Letzte Fehlerkorrekturen: Apple veröffentlicht weiteren Golden-Master-Build von macOS Sierra

Wenige Tage vor dem Startschuss für macOS Sierra hat Apple einen frischen Golden-Master-Seed (16A323) des neuen Betriebssystems für Entwickler veröffentlicht. Damit wurden weitere Fehlerkorrekturen vorgenommen, um eine möglichst reibungslose Markteinführung am 20. September zu gewährleisten. Sofern keine schwerwiegenden Probleme mehr entdeckt werden, wird Build 16A323 zur Finalversion (Golden Master) erklärt.

macOS Sierra

macOS Sierra: ab dem 20. September verfügbar.
Bild: Apple.



Die Freigabe des finalen macOS 10.12 wird am 20. September voraussichtlich um 19:00 Uhr erfolgen. Zu den wichtigsten Neuerungen gehören das moderne 64-Bit-Dateisystem APFS, der Sprachassistent Siri, Zwischenablage-Synchronisation mit anderen Macs sowie iOS-Geräten, Safari 10 mit Apple-Pay-Unterstützung und Plugin-Blockierung, Rückkehr der RAID-Optionen im Festplattendienstprogramm, eine verbesserte Metal-Grafikengine, systemweite Tabs, Login via Apple Watch und ein Tool zur Speicherplatzoptimierung. APFS befindet sich noch in der Entwicklung und liegt daher weiter als Betaversion vor. Die erste finale APFS-Version kommt laut Apple 2017.

Die Systemanforderungen wurden mit macOS Sierra angehoben: mehrere ältere Macs werden nicht mehr unterstützt, darunter die Mac-Pro-Baureihen Anfang 2008 und Anfang 2009 sowie in den Jahren 2007 bis 2009 vorgestellte MacBook-Pro-Modelle. Mehr über das neue Betriebssystem erfahren Sie in unseren Artikeln "Apple: OS X wird in macOS umbenannt – neue Version mit Sprachassistent Siri kommt im Herbst", "macOS Sierra: Die wichtigsten Neuerungen im Überblick" sowie "macOS Sierra auf nicht unterstützter Hardware installieren".

Nach der Markteinführung von macOS Sierra wird Apple wie gewohnt in regelmäßigen Abständen Updates mit Detailverbesserungen und Fehlerkorrekturen bereitstellen. Die Version 10.12.1 wird für Ende September oder Anfang Oktober erwartet.

Kommentare

Und ich dachte immer

... die finale Version heißt final version und nicht golden master ... außerdem ist golden master eh ein Begriff aus der CD/DVD Produktion, wird zwar noch verwendet, aber Apple kann ja heute jederzeit ne neuere Version ausliefern, wenn Probleme festgestellt werden dank Auslieferung über den Appstore. Sprich: Der Begriff golden master wird überstrapaziert in der heutigen Zeit.

Da hast Du teilweise Recht

... denn dadurch, dass die Software nicht mehr physisch hergestellt wird, kann man letzte Fixes noch vor dem Release einschieben. Ich empfinde das auch als verwirrend. Andererseits ist es mir lieber so, als wenn sie Showstopper nicht noch in letzter Minute fixen würden.

Durch die Bezeichnung GM sind mehr User (auch ich) bereit sich diese Version zu installieren, als bei einer Beta. Man muss ich halt - im Gegensatz zu früher - darüber klar sein, dass man ggf. nochmals installieren bzw. migrieren muss. Also besser nicht gleich auf eine Produktivsystem spielen ;-)

Why not

"Golden Master" hat schon eine Symbolfunktion. Markiert der Zusatz doch das erreichen eines Meilenstein im Entwicklungsprozess. Ich finde das richtig und gut. Es spielt keine Rolle, wo das Wort seinen Ursprung hat. Es geht darum, dass der Mensch versteht, was damit gemeint ist.

ERNIE