er b&w ... PowerMac 2xG5

Bitte interpretiere meinen Kommentar mit einem gewissen Augenzwinkern.
Mein Vergleich mit dem PowerMac G3 war zur Veranschaulichung... und Du hast ihn mit Deiner Auflistung sogar unterstrichen. Grins.

Trage es mit Humor. ;-)

ERNIE

Geschmacksache

ERNIE_MS][quote=alllevel schrieb:

Ein Tablet ist ein tolles Gerät - nur eben kein ERSATZ für einen Computer, sondern eine ERGÄNZUNG. Diese Erkenntnis haben die Käufer der Geräte von Beginn an - nur die Hersteller verstehen das nicht und versuchen uns mit immer neuen (alten) Ideen das Gegenteil zu versprechen.

ERNIE

Richtig! Es wäre eine Ergänzung. Ich müsste dann nicht für meine iOS Apps noch ein überteuertes iPad mit mir rumschleppen. Es wäre technisch locker möglich, ein iOS unter OSX zu starten, damit man seine Apps benutzen kann. Der Bildschirm muss ja nicht umklappbar sein. Touch würde reichen. Ich würde das sehr begrüssen!

full ack

@ERNIE Ich muss Dir recht geben. Bei aller Liebe für die Produkte von Apple sollte man die Realitäten nicht aus den Augen verlieren.
Was gerade die "Profis" immer vergessen ist, dass Apple ein Amerikanisches Unternehmen ist das an der Börse notiert ist. Will heissen, der Aktionär ist der Sklaventreiber. Und Apples Ausrichtung seit der Rückkehr von Steve Jobs mag Anfangs davon getrieben gewesen sein wieder Innovation ins Hause Apple zu bringen, aber spätestens mit dem Erfolg des iPhone's und dem Tod von Steve übernahm dann doch die Profitgier das Ruder.
Der Entscheid den xServer abzusägen und dann sogar noch den Mac Mini Server (obwohl das jedem echten Admin einen Schaudern verursacht einen Mac Mini als Server zu bezeichnen) war ganz klar ein Signal ans "Profi" Lager: "Ihr bringt keine Kohle, also kappen wir diesen dürren Ast". Ich denke mal das mit dem Mac Mini Server war selbst den Apple Leuten zu peinlich und man nahm ihn stillschweigend aus dem Programm.
Diese Tendenz setzte sich dann auch in Software-Entscheiden fort. Final Cut wurde z.B. auf iMovie Niveau gestutzt. Die Darth Vader Cola-Dose, der late 2013er MacPro, war dann das nächste Zeichen seitens Apple: Wir bauen einen Designer-Rechner mit total beschissener Kabelführung inkl. Beleuchtung die nur angeht wenn es eh schon hell ist.
Sry, aber wer sowas ernst nimmt ist kein Profi. Sicher, der MacPro ist ein tolles Stück Technik - aber nicht kompatibel mit der Grafikindustrie. Manchmal kommt es mir so vor als ob man den MacPro nur für Pixar & Co gebaut hat damit die was schönes auf dem Schreibtisch haben. In der Grafischen-Industrie wird Hardware auf 2 Jahre abgeschrieben und spätestens dann wird ausgetauscht oder die Graka ersetzt durch aktuellere. Aber dazu ist der MacPro in der Anschaffung zu teuer und Upgrades GIBT ES NICHT.
Traurig an der ganzen Sache finde ich nur, dass es keine wirkliche Alternative zu MacOS X gibt. Linux ist im Server Bereich klasse, zweifels ohne, aber das wird es NIE ins Profi Lager auf dem Desktop schaffen denn "für lau" wird keiner etwas Entwickeln mit dem Geld verdient wird (siehe z.B. Filemaker Server, das wird auch NIE für Linux kommen - dafür sorgt Apple schon!). Und Windows10? Oh man, mir wird schlecht.
Nein, es ist und bleibt traurig. Mitgefangen, mitgehangen. Ich arbeite auf dem Mac und bleibe auch dabei - solange es geht. Man arrangiert sich.

Ich sehe ebenfalls die Gefahr

dass Apple erneut in eine Abwärtsspirale gerät. Bei den iPads geht es rasant bergab. Tablets waren ein großer, aber nur kurzer Hype und die sog. "Post PC Era" war lediglich eine Marketingblase, quasi ein Sirenengesang für die Konsumentenmasse. Inzwischen sind die Leute schlauer. Tablets sind für mich das most-overhyped Device (also meist überschätztes Gerät) der letzten 10 Jahre.

iPhone schwächelt jetzt auch. War klar. Die Dinger sind ausgereift, echte Innovationen gibt es kaum noch. Warum jedes Jahr ein neues iPhone kaufen? Dafür gibt es nun wirklich keinen Grund. Außerdem: mit halbwegs akzeptabler Speicherkapazität ist man preislich schnell bei 1000 € beim iPhone. Gehts noch?

Mac: Apple lässt zu viele Chancen liegen. Ich kenne hier etliche Leute, die würden ein neues 17 Zoll MacBook Pro sofort kaufen (oder ein MBP mit zumindest etwas mehr als 16 Zoll) und in etlichen Firmen, die ich beruflich besuche, laufen Xserve - die Frage ist halt, wie lange die Teile noch funktionieren. Ein neuer Xerve wäre angebracht. Mac Pro mit veralteter Technik ist eine ziemlich peinliche Angelegenheit für Apple. Ich verstehe nicht, wo das Problem liegt, der Kiste jährlich ein Upgrade zu spendieren wie auch bei iMacs und anderen Baureihen.

Ja, es scheint bei Apple inzwischen noch mehr als sonst rein um den Profit zu gehen. Profit, Profit, Profit. Früher war mal "Think Different" angesagt. Heute offenbar nur noch "in der Masse mitschwimmen".

Kontinuität

ERNIE_MS schrieb:
mac4ever schrieb:
@ ERNIE_MS: Die Profis sind also die Sparfüchse mit Uralt-Rechnern?

... PowerMac G4 ... 1999er b&w ... PowerMac 2xG5

Bitte interpretiere meinen Kommentar mit einem gewissen Augenzwinkern.
Mein Vergleich mit dem PowerMac G3 war zur Veranschaulichung... und Du hast ihn mit Deiner Auflistung sogar unterstrichen. Grins.

Trage es mit Humor. ;-)

ERNIE

Mir ging es darum, zu veranschaulichen, daß ich Apple-Geräte aus allen Generationen nutze, die Firma an mir also immer wieder verdienen kann und ich mich deshalb als im wichtigen Kundensegment befindlich ansehe. Ich schätze qualitative Kontinuität mehr als das unausgegorene Hinterherhecheln hinter dem jeweils aktuellen technischen Stand - mit der Wegwerfmentalität eines schnellen Generationswechsels.

