Apple: Finalversion von macOS 10.12.2 steht zum Download bereit

13. Dez 2016 19:00 Uhr - Redaktion

Das zweite große Update für das aktuelle Betriebssystem macOS Sierra ist fertig. Die ab sofort verfügbare Version 10.12.2 verbessert nach Angaben von Apple die Stabilität, Kompatibilität, Performance und Sicherheit des Macs. Außerdem behebt macOS 10.12.2 verschiedene Kinderkrankheiten der neuen MacBook-Pro-Generation.

Beispielsweise wurden auf den neuen Mobilmacs mehrere Probleme mit der Bilddarstellung (Verzerrungen, Falschfarben, Artefakte, Flackern...) sowie eine Absturzursache bei der Verwendung von externen Laufwerken behoben. Auch ein Problem, durch das der Systemintegritätsschutz versehentlich deaktiviert wurde, ist beseitigt worden. Außerdem können nun Screenshots von der Touch-Bar-Funktionsleiste angefertigt werden (über das Programm Bildschirmfoto oder die Tastenkombination Befehl-Umschalt-6).

macOS 10.12.2 verbessert die Konfiguration und Zuverlässigkeit des automatischen Logins mit einer Apple Watch, die Stabilität des Programms Fotos beim Erzeugen und Bestellen von Fotobüchern und die Audioqualität beim Verwenden von Siri und FaceTime mit Bluetooth-Headsets. Zudem wurde die Konfiguration und Deaktivierung der Datei-Synchronisationsfunktion "iCloud-Schreibtisch und –Dokumente" optimiert.

macOS Sierra

macOS Sierra: Zweites großes Update steht in finaler Form zum Download bereit.
Bild: Apple.



Das Betriebssystemupdate behebt ein Problem, durch das eingehende E-Mails im Programm Mail bei Verwendung eines Exchange-Accounts nicht angezeigt wurden, sowie einen Fehler, durch den die Installation von Safari-Erweiterungen nicht möglich war. Außerdem wurde ein Problem beseitigt, durch das nicht alle Auflösungen auf externen Displays ausgewählt werden konnten.

macOS 10.12.2 verbessert die Performance beim Durchsuchen von globalen Exchange-Adressverzeichnissen, die Zuverlässigkeit bei der Nutzung von