Apple stellt iPhone 7 mit wasserdichtem Gehäuse, verbessertem Display und Zwei-Linsen-Kamera im Plus-Modell vor

08. Sep 2016 00:01 Uhr - Redaktion

Apple schickt mit iPhone 7 und iPhone 7 Plus eine neue Smartphone-Generation ins Rennen. Zu den wichtigsten Neuerungen gehören ein wasserdichtes Gehäuse nach dem IP67-Standard, eine verbesserte Rückseitenkamera (im Plus-Modell mit zwei Linsen für optischen Zoom), ein Vierkernprozessor (A10 Fusion), eine längere Akkulaufzeit, verdoppelte Speicherkapazitäten sowie ein verbessertes Display mit breiterer Farbraumabdeckung und erhöhter Helligkeit. Der 3,5-Millimeter-Klinkensteckeranschluss wurde gestrichen, die Preise wurden abermals erhöht.

Kopfhörer werden mit dem iPhone 7 und iPhone 7 Plus entweder über die Lightning-Schnittstelle oder drahtlos via Bluetooth verbunden. Apple liefert Lightning-Kopfhörer mit, ebenso einen Lightning-auf-Klinkenstecker-Adapter, um bestehende Kopfhörer weiternutzen zu können. Die Akkulaufzeit wurde erhöht – um bis zu zwei Stunden beim iPhone 7 (gegenüber iPhone 6s) bzw. um bis zu eine Stunde beim iPhone 7 Plus (gegenüber dem iPhone 6s Plus).



Wasserdichtes Gehäuse, Vierkernprozessor, bis zu 256 GB Kapazität

Die Speicherkapazitäten wurden gegenüber iPhone 6s (Plus) verdoppelt – von 16, 64 und 128 GB auf 32, 128 und 256 GB – und die LTE-Datenübertragungsrate erhöht (von 300 auf maximal 450 Mbit pro Sekunde). Das Display von iPhone 7 (Plus) bietet eine breitete Farbraumabdeckung und eine um 25 Prozent höhere Helligkeit (625 cd/m2). Statt Mono- gibt es nun Stereo-Lautsprecher, die zudem eine doppelt so hohe Maximallautstärke ermöglichen wie die Vorgängerserie und einen höheren Dynamikumfang aufweisen.

Gemäß dem IP67-Standard sind die neuen Apple-Smartphones sowohl gegen Spritzwasser als auch gegen kurzes Eintauchen in Wasser geschützt. IP67 schließt außerdem Schutz vor Staub mit ein. Apple bietet die neuen iPhones in fünf Farben an. Neben Silber, Gold und Roségold sind dies Schwarz und Diamantschwarz (Spacegrau wurde gestrichen). Das Gehäusedesign blieb bis auf Kleinigkeiten unverändert (beispielsweise sind die Antennenbändern nun im Rahmen integriert), das Gewicht wurde um einige Gramm reduziert. Zugunsten eines wasserdichten Gehäuses wurde auf einen mechanischen Home-Button verzichtet - als Ersatz gibt es einen Force-Touch-Home-Button mit haptischem Feedback.

Der neue Prozessor A10 Fusion mit vier Kernen soll gegenüber dem Zweikernchip A9 der Vorgängergeneration eine um bis zu 40 Prozent höhere Rechenleistung und eine um bis zu 50 Prozent beschleunigte Grafikdarstellung liefern. Zwei Kerne des A10 Fusion sind besonders energieeffizient sollen einen besonders stromsparenden Betrieb bei einfachen Tätigkeiten wie Abrufen von E-Mails oder Versenden von Mitteilungen gewährleisten. Das iOS 10 schaltet automatisch zwischen Volllast- und Stromsparkernen um.

"Der neue speziell entwickelte Apple A10 Fusion Chip hat eine neue Architektur, die diese Innovationen antreibt und ihn zum leistungsstärksten Chip aller Zeiten in einem Smartphone macht, während dank der bisher längsten Batterielaufzeit bei einem iPhone zugleich mehr Zeit zwischen den Ladeprozessen bleibt. Die CPU des A10 Fusion hat jetzt vier Kerne: sie integriert nahtlos zwei im Verhältnis zu iPhone 6 doppelt so schnelle High-Performance-Kerne mit zwei Hocheffizienz-Kernen, die in der Lage sind mit gerade einmal einem Fünftel der Energie der High-Performance Kerne auszukommen", erläutert der Hersteller.

iPhone 7

iPhone 7: Plus-Modell mit Zwei-Linsen-Kamera.
Bild: Apple.