Natürlich nur so lange, wie ein geisser Zufriedenheitslevel nicht unterschritten wird. Das ist gegenwärtig noch nicht der Fall, aber die Tendenz geht (leider) dahin. Allerdings, mit Windows würde ich nie glücklich und mit der Linux-Frickelei konnte ich mich nie anfreunden, obwohl ich mit Microcontrollern bastele und einen Lötkolben am ridhtigen Ende anfasse.

Aber man hofft ja immer, daß die Firma die Meinungen ihrer User doch langfristig irgendwie berücksichtigt, denn börsengetriebenes Profitinteresse allein ist eine Sackgasse - das weiß auch Apple, die ja, zumindest PR-mäßig, auf Nachhaltigkeit Wert legen.

@ Tabletts allgemein: Ich werde mir demnächst ein iPad Pro zulegen, würde mir aber nie ein Convertible kaufen. Ein Tablett ist eine sinnvolle Ergänzung zum Notebook, ich mag in dieser Hinsicht keine Kompromisse und bevorzuge das jeweilig beste Gerät für den jeweiligen Zweck. Ein Tablett mit Stift - das Konzept fand ich schon beim Newton, dem ersten Apple-Gerät, das ich hatte, gut. Auch meine Macs sind stark auf Aufgaben spezialisiert und laufen unter verschiedenen OS, von 9.2.2 über 10.6.8, 10.8.6 bis 10.11.x. Aber das ist meine persönliche Präferenz.

zwiespalt ...

Das Problem ist, dass "profesioneller Anwender" kaum definiert ist - daher kann die Frage nicht wirklich beantwortet werden.

"professionell", wie ich das verstehe, bedeutet nicht mehr als "beruflich" - also, ich verdiene mein Geld mit dem Gerät.
Das tuen viele Leute, und die haben allesamt unterschiedliche Bedürfnisse:

Der "Textarbeiter" ist mit einem Mini echt gut bedient - hier ist der Vorteil beim Handling, Datensicherheit, Datenschutz etc, und nicht bei der rechenleistung
Mobilität ist für Caféhaus-Literaten vielleicht noch ein Punkt, aber 17´´sind da eher kontraproduktiv ...

Bei der Kundenberatung vor Ort kann ein iPad vollkommen reichen, da spielen Dinge wie Blickwinkel und sowas eine viel größere Rolle als Rechenleistung - trotzdem, "Profi"

Manche Leute brauen einen zweiten oder dritten Bildschirm,, andere dann eben die Rechenleistung oder Terabyte-Festplatten - während viele weder dies noch das benötigen.

Um welche Art von "Profi" sollte sich Apple jetzt genau verstärkt kümmern? Eben.

Für das, was ich mit dem Mac professionell (also, für Geld) mache, reicht die Rechenleistung eines iPhones (erste Generation) mehr als aus (wenn es einen Bildschirm, Tastatur und externe Platte dazu hätte) - ehrlich, da kann ich micht genau gar nicht beschweren.
Also bin ich (für eben diesen "professionellen Teil) hervorragend bedient!
(Meine Liebste würde im einem iPad-Mini vollkommmen auskommen, für eben den professionellen Einsatzbereich - sie muss dabei nur Mails lesen und knapp beantworten, ab und zu etwas drucken oder auf Infosysteme zugreifen - momentan macht sie das zum größten Teil sogar mit den iPhone)

Natürlich gibt es den anderen Aspekt, auch für mich:
Ein "Mini-pro" der erlaubt, die Komponenten zu wechseln (also .... wechseln zu lassen) und mehr RAM nachzurüsten etc pp - ja, das wäre schon toll.
Für WoW (das auf meinem Mini etwas ruckelt) und Videos und sowas ....
Und eben als "zukunftsicherung": Damit ich bei der nächsten WoW-Version kein zusätzliches Geld in Appels Kassen spühlen muss-

Das spielt für den Pro-Teil aber keine Rolle: Ein Arbeitscomputer ist nach einem Jahr abgeschrieben ,,,

Leider falsch

derUli schrieb:
Das spielt für den Pro-Teil aber keine Rolle: Ein Arbeitscomputer ist nach einem Jahr abgeschrieben ,,,

Sorry, wer hat diesen Unsinn erzählt? Unter 1000 € netto wandert Hardware in den Sammelposten und wird über fünf Jahre abgeschrieben, alles darüber kann in drei Jahren abgeschrieben werden. Einjährige Abschreibungen gibt es nicht, das wäre dann Bürobedarf.

Natürlich gibt es "den professionellen Anwender" nicht, jeder hat eigene Bedürfnisse. Aber eben das wird mit der eingeschränkten und nicht erweiterbaren Produktpalette nicht bedient. Und 88 Prozent Zustimmung hier in der Umfrage sprechen eine deutliche Sprache, finde ich.

Ich sehe eher Zaghaftigkeit

Ich lese hier immer wieder, Apple sei von Profitgier getrieben. Habt ihr euch nicht überlegt, dass bei Apple seit Steve Jobs´ Fehlen vlt. einfach nur noch Zaghaftigkeit und Visionslosigkeit regieren? Schon Steve hatte nie den Anspruch, prof. Anwender optimal zu bedienen. Seine Vision waren stets Revolutionen, das nächste "große Ding", Sensationen, mit denen er seine Genialität unter Beweis stellen konnte. Cook scheint nur noch ängstlich auf Absatzmärkte zu schielen. Beim Rückgang von iPad- und iPhone-Absatzzahlen kann man dann schnell mal handlungsunfähig wie das Kaninchen vor der Schlage sitzen.

Abschreiben

derUli schrieb:
Das spielt für den Pro-Teil aber keine Rolle: Ein Arbeitscomputer ist nach einem Jahr abgeschrieben ,,,

Sorry aber Abschreiben bedeutet nichts anderes, als daß das Geld,oder der Wert einer Sache im Nirvana verschwunden sind. Was immer die gleiche Folge hat -> Weniger Einkommen. Das ist kein Erstrebenswerter Zustand. Wer sich beruflich einen MacPro kauft, wenn ein MacMini völlig ausreichend wäre, der schädigt sich nur selbst.

jaja

dave schrieb:
derUli schrieb:
Das spielt für den Pro-Teil aber keine Rolle: Ein Arbeitscomputer ist nach einem Jahr abgeschrieben ,,,

Sorry aber Abschreiben bedeutet nichts anderes, als daß das Geld,oder der Wert einer Sache im Nirvana verschwunden sind. Was immer die gleiche Folge hat -> Weniger Einkommen. Das ist kein Erstrebenswerter Zustand. Wer sich beruflich einen MacPro kauft, wenn ein MacMini völlig ausreichend wäre, der schädigt sich nur selbst.

