Apple verzeichnet Rekordbestellungen für neues MacBook Pro – Bekenntnis zur Desktop-Sparte

Obwohl Apple für die neue MacBook-Pro-Generation zuletzt viel Kritik einstecken musste, verkaufen sich die Mobilmacs offenbar blendend. Nach Angaben von Apple-Marketingchef Phil Schiller befindet sich die Nachfrage auf Rekordniveau. Man habe für die neuen Notebooks mehr Online-Bestellungen erhalten als jemals zuvor für eine frisch eingeführte MacBook-Pro-Produktreihe, sagte Schiller in einem Interview. Gleichzeitig gab er ein Bekenntnis für die Desktop-Sparte ab.

Man liebe den Mac und sei ihm weiterhin verpflichtet – bei Desktops wie bei Notebooks. Das neue MacBook Pro sei das beste Beispiel, dass man weiterhin stark in den Mac investiere, so Schiller. Dies kann als eindeutiges Signal gewertet werden, dass Apple auch den zuletzt vernachlässigten Desktop-Macs weiterhin große Bedeutung beimisst. Viele Anwender waren enttäuscht als Apple am vergangenen Donnerstag zwar eine komplett neu entwickelte MacBook-Pro-Generation vorgestellt hat, Upgrades für Mac Pro, Mac mini und iMac jedoch ausblieben.



Von der Kritik am neuen MacBook Pro zeigte sich Schiller einerseits etwas überrascht, andererseits sei es jedoch völlig normal, dass neue Apple-Produkte häufig polarisieren würden. Dies zeige, wie sehr die User emotional mit dem Mac verbunden seien. Das neue MacBook Pro sei in seinen Augen des "beste jemals hergestellte Notebook", aber möglicherweise noch nicht für jeden geeignet. Er zieht Parallelen zum allerersten iMac – der damals auch stark polarisierte, sich aber letztlich als das richtige Konzept erwiesen habe.

Zu den Kritikpunkten an den neuen MacBook-Pro-Modellen gehören unter anderem der Wegfall traditioneller USB-A-Ports, des HDMI-Ausgangs, des Speicherkartenslots und der MagSafe-Funktionalität, die hohen Preise und die Beschränkung auf maximal 16 GB Arbeitsspeicher. Einige Anwender kritisieren zudem, dass Apple in den Notebooks nicht Intels neue Kaby-Lake-Prozessoren einsetzt, sondern die Vorgängerserie Skylake. Allerdings sei hier anzumerken, dass die für das MacBook Pro geeigneten Kaby-Lake-Chips von Intel erst ab 2017 ausgeliefert werden.

Bezüglich Preise und RAM könnte sich ebenfalls nächstes Jahr etwas tun. Wie berichtet, erwartet der gewöhnlich gut informierte Analyst Ming-Chi Kuo für das zweite Halbjahr 2017 eine verbesserte MacBook-Pro-Generation mit niedrigeren Preisen, bis zu 32 GB Arbeitsspeicher und schnelleren Prozessoren.

Kommentare

Ich pfeife auf Touch Bar

Vielleicht sollten Schiller, Ives und all die anderen VPs mal ein Sabbatical in der Arbeitswelt ausserhalb Nº1, Infinity Loop machen. Dann würden sie die Beschwerden der Nutzer nicht nur verstehen, sondern sogar vorhersehen. Auf der Macintosh-Seite entwickelt Apple mittlerweile am Bedarf vorbei. Ein €29-Adapter, um einen €8-USB-Stick anschließen zu können? Geht's noch? So verkommt ein geniales Arbeitsgerät zum Statussymbol für die Brioni-Träger in den Konferenzräumen.

:-) :-)

Zahlen und fröhlich sein:-)

Das zum Thema...

... was für ein schlechtes Gerät es sei von den ganzen Meckerern nach der Vorstellung des Macbook Pro. Scheint ja so, dass Apple doch fast alles richtig gemacht hat.

Na ja, ich als Desktop Nutzer freue mich erst, wenn überarbeitete iMacs folgen. Eher kommt mir kein neuer Rechner daheim und schon gar nicht in die Firma.

Mac der Sparer...

Vielleicht sollte man schnell zugreifen, sieht so aus als ob der Euro immer noch ziemlich viel Luft nach unten hat.
Einige Großfirmen scheinen allmählich zu lernen, dass Rentabilität und Anschaffungspreis nicht dasselbe sind.

Previn: “Every Mac we buy is in fact continuing to make and save IBM money"
Since providing its employees the option to select between Windows or Mac based PC in mid-2015, IBM has gone on to become one of the largest corporate customers for Apple. The company had first assumed that switching to Macs would be more expensive, but as the last year has proven, it has actually ended up saving the company up to $543 per Mac compared to a Windows PC. The increased demand has led IBM to deploy 1,300 new Macs every week.