WhatsApp gibt jetzt Daten an Facebook weiter

Der weitverbreitete Messaging-Dienst WhatsApp hat gewichtige Änderungen in seinen Nutzungsbedingungen vorgenommen. Demnach werden ab sofort bestimmte Daten mit dem sozialen Netzwerk Facebook ausgetauscht. Bestehende Nutzer können die Neuregelung zumindest ausbremsen. Facebook hatte WhatsApp vor zweieinhalb Jahren für 19 Milliarden Dollar aufgekauft.

Nun will Facebook durch die WhatsApp-User höhere Werbeeinnahmen erzielen. Dazu sollen künftig die Telefonnummern der WhatsApp-Nutzer an Facebook übermittelt werden, ebenso die Zeit, wann WhatsApp das letzte Mal verwendet wurde. Dadurch soll die Werbung auf Facebook besser personalisiert werden. WhatsApp selbst soll aber werbefrei bleiben. Telefonnummern sollen weder veröffentlicht noch weitergegeben oder verkauft werden.

WhatsApp

WhatsApp: Die eigene Telefonummer landet jetzt bei Facebook.
Bild: WhatsApp.



"Indem deine Telefonnummer mit den Facebook-Systemen verbunden wird, kann Facebook dir besser Freunde vorschlagen und dir passendere Werbung anzeigen, falls du einen Account dort haben solltest. Du könntest z. B. Werbung von einem Unternehmen sehen, mit dem du bereits in Kontakt standst, anstatt eines vorgeschlagen zu bekommen, von dem du noch nie gehört hast", heißt es dazu von WhatsApp. Eine FAQ ist auf dieser Web-Seite zu finden.

Facebook werde jedoch keinen Zugang zum Inhalt von versendeten Mitteilungen erhalten. Dies sei durch die im Frühjahr eingeführte Ende-zu-Ende-Verschlüsselung gewährleistet, erläutert das Unternehmen. Bestehende Nutzer haben die Möglichkeit, der Verwendung der eigenen Profildaten in Facebook zur Verbesserung von Werbung und Kontaktempfehlungen zu widersprechen.

Die Daten an sich sollen dennoch an WhatsApp übertragen werden. "Die Facebook-Unternehmensgruppe wird diese Information trotzdem erhalten und für andere Zwecke, wie Verbesserung von Infrastruktur und Zustellsystemen, des Verstehens der Art der Nutzung unserer bzw. ihrer Dienste, der Absicherung der Systeme und der Bekämpfung von Spam, Missbrauch bzw. Verletzungshandlungen", heißt es im zugehörigen Support-Dokument. Ob auch neue WhatsApp-User diese Option haben, ist zum gegenwärtigen Zeitpunkt nicht bekannt.

Eine Alternative zu WhatsApp ist der Schweizer Messaging-Dienst Threema.

Kommentare

Die Masse juckt's nicht, dass ist das Problem!

Ich wiederhole es in aller Deutlichkeit, jede/r der WhatsApp nutzt ist ein Datenhehler.
WhatsApp und Facebook sind eine Pest.
Ich kann nur alle dazu aufrufen, sich endlich Alternativen zu suchen!

FaceBook > Minds.org
WhatsApp > Threema, Wire, Telegram, Signal, etc.

Diese ganzen in den USA zentralisierten Dienste sind abzulehnen.