Exakt: "Pro" bedeutet, nicht wil nach "Mehr dies, mehr das" zu verlangen, weil "Pro das braucht" - sondern ganz professionell anschauen, was Leute, die einen Computer einsetzen wirklich benötigen.

Was bedeutet: Jeder Satz, der mit "Für den professionellen Einsatz ist unerlässlich ..." beginnt, ist diletantisch.
Und "professioneller Einsatz beginnt nun mal bei Mailverkehr, Geschäftspost und solchen Dingen, Tätigkeiten, für die der kleinste Mac mehr als taugt. Dabei stehen dann die Sicherheits- und Bequemlichkeitsaspekte im Vordergrund, also genaiu das, was OSX immer besser kann: Automatisches Backup, keine Systemeingriffe notwendig und so weiter.

Diese Abteilung von Profis arbeitet nämlich nicht mit dem OS - was unproduktiv ist - sondern mit ihrem Arbeitsprogramm, also der TV, der FiBu oder ähnlichem.

Und was das steuerliche angeht (Abschreibung), das überlasse ich meinem Steuerberater - der mir ganz professionell ein Zeichen gibt, wenn die Neuanschaffung (steuerlich) grad sinnvoll ist.
Richtig ist, das der Buchwert einer Sache durch Abchreibung schwindet, was die Steuerlast sekt - aber der "Wert" ist davon halt keineswegs betroffen.

Das Argument "he, 90% hier sagen aber" ist ... ziemlich unprofessionel:
Weil "alle" etwas bestimmtes wollen, wird es dadurch weder nüzulicher noch besser, und wenn (ganz genau:
!) für einen bestimmten professionellen Einsatz ein Mini-Mini reicht (was in einer Vielzahl der beruflichen Anwendung der Fall ist), ist es ganz egal, ob ein paar Dutzend Leute, die *tatsächlich* hoheren Bedarf haben, hier ... wehklagen:
Die Masse der Anwender bring das Geld,
"Groß gemacht" haben Apple die iPhone-Kiddys, nicht die Grafikdesinger: Weil die nämlich eine verschwindende Minderheit sind. Sowohl zahlen- als auch zahlungsmässig

Oje ...

derUli schrieb:

"Groß gemacht" haben Apple die iPhone-Kiddys, nicht die Grafikdesinger: Weil die nämlich eine verschwindende Minderheit sind. Sowohl zahlen- als auch zahlungsmässig

... du hast "Jehova" gesagt! ;-)

Mac‘s für professionelle Anwender

Immer, wenn es in der Apfel Mannschaft zu gut geht, werden die Profi User vergrault. Das ist nicht neu. Wer die Anfänger des DTP erlebt hat, erinnert sich gut daran.

Der Mac Pro ist, allein durch das Alter des aktuellen Gerätekonzeptes ein Dino.

Die aktuellen MacBook Pro Modelle verfehlen schlichtweg das Thema!

In den aktuellen Geräten sind nahezu alle wichtigen Schnittstellen durch USB und Thunderbold ersetzt worden. Die Gehäuse bestehen aus einem Aluminium Unibody. Sie sind deutlich flacher geworden. Es gibt nur noch 13 und 15 Zoll statt 15 und 17 Zoll. Und... dennoch sind die Geräte mit fast 3 KG und 1,6 KG bleischwer.

Die Bildschirme sind im hellen Tageslicht nicht wirklich lesbar und spiegeln um die Wette. Das SSD,s genutzt werden ist OK, aber nicht diese überteuerten Module, die offensichtlich nicht dem allgemeinen Preisverfall des Flash Speichers folgen.

Ein Großteil der MacBook Pro User braucht seine Daten immer und überall. Also am besten auf einer internen Festplatte, die sie mit dem dafür mobilen Rechner bei sich haben. Was also bewegt Apple dazu ein Pro Gerät mit einem 128er SSD Modul anzubieten? 512 GB ist Derzeit das Minimum für ein, zwei Programmpakete, eine Datenbank + Datensätze und ein wenig Puffer für den täglichen Datenumsatz. 128, 256 sind einfach... zu wenig. Fazit die beruflichen Apple User interessieren das Unternehmen nicht ernsthaft.

Das spiegelt sich auch in der Preispolitik des Hauses wieder, die auf die "must have schicki-micki" Kundschaft ausgerichtet ist.

hjumc

Apple macht es einem halt nie recht…

Der eine möchte den super Hightech-Wahnsinnsrechner mit den schnellsten und besten Zutaten, smarten Features sowie zusätzlich tollen Design… und teuer genug dazu ist Apple jetzt schon.
Andere wollen den faltbaren Wolpertinger mit den schnellsten und besten Zutaten, smarten Features sowie zusätzlich tollen Design… und teuer genug dazu ist Apple jetzt schon!

Und hier ist die Lösung zu den Anforderungen:
http://www.joyoftech.com/joyoftech/joyarchives/2236.html

Was ich sagen will, die Überschrift der Umfrage impliziert, dass es ominöse Anwendergruppen von Apple-Geräten gibt, die sich selber als Profis begreifen/definieren. Doch was ist ein Profi und worin ist Mann/Sie dann genau Profi? Im Apple kaufen oder im Apple nutzen oder, oder, oder.

Ich hätte sicher auch ein paar Kritikpunkte und eine Wunschliste. Ich möchte die Serienbrieffunktion und anderes in Pages zurück, Number-Dokumente sollten untereinander referenzierbar sein,…

Ach, jetzt habe ich mich geoutet, ich kann gar kein Profi sein, weil ich nur iWork Programme nutze – nee, ist klar.
Keine Sorge, natürlich nutze ich auch das voll professionelle MS Office – klar am Mac und das schon seit fast 20 Jahren – ich gebe dazu sogar Schulungen. Daneben nutze ich aber auch andere Satz und Layout-Software, und Photoshop kann ich auch. Da ich jetzt aber auf Affinity Photo umgestiegen bin, kann ich automatisch natürlich dann nicht mehr so ein Profi sein, wie mit Adobe… (ich überspitze das jetzt mal)

Um die Frage der Professionalität mal aus einem anderen Blickwinkel zu betrachten – wieso muss man seine Profession dermaßen von der Ausstattung abhängig machen oder sie darüber sogar definieren?