Verbesserte Kameras für bessere Bilder

Dem Kamerasystem hat Apple umfassende Verbesserungen spendiert. Die Vorderseitenkamera löst nun mit sieben Megapixeln auf (iPhone 6s und iPhone 6s Plus: fünf Megapixel) und soll qualitativ bessere Fotos liefern. Die Rückseitenkamera arbeitet weiterhin mit zwölf Megapixeln, wobei es die optische Bildstabilisation nun in allen Modellen gibt. Der vergrößerte Sensor erfasst laut Apple 50 Prozent mehr Licht, zudem wurde das komplette Kamerasystem um bis zu 60 Prozent beschleunigt. Der Blitz verfügt nun über vier statt zwei LEDs, wodurch die Helligkeit deutlich erhöht wird. Dem Plus-Modell hat Apple eine Kamera aus zwei Linsen spendiert. Dadurch wird einerseits optischer Zoom möglich, andererseits verbessert dies die Bildqualität in lichtschwachen Umgebungen.

Dazu Apple: "iPhone 7 und iPhone 7 Plus machen die beliebteste Kamera der Welt dank vollständig neuer Kamerasysteme sogar noch besser. Die 12-Megapixel Kamera bietet eine optische Bildstabilisierung sowohl bei iPhone 7 als auch bei iPhone 7 Plus. Eine größere ƒ/1.8 Blende und ein Objektiv mit sechs Elementen ermöglichen hellere, detailreichere Fotos und Videos und eine breite Farberfassung sorgt für lebendigere, differenziertere Farben. iPhone 7 Plus kommt mit der gleichen 12-Megapixel Weitwinkelkamera wie iPhone 7 und bietet zusätzlich eine 12-Megapixel Kamera mit Teleobjektiv, die im Zusammenspiel einen zweifachen optischen Zoom und einen bis zu zehnfachen digitalen Zoom für Fotos bieten.



Zu einem späteren Zeitpunkt in diesem Jahr werden die dualen 12-Megapixel Kameras außerdem einen neuen Schärfentiefe-Effekt ermöglichen, für den sie auf beide Kameras des iPhone 7 Plus bei der Aufnahme von Bildern zurückgreifen. Eine ausgeklügelte Technologie mit Machine Learning trennt den Hintergrund vom Vordergrund, um im Ergebnis verblüffende Portraits zu erhalten, die vormals ausschließlich mit DSLR-Kameras möglich waren."

Preise und Verfügbarkeit

iPhone 7 und iPhone 7 Plus können ab dem 09. September vorbestellt werden und kommen am 16. September in 28 Ländern (darunter Deutschland, Österreich und die Schweiz) in den Handel. Eine Woche später erfolgt der Verkaufsstart in 30 weiteren Ländern. Die Euro-Preise wurden gegenüber den Vorgängermodellen leicht angehoben und beginnen nun bei 759 statt 739 Euro. Diamantschwarz gibt es nur in den Ausführungen mit 128 und 256 GB.

Das iPhone 6s und das iPhone 6s Plus bleiben zu vergünstigten Preisen im Angebot. Das kleinste Modell des iPhone 6s hat nun 32 statt 16 GB und kostet 649 statt 739 Euro. Daneben wurde der Preis der 128-GB-Variante von 959 auf 759 Euro gesenkt. Beim iPhone 6s Plus geht es jetzt ebenfalls ab 32 statt zuvor 16 GB los (für 759 statt 849 Euro), die 128-GB-Ausführung wurde von 1069 auf 869 Euro vergünstigt. Die Preise des iPhone SE wurden von 489 auf 479 Euro (16 GB) sowie von 589 auf 539 Euro (64 GB) reduziert.

Kommentare

Mehr war auch nicht zu erwarten. Wasserdicht nach IP67 ist eine sehr willkommene Neuerung. Klinke ist 100 Jahre alt, dass das Teil mal abgesägt wird, war eh klar. 32 statt 16 GB in den kleinsten Modellen ist überfällig, mehr als überfällig!

Ich könnte ohne Klinke leben, da ich bis jetzt fast immer die original Apple Kofhörer verwendet habe. Was mich an dem neuen Anschluß aber stört ist der Stecker. Der sieht relativ groß und starr aus. Da er ja vermutlich die Audio-Elektronik beinhaltet wird das auch so bleiben. Bein Tragen in der Hosentasche könnte das schon stören und auch auf den Anschluß drücken. Klinken konnte man dagegen flach rechtwinklig bauen, da sie drehbar sind.

Naja - das iphone ist jetzt wasserdicht - wenn ich mir die Neuerungen bei Apple anschaue frage ich ob die R&D Abtlg. noch ganz dicht ist?
Klasse - jetzt kann ich selfies unter der Dusche machen - das nenne ich wahren Fortschritt!
Keinerlei Neuigkeiten bei den Computern - dafür floss das ganze I-dont-know-how in Lifestyleprodukte.
Ich habe die Hoffnung begraben dass Apple wieder Werkzeuge (Arbeitsgeräte) für Menschen herstellt die nicht nur telefonieren wollen.
Schicki-Micki Firma - oh Apple wie tief bist Du gesunken - da freut mich auch der Börsenwert nicht.

Was willst du von einem Unternehmen erwarten, das "Pokemon Go" auf einer Armbanduhr wichtiger findet, als vernünftige Büro-Software am Rechner?