Die Anwender, die ich aus den Industriebereichen, den KMU und ähnlich gelagerten Umfeldern kenne, das sind so Leute wie professionelle Büroangestellte, professionelle Abteilungsleiter, professionelle Rechtsanwälte, professionelle Ladenbesitzer, etc.– und was soll ich sagen, die machen den ganzen Tag professionelle Dinge mit scheinbar total umprofessioneller Apple Hardware, oder wie jetzt?!
Und wisst ihr worauf es denen ankommt, das Ding soll einfach funktionieren – einschalten und gut, um sich auf seine Arbeit und seine "Berufung" konzentrieren können.

Worum es meiner Meinung nach eigentlich gehen sollte und die Umfrage hätte daher auch gezielter dahin formuliert sein sollen, ist die Frage: In welchen Branchen kann Apple mit seiner aktuellen Produktstrategie/-palette die Kundenanforderungen nicht abdecken? Das ist also eine ganz andere Herangehensweise an die Problematik. Auch hier gäbe es sicherlich noch eine große Grauzone hinsichtlich jeweils persönlicher Präferenzen, aber es würde die Diskussion doch klarer differenzieren und sie nicht so elitär wirken lassen.

Ich hoffe, ich konnte damit den Blickwinkel mal etwas in eine andere Richtung bringen, so dass sich konkreter Fragen stellen lassen:
- Wer braucht explizit Rechner mit internen Erweiterungsmöglichkeiten?
- Wer hat welche Spezialperipherie die am Mac betrieben werden sollte?
- Welche Branchensoftware fehlt am Mac?
- Warum sollte Apple für die Branche / Anwendung xyz mehr machen als jetzt?
– Wo bekomme ich als Mac-Anwender professionellen Support, Hilfe und Beratung zu Kauf und vor Ort?
– uvm.

Die dazu getroffenen Aussagen hätten dann sicherlich auch mehr Substanz und könnten Licht in die verschiedensten Anwendungssituationen bringen.

In diesem Sinne, beste Grüße,
Jaab.

Dies macht Apple schon lange nicht mehr ...

Apple macht nur noch auf iPhone und im Prinzip kann Apple auch gar nicht anders als auf iPhone zu machen, denn wo sind die Alternativen, die neuen Geschäftsideen, die Innovationen usw. ?

Denn zur Apple Watch gibt es weiterhin keine Zahlen und diese Apple Watch könnte auch bald wieder verschwinden, das iPad schwächelt, der Mac und das Mac OS X werden von Apple nicht Ernst genommen usw.
Und ganz schlimm dabei ist, dass anscheinend nun die MBAler / BWLer das Ruder bei Apple übernommen haben, anstatt die Ingenieure, Informatiker, Visionäre, etc. etc.

Wir haben hier noch einige Apple II stehen, die sogar noch bestens funktionieren. Was am Apple II genial war, das war die Möglichkeit diesen nachzurüsten und auszubauen. Wir haben hier sogar noch einige Messkarten herumliegen, die wie am ersten Tag funktionieren. Und selbst mit den Mac's in den 90ern war die Erweiterung mit Karten und Speicherriegln kein Thema.
Und was bekommt man jetzt ? iMac's, in denen alles komplett verklebt wird, so dass ein Aufrüsten nach dem Kauf nicht mehr möglich ist. Oder einen Mac Pro, der im Design Museum gut ausschaut, aber wir hätten ganz gerne eine Version, die auch in einen 19" Schrank passt und erweiterbar ist. Und wo sind die 17" MBP mit einem matten Bildschirm. Retina hin oder her, uns reicht ein MBP, mit dem man arbeiten kann und nicht ein Gerät mit dem man auf den Laufsteg geht und zeigt, wie cool das Gerät ist. Von den Monitoren ganz zu schweigen. Wir haben es zum Beispiel nie verstanden, warum es keine vernünftigen Monitore von Apple gibt oder überlässt man Eizo und Co. das Feld ? Und warum ist bei den iMac's der Target Display Mode wieder verschwunden, den man eigentlich als User standardmäßig erwartet ?
Final Cut Pro X oder Final Cut Studio möchte ich erst gar nicht weiter ausführen, denn sonst steigt der Blutdruck ins Unermeßliche. Aperture ist auch so ein Fall, aber nicht ganz so schlimm für uns. Und wenn wir gerade dabei sein, was ist mit DVD Studio Pro passiert und warum gibt es immer noch nichts in Sachen BluRay bei Apple, O.K. iTunes verhindert dies. Und und und.
Xserve oder WebObjects sind eine ähnliche Baustelle. Von heute auf morgen eingestellt. Zumindest konnten wir dies mit Linux und entsprechender Hardware ganz gut abfedern.
Wir sind zwar nicht alt-modisch, aber viele Mac's laufen noch mit 10.6.8. Nur wo es nicht anders geht, läuft die neueste OS X Version, wenn z.B. XCode oder Final Cut Pro X gefordert ist.

Und zu den iPads. Hier hat Apple wohl nur die Anforderungen der Consumer aufgenommen. Die Anforderungen, die im Business-Bereich bestehen, hat Apple bis heute anscheinend ignoriert oder gar nicht wahrgenommen oder gar nicht verstanden. Wir hätten genug Kunden, die iPad einsetzen würden, doch sowohl die iPads als auch die "anderen" Tablets erfüllen nicht die Anforderungen, die im Business Bereich benötigt werden.
Aber sei's drum, sind halt nur Business User und keine Consumer.

Und dann zu der Schnittstellen-Thematik bei den Mac's. Es ist ja ganz nett, dass ständig neue Schnittstellen eingebaut werden und alte verschwinden, wie FireWire 800/400. Aber warum verschwinden immer mehr Anschlüsse am MacBookPro oder MacBookAir ? Soll alles drahtlos gehen ? Wie schließt man einen MacBookPro an einen Bildschirm an, wenn schon alle Schnittstellen belegt sind, via AirPlay ?
Vielleicht sollte Apple mal seine Ingenieure und BWLer zu den Anwendern schicken und diese zuschauen lassen, was so bei der täglichen Arbeit benötigt wird. Übrigens, bei uns hängen alle Macs in der Firma "am kabelgebundenen Netz" und nicht drahtlos im WLAN oder ähnlich. Aber dies ist bei Apple anscheinend anders, schaut man sich die Schnittstellen an den MBPs an.

Was nur überrascht, dass IBM, die ja nun angeblich einige tausend Mac's im Einsatz haben, dies alles so sang und klanglos hinnimmt und anscheinend das macht, was Apple vorgibt und für keine Änderungen bei Apple sorgt. Oder macht nun IBM auch auf Consumer ? Das kann ich mir eigentlich nicht vorstellen. Man kann nur hoffen, dass IBM den Apple wieder auf die Spur bringt und Apple "einnordet".

Ist aber nur so eine Einzelmeinung.

Softwarepflege verbessern! - Ein Beispiel

Ich bin Privatnutzer.
Nutze den Mac seit vielen Jahren intensiv - quasi halbprofessionell.

Es wurde ja schon fast alles Erwähnenswerte erwähnt.
Die Hardware lasse ich mal weg, konzentriere mich auf die Software, genauer: OS X.

Und da sollte Apple:

a)
Ein grundsolides OS X etablieren, das nicht jedes halbe Jahr wieder umgestellt wird.

b)
Auf Fehler (Bugs) deutlich schneller reagieren - Systemfehler und Apple-Software inkl. die vielen Dienstprogramme und OS X-Tools. Letztere sind teils gut und teils zu rudimentär und nicht gepflegt.

c)
Auf Verbesserungsvorschläge seitens der Benutzer (funktionelle Erweiterungen / Korrekturen) intensiver eingehen. Vermehrt raus aus dem Elfenbeinturm - bzw. zukünftigem, rundem Cupertino-"Raumschiff" - hin zu den Usern!

Anhand eines Beispiels:

Mein iMac No 2, älteres Modell, hat auch Win XP per Bootcamp installiert. Alternativ dazu läuft unter OS X (hier noch 10.8.5) mit "Parallels" Win 7 und 8.
Mit 8 tue ich mich schwer, 10 habe ich gar nicht installiert - kostet zwar nichts , aber der Preis sind die Nutzerdaten! OS X bleibt - neben Win XP - der Favorit!
Dieser Mac ist nicht am Netz - er ist ein reiner Arbeits-, Erledigungs-, Videoschnitt-, Experimental- etc. Mac.
Ich will dort keine permanenten Updates einspielen, ich will keine dauernden Sicherheitswarnungen, ich will auch nicht Virenscanner (Win) und Firewalls ununterbrochen laufen lassen.

Und jetzt zu meinem Beispiel.

Ich mache auch Videoschnitt und Audiobearbeitung, sowohl unter OS X als auch Windows.
Dazu hängt am iMac ein alter Monitor. Er ist per DVI-Schnittstelle (im Prinzip = HDMI ohne Ton) verbunden.

Auf diesem Bildschirm habe ich dann entweder das Video-Vorschaubild (per Firewire-Out am iMac - dazwischen ein DA-Wandler - und Video-In am Monitor ... wenn die Software dies unterstützt), oder ich kann den Schreibtisch um diesen Monitor erweitern.
Um diese 2. Funktion geht es:

Unter Win XP kann ich diesen Monitor dazuschalten und den Desktop so erweitern, oder ich kann ihn in den Systemeinstellungen einfach ausschalten - er wird fürs System so unsichtbar, ganz unabhängig davon, ob er unter Strom ist oder nicht.
Der Mauszeiger bewegt sich dann nur im Rahmen des Hauptmonitors (= iMac-Bildschirms).

Und was ist mit OS X?
Ganz egal, ob ich den Zusatzmonitor eingeschaltet habe oder ausgeschaltet lasse - OS X erkennt ihn und erweitert den Maus-Bewegungsradius entsprechend.
Das heisst, dort wo der Zusatz-Bildschirm in den Voreinstellungen angeordet ist (links oder rechts vom Hauptmonitor) verschwindet der Mauszeiger jeweils im Nichts. Es gibt keinen Anschlag.
Der Monitor lässt sich fürs System NICHT unsichtbar machen!

Das nervt mich bereits seit x OSX-Generationen und - ich habe es gerade geprüft - es ist auch bei OSX 10.11.2 "El Capitan" nicht anders.

Ein einfacher, aber lästiger Bug (oder ist es ein Feature?) - aber niemand prüft und verbessert ihn.

Falls ich nun etwas übersehen haben sollte und sich das Problem ganz einfach lösen lässt, tut's mir leid - dann war dieser Vorwurf an Apple ein leerer Vorwurf.
Aber dann gäbe es zahlreiche andere Beispiele, wo es um die OSX-Softwarepflege nicht zum Besten steht und wo Apples Reaktionsgeschwindigkeit auf Fehler / Nachbesserung / Erweiterung zu träge, zu nachlässig, zu selbstverliebt, um nicht zu sagen: zu arrogant ist!

Zum Schluss noch etwas Positives:
Bei allen Unzulänglichkeiten - wenn ich die Wahl habe, mit Windows 8 oder 10 zu arbeiten oder mit OS X, dann ist mir der Mac im Augenblick deutlich lieber!
Das ganze zähflüssige und teils umständliche Windows 8-"Look & Feel" nervt mich im Vergleich doch zu stark (da geht mir Win XP deutlich leichter von der Hand - vielleicht auch eine Übungs- und Gewöhnungssache)!

Also Apple: Back to old virtues and good governance, and especially to an open ear for the working user !!