Das iPhone 8 hat eine 16MP-Kamera, 256 GB Speicher, einen schnelleren Prozessor, ein 20 % helleres Display und eine 15 % längere Akkulaufzeit. Natürlich läuft "Pokemon Go" auch drauf.

Ich weiß ja nicht, welche Erwartungshaltung manche inzwischen von Apple haben, aber die scheint ja inzwischen megagroß zu sein. Anders kann ich mir manche Kommentare hier und auch an anderer Stelle nicht erklären.

Das Event war in erster Linie ein iOS Event und hat nichts mit den Mac-Rechnern am Hut, die folgen dieses Jahr noch, aber nicht gleichzeitig zu dieser Vorstellung, dafür wäre auch die Zeit zu kurz.

Ich brauche auch keine Watch oder das neue iPhone, aber das ist Geschmacksache. Apple bedient inzwischen einen großen Markt, eben auch den Consumer, aber nicht nur.

Muss denn alle Nase lang etwas tolles, neues, großartiges noch nie da gewesenes erscheinen? Mich nervt ja jetzt schon, dass jedes Jahr ein neues Betriebssystem kommt (im Übrigen das zum Thema Apple kümmert sich nicht um die User der Mac Rechner). Mir wäre es viel lieber alle 5 Jahre, aber dafür stabil, flott und zuverlässig!

Und ja, ich verwette meinen Hintern, dass dieses Jahr noch aktuelle Rechner von Apple kommen und das reicht auch vollkommen. Das Design vom derzeitigen iMac oder Macbook Pro finde ich vollkommen ausreichend, es muss nicht noch dünner, noch leichter sein, bis es in der Hand auseinander bricht, wenn man es anpustet… ;o)

Und dann diese Wunschlisten… „ich hätte gerne dieses, jenes und das“… ist Apple der Weihnachtsmann Kinners?

Apropos, Neues kann es nicht mehr geben, da die Gerüchteküchen im Vorfeld eh schon alles ausplaudern….. so ist das, wenn man in der Nacht zu Weihnachten die Geschenke aufmacht, keine Überraschung mehr…. ;o)

[quote=lifenonstop]Mich nervt ja jetzt schon, dass jedes Jahr ein neues Betriebssystem kommt (im Übrigen das zum Thema Apple kümmert sich nicht um die User der Mac Rechner). Mir wäre es viel lieber alle 5 Jahre, aber dafür stabil, flott und zuverlässig![/quote]Kommt einfach nichts, der Schrott bleibt Schrott, und immer mehr Spielzeug dazu :-)
Ich habe nichts erwartet und halte mich deshalb zurück - aber die Sprüche zu diesem Dilemma lese ich trotzdem gern. Meine Rechner werden wohl noch etwas halten (und darauf brauche ich nicht die neuesten Systeme, obwohl ich gen was aktuelles hätte, was aber flüssig laufen sollte), von daher kratzt mich das alles nicht so sehr.

Ordentlich solide, schwere, erweiterbare und haltbare Rechner erwarte ich von Apple gar nicht mehr, da schiele ich immer mehr in Hackintosh-Richtung. Bei den neuesten Apple-Laptops hapert es ja schon an der Spielzeugtastatur :-)

Gruß Uli

Gruß Uli

Lieber Uli, warten wir einfach mal ab was da kommt, die Alternative wäre ja Windows....*würg*.... ok, zum Gamen ganz Ok, aber sonst?

[quote=lifenonstop]Lieber Uli, warten wir einfach mal ab was da kommt, die Alternative wäre ja Windows....*würg*.... ok, zum Gamen ganz Ok, aber sonst?[/quote]

Und wird vermutlich nie eine Alternative für Macuser sein. Microsoft legt einfach nicht die Liebe zum Detail an den Tag, so wie das Apple macht. Windows ist durchschnittlicher Mist und wird/will es auch bleiben.

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Go Mac – the computer with a smile!

Ich denke, diese Grafik zeigt mit einem schnellen Blick, wo Apple heute schwerpunktmäßig sein Geld verdient:
http://www.hardwareluxx.de/images/stories/newsbilder/aschilling/2016/ap…

Aus unternehmerischer Sicht finde ich es also absolut nachvollziehbar, dass das iPhone so eine große Rolle spielt. Ob es uns gefällt oder nicht: Der Mac ist inzwischen ein Nischenprodukt, wohl auch wegen der langen Nutzungsdauer. Smartphones werden vom Kunden statistisch alle 18 Monate durch einen Neukauf ersetzt, klassische Rechner wahrscheinlich erst nach 3-5 Jahren. Und auch vom Einzelpreis lässt sich selbst das kleinste iPhone teurer verkaufen als zB ein Mac mini.

aber nicht von Win gesprochen, sondern von einem Hackintosh - neueste PC-Hardware und ein MacOs als alleiniges System (Nativ).
Meiner läuft unter E.C. absolut Stabil (und ein erstellter Clone läuft auch fehlerfrei !).

Meine empfehlung.:

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