Bestimmte Parameter greifen nicht mehr

Seit 1989 arbeite ich mit Mac.In der Zeit gab es Betriebssysteme die regelmäßig die Festplatten zerschossen oder andere wirklich gravierende Mängel hatten. Aber alles war immer besser als Windoof. Mit allen möglichen mobilen Telefonen habe ich mich herumgeschlagen bis hin zum Nokia-Communicator in mehreren Generationen. Irgendwas der vollmundigen Ankündigungen funktionierte grundsätzlich nie oder zumindest nicht überall auf dem Globus. Dann kam das iPhone und alles funktionierte. Die Faszination Apple schwang immer mit. Jede Generation neuer Geräte hatte dieses "must have" Weihnachten war für mich nicht im Dezember, sondern im Januar, wenn Steve Jobs in San Francisco sagte "one more thing"
Keinen meiner phasenweise 10 Macs behielt ich länger als ein Jahr. Ständig tauschte ich die Hardware gegen neue und das mit erträglichen Kosten, da die "youngtimer" sich immer zu Höchstpreisen verticken liessen. Das änderte sich schleichend Und abrupt nachdem ich das iPad2 erwarb und meine erste und letzte Präsentation damit versuchte.( Heute beglückt meine Frau damit Amazon. zu mehr taugt da auch nicht. Auch die Nachfolger nicht.) Das brachte mir ein MB Air ein dem ich damals schon eine grössere SSD spendierte und seit dieser Zeit keine Veranlassung mehr gesehen habe das Air zu tauschen. Mein Mini Server erhielt 1 TB-SSD und eine TB-Backupplatte und bis heute habe ich keinen Grund gesehen diesen durch Neukauf zu verlangsamen. Eine ähnliche Story könnte ich über den iMac erzählen. Weder optisch noch technisch ist in den letzten 5 Jahren dieses "must have" Gefühl aufgetaucht. Aber die Übergriffigkeit hat sich eingesellt bei allen Geräten. Das letzte gut funktionierende Betriebssystem war Snowleopard. Danach kam fast nur noch Schrott. Leider hatte die Generation der Rechner die ich erwarb eine Sperre damit man nicht mehr zurück konnte auf dieses Betriebssystem. Auch beim Versuch mich in die "Cloud" zu zwingen war ich bockig und bin es noch heute. Ich werde keine Software niemals nicht mieten. CS6 und wie sie alle heissen, die man käuflich erwerben konnte sind für mich Deadline. Der größte Flop der letzten Zeit war Yosemite. Es hat mich sehr viel Mühe gekostet alles wieder zurückzustellen auf Maverick. Ich habe einfach nicht akzeptieren wollen, dass meine Rechner plötzlich so viel langsamer laufen sollten ohne das es irgend etwas in dem Betriebssystem gab was als brauchbare Neuerung notwendig gewesen wäre. Insofern hat Apple seine Profis nicht vernachlässigt, sondern seine Innovationskraft verloren. Was bleibt ist die Haltung "Never change a running system" . denn , wenn ich immer höre das man mit Windows kokettiert, dann kann ich nur lachen. Kein Macarbeiter würde jemals wirklich in Erwägung ziehen sich mit diesem kryptischen Schrott namens Windows ernsthaft auseinander zu setzten. Daher taugt das als Drohkulisse kaum. Leider weiss das auch die Apple und in der post Jobs-Generation brennt leider nicht das Feuer das mich früher den neuen Produkten entgegenfiebern liess.

Um diese Profi-Diskussion …

… mal zu klären, da hier offenbar gerne vorsätzlich falsch verstanden wird: Was ist ein professioneller Anwender? Jemand, der mit dem Rechner arbeiten will und/oder muss. Dafür kann natürlich sowohl iWork als auch ein MacMini reichen. Ich habe hier selbst unterschiedliche Geräte für verschiedene Einsatzzwecke. Ein Pro, ein Mini, ein Pad … wie viele andere auch. Der Rechnertyp oder eine bestimmte Software sind eben genau NICHT das was eine professionelle Nutzung ausmacht.

Was braucht der Profi denn? Einen Computer, den man morgens einschaltet, problemlos damit arbeitet und abends wieder ausschaltet. Das ist der Grund, warum wir alle hier einen Mac nutzen, und genau deswegen wird mein nächster Rechner eben wieder ein Mac werden.

Aber ich vermisse die Bandbreite im Angebot, die Modularität. Beispiel (und bitte nicht wieder als "jaja, due gute alte Zeit" und "früher war alles besser" fehlinterpretieren: ein Blick in die 90er Jahre. Reichte mir ein kleiner Rechner kaufte ich einen Performa, den gab es in zwei Gehäusevarianten mit unterschiedlichen Erweiterungsmöglichkeiten. Brauchte ich mehr Leistung kaufte ich einen Quadra. Den gabe es sogar in drei Gehäusevarianten mit ebenfalls unterschiedlichen Möglichkeiten zur Erweiterung. Ich kenne Büros in denen die kleinsten und die größten Rechner in friedlicher Koexistenz nebeneinander standen (selbst heute noch). RAM wurde bei Bedarf dazugekauft, die Funktionalität wurde über Steckplätze und HD-Slots erweitert, beides häufig erst nach ein, zwei Jahren.

Heute fehlt dieses Angebot, die Modularität. Es gibt den Mini, der reicht für vieles aber nicht alles. Wer mehr Leistung braucht oder will muss zum iMac greifen, wer es noch schneller braucht kann den Pro nehmen. Aber das sind alles Einweg-Rechner ohne Erweiterbarkeit, ohne Aufrüstmöglichkeit oder mit Zwangsmonitor. Oder technisch nicht upo-to-date wie der Pro. Apple hat leider schon immer gerne bestimmt welche Komponenten in den Mac dürfen oder eben nicht, überteuerte RAM-Preiee, HD-Preise etc. Daran hat sich wenig geändert bzw. es ist eher schlimmer geworden – alles ist verlötet und verklebt. So macht man Einwegware, aufbrauchen und wegschmeißen. Das ist auch nicht sehr professionell, genausowenig wie reflektierende Monitore oder oder oder.

Was ich damit sagen will: Apple baut nach wie vor schöne Computer, aber sie bedienen nur noch eine bestimmte Schiene und der Anwender muss zusehen wie er damit klarkommt. Wer jenseits des Mainstreams Bedürfnisse hat – und das sind eben viele Professionelle mit ganz unterschiedlichen Anforderungen –, die haben ein Problem. Das diese Gruppe nicht merh 90% der Anwender ausmacht ist sicher richtig.

Ach ja, und natürlich sind die Professionellen diejenigen die Apple groß gemacht bzw. am Leben gehalten haben. Der erste "Volks-Mac" war der bunte iMac von 1998, vorher war Apple was für Computer-Verrückte oder eben professionlle Nutzer.

Just my 2 cent.

gut beschrieben, Ollo!

Nur im letzten Absatz hakelt es noch:

Zitat:
Ach ja, und natürlich sind die Professionellen diejenigen die Apple groß gemacht bzw. am Leben gehalten haben. Der erste "Volks-Mac" war der bunte iMac von 1998, vorher war Apple was für Computer-Verrückte oder eben professionlle Nutzer.

Nun, das sehe ich ziemlich anders: Die "professionellen Anwender" haben Apple dammals keineswegs am Leben gehalten - sondern den Industrie-Standard-PC (IBM-Kompatibel und mit MS-Dos gekauft - für den gesamten Bereich Text, Datenbank und Kalkulation, für alles "wirtschaftliche" eben. Und nicht jeder Fotograf und Desinger endschied sich für Apple, auf Kostengründen, weil man den PC eben kannte, und - was für alle der entscheidende Grund war - wegen der Abwärts-Kompatibilität, die Gates praktisch "erfunden hat: Das Folgemodel, das Folgesystem kann die vorherigen Programme laufen lassen und die alten Daten lesen.
Ob diese Entscheidung jeweils richtig war, kann man bezweifeln, aber: Das war so! Im Geschäftsbereich war Dos und PC, und nur Exoten hatten einen Apple.
Nach und nach gab es die Entwicklung hin zu "Grafik = Apple", ja, und das hat die Firma am Leben gehalten, ja. Aber groß gemacht?
Groß im Sinne von "Geld" sicherlich nicht.
Bestenfall im Sinne von "Wir müssen besser werden und uns was einfallen lassen - etwas, was Verkäufe an Nicht-Grafiker ermöglicht"

Und der wohl wichtigstes Schrit dahin war OSX (weil Unix) weil: Sicherheit im Netz und die Einschränkungen, die damit einhergehen: DAU-Schutz (unter Windows konnte das Program Regedit nicht nur von jedem Anwender gestartet werden, es kag sogar auf den Startbildschirm ...)
Der Aspekt Sicherheit aber schlug sich (in Apples Vorgehensweise) eben auch darin nieder, die "erlaubte Hardware" zu beschränken (irgendwo lpgisch, sonst müsste man Fremtreiber zulassen, und also Eingriffe ins OS erlauben) und mündet bisher in der AppStore-Pflicht für iOS - also all die Dinge, die hier die "Pros so ärgern.
Die aber genau die Kunden erschlossen haben, die du so treffend alls Profis bezeichnest: Leute, die - ohne das OS zu beherrschen - das Gerät anschalten und nutzen wollen, die damit ihre Arbeit machen. Und sonst (nach Möglichkeit) nichts..

Die anderen, die Technik-Verrückten und Bastler und - ja - auch diejenigen mit besonderen Ansprüchen, die bleiben dabei auf der Strecke, ganz richtig, Weil Apple damit groß geworden ist, einen Computer zu bauen, für dessen Nutzung man eben keine Ahnung vom System haben muss, bei dem man keine Virenscanner und Dienstprogramm und Patches braucht. Den man auspackt und anschaltet und fertig.

Ganz richtig liegst du mit der "Leistungslücke" zwischen Mini und Pro - genau wie du mag ich den Zwangsbildschirm nicht, und wäre daher zum Pro gezwungen, wenn der größte Mini nicht auusreichen würde. Eine echte Schwäche, die aber keineswegs ein dezidiertes "Pro"-Problem ist: Sondern schlicht alle betrifft, auch Gamer oder Hobby-Fotografen und so.

Und richtig großgemacht:
Als das iPhone eingeführt wurde, hatte Apple einen Marktanteil von etwa 5% am PC-Markt. Durch das iPhone "kannten dann alle den Hersteller, und das Konzept der Einbindung beider Systeme in einen übergreifenden Wortflow machte dann den Mac für viele neue Kunden interessant.
Und seitdem steigen die Marktanteile, die Umsätze und Gewinne.

Und seither klagen manche Leute, Apple solle sich besinnen, einen "gescheiten Pro" bauen und alle Hardware zulassen etc.pp.
Weil sie eben *diese* Auffassung von "Profi arbeitet mit Computer" nicht teilen, und Apple eben entschieden hat, lieber Milliarden mit Millionen Kunden zu verdienen, als "am Leben zu bleiben" mit ein paar "Computerverückten"

Irgendwie Schade ist das sicher, aber: Die Forderung, sich um diese Anwender "verstärkt zu kümmern" und das Argument "schließlich haben wir *damals* Geld ausgegeben, deswegen gibt es euch doch überhaupt" wird Apple mit einem Müden Arschrunzeln beantworten.

Der Bedarf an einem Gerät ohne Einbau-Bildschirm in der mitte von Mini und Pro - das hat sogar Chancen, wenn die Marktforscher das erkennen. Aber sonst?

Eben:
Nicht.

(

Groß gemacht

Quantitativ groß gemacht haben Apple keineswegs die Pro-User. Im Gegenteil: Die haben Apple beinahe in die Pleite getrieben. Groß gemacht haben Apple die iMac-, iPod-, iTunes-, iPhone- und iPad-Kunden. Ohne die gäbe es Apple nämlich gar nicht mehr.

So weit so klar

Im Prinzip sind wir uns ja einig, und natürlich sehe auch ich einen Unterschied zwischen "groß gemacht" (das war in der Tat das iPhone) und "am Leben gehalten". Und ich wollte (und habe auch nicht) mit einem "wir haben damals aber … " argumentieren, das wäre ziemlich blöd. Es ist einfach so dass der Mac und sein OS nicht mehr an erster Stelle steht bei Apple und das kann und darf man schade finden. Apple hat genug Potential und Geld um sich auch um diesen Sektor zu kümmern, und sei es nur aus Image-Gründen. Sonst entwickelt sich das Unternehmen nämlich zum Spielzeug-Hersteller.

"profesioneller Anwender" definieren

Die Frage möchte ich auch mal kurz Aufgreifen: Bei Win-Usern war ich es seit Jahr und Tag gewohnt, das die Leute mit ihren Rechnern, sobald etwas nicht wie gewünscht lief, geredet haben wie mit einem verzogenen Kleinkind. Apple-Usern wäre das zu blöd gewesen. Seit einigen Jahren beobachte ich, das sich die Apple-User von einem Gratis-Update zum nächsten quälen mit Bemerkungen wie "der Mail-Bug ist immer noch nicht weg", "Quicklook will nicht mehr bei Audio", "könnte der SMB-Bub nicht langsam mal ...", nachdem ich bei iPhoto nie den Speicherort der Bilder geschnallt habe, ist jetzt bei Fotos ...." u.s.w. - die Qualität der Apple-User lässt aus einer Sicht stark nach.
Ob das gestolpere mit FinalCut besser oder schlechter war, als das weglassen von DVD-Studio Pro oder Aperture, kommentiere ich einfach mal nicht ...

Mit dem Konzept vom Pro habe ich mich angefreundet, einen ordentlichen externen Gerätepark unterm Schreibtisch - soweit OK, aber ist es wirklich so professionell, jeden Morgen unter dem Bündel von 9 Kabeln (incl. 2 FW-Adapter) nach dem Netzschalter suchen zu müssen? Und dieses Design wird einem seit 2 1/2 Jahren als absolutes Nonplusultra verkauft, und anstatt optimierten Updates gibt es nur Preiserhöhungen :-)

Gruß Uli

Groß gemacht....

Moin,

grgrgrgrgrgrgrgrgrg, ich denke mir, dass ich im Namen von vielen Entwickler spreche,
die, die PRO-Rechner zum ENTWICKELN brauchen!

Es sind unsere WERKZEUGE, und eine Software (Produkt) ist von der Qualität des Werkzeuges
sehr abhängig!

Was wäre die ganze i.Reihe & Co. ohne Software (APP)?
Was?? - ausser extrem teuren und superb schönen SCHNEIDEBRETTEN???

Gruß

Ach?

simply-me schrieb:
Moin,

grgrgrgrgrgrgrgrgrg, ich denke mir, dass ich im Namen von vielen Entwickler spreche,
die, die PRO-Rechner zum ENTWICKELN brauchen!

Es sind unsere WERKZEUGE, und eine Software (Produkt) ist von der Qualität des Werkzeuges
sehr abhängig!

Was wäre die ganze i.Reihe & Co. ohne Software (APP)?
Was?? - ausser extrem teuren und superb schönen SCHNEIDEBRETTEN???

Gruß

Nur zum Verständniss:

Heißt das jetzt "Meine Apps sind mies, aber daran ist Apple schuld, weil der Mac pro nichts taugt" oder
"Wir armen, geknechteten Entwickler werden gezwungen, mit unzureichendem Gerät die Sache rauszureißen" oder
"Ihr seid doch alle bescheuert, dass ihr diesen miesen Mist kauft, und ich entwickele kett für Dosen, weil ich da meine Traum-Grafikkarte haben darf"?
Ein Produkt hängt in erster Linie von den Qualitäten des Produzierenden ab, nicht vom Werkzeug.

Und, nur als Tipp: Die Begriffe "Syntax" unn "Grammatik" (besonders: Zeichensetzung) gibt es auch in der deutschen Sprache, und Schreien ist in keine Sprache ein Argument. Außer vielleicht in Basic.

cool bleiben :-)

derUli schrieb:
Ein Produkt hängt in erster Linie von den Qualitäten des Produzierenden ab, nicht vom Werkzeug.
Das würde ich auf keinen Fall unterschreiben (in meinem ersten Leben war ich Tischler, da geht der Spruch gar nicht, obwohl der Produzierende in der Tat auch schlechte Vorraussetzungen noch ausgleichen kann :-)
Eine sachliche Begründung von simply-me hätte ich hier begrüßt (mit etwas Phantasie lese ich in seinen Worten etwas über einen 92er Mac mit jungfräulichem Betriebssystem, bei dem bei der Arbeit kein iSchrott reinfunkt -kann aber auch sein, dass er etwas ganz anderes meint).

@Redaktion:
bei Threads >10 Beiträge würde ich mir eine Nummerierung der Beiträge wünschen, damit man bei interessanten Diskussionen wie dieser hier den Anschuss schneller wieder findet.

Gruß Uli

Grins ...

Ich war Maurer ...
Und habe erlebt, wie ein - ähm - echter Profi mit einer alten Dreieckskelle und einem Uralt-Hammer gezaubert hat und daneben ein junger "Pro" mit einem Eimer voller toller Werkzeug abgekackt ist.
Und das meine ich: Das beste Werkzeug nutzt exakt nichts, wenn man an der Benutzung desselben scheitert.

Zugegeben: Ein geniales Werlzeug kann dem *Könner* einen Haufe Zeit und Nerv ersparen, ja - aber das Ergebnis ist davon erstmal weniger berührt.

Bei Grafiksachen lasse ich mir da auch noch eher was eingehen: Auflösung ist Auflösung, und was Gtafikkarte und Bildschirm nicht können ist wirklich schwer auszugleichen
Aber Programme? Logik ist Logik und Syntax ist Syntax und entweder beherrscht man das - oder halt nicht.

Wer eine Super-Säge bedienen kamm, weil er weiß, was Sägen ist, der hat da einen Vorteil, ja. Aber wer eben nicht sägen kann, macht auch damit nur Späne

(Und ja: Eine Nummerierung oder sowas in den Themen wäre toll, oder wenigstens der Link zum ersten ungelesenen Beitrag. Die Kennzeichnung als "neu" zeigt ja, dass das System weiß, was ich zuletzt angeschaut habe ...

Stimmt zur Hälfte

derUli schrieb:
Ich war Maurer ...
Und habe erlebt, wie ein - ähm - echter Profi mit einer alten Dreieckskelle und einem Uralt-Hammer gezaubert hat und daneben ein junger "Pro" mit einem Eimer voller toller Werkzeug abgekackt ist.
Und das meine ich: Das beste Werkzeug nutzt exakt nichts, wenn man an der Benutzung desselben scheitert.

Zugegeben: Ein geniales Werlzeug kann dem *Könner* einen Haufe Zeit und Nerv ersparen, ja - aber das Ergebnis ist davon erstmal weniger berührt....

Als Software-Entwickler kann ich dir sagen: Ein geniales Werkzeug spart in diesem speziellen Fall nicht nur Zeit und Nerven, sondern schafft tatsächlich auch bessere Ergebnisse.

Viele meinen ja, das wir "Frickler" es lieben, ständig herumzukonfigurieren, Rechner zu basteln und Hardware hochzurüsten. Stimmt aber so gar nicht. Ich liebe es, gleichermaßen kreative und innovative Lösungen für komplexe Pobleme zu finden, aber ich hasse es ebenso wie jeder Word-User, wenn ich viel Zeit und Nerven in Vorbereitungen / Troubleshooting investieren muss, die mir eine professionelle Arbeitsumgebung bequem hätte abnehmen können. Mein Produkt wird garantiert darunter leiden und bestenfalls so gut wie eben nötig werden. Die wirklich guten Produkte entstehen aber in einer Wohlfühl-Atmosphäre, aus einer "ich will erstmal nur spielen" Mentalität heraus - und deshalb sind richtig gute Werkzeuge fast ebenso wichtig wie richtig gute Entwickler.

Zum Thema Apple und "Pros": Apple ist groß genug, um sich auch Produktsparten widmen zu können, die ihnen im Moment keine Milliarden einbringen (und es wohl auch nie werden). Der für Apple positive Nebeneffekt könnte dabei sein, das sich daraus neue Möglichkeiten / Chancen für die Milliarden-Märkte ergeben, auf die man ohne diese Nebenschauplätze nie gekommen wäre. Ich bin erstaunt, das Apple darauf nicht selber kommt und den "kreativen Spinnern im eigenen Haus" (positiv gemeint) nicht wieder mehr Raum gibt - idealerweise in einem mit sinnbildlicher Rutsche und sinnbildlichem Sandkasten.
Aber nein: Die Anzugmenschen haben die Macht übernommen, auch wenn die heutzutage das Hemd imageträchtig über der Hose tragen und mit dem Skateboard zur Arbeit kommen.
Als erfolgreicher Kreativer sehe ich allerdings den entscheidenen Unterschied zwischen vorgetäuschter und tatsächlicher Innovation. Wahrscheinlich ist Apple zu groß und "zu wichtig" geworden, um einfach nur zu spielen. Schade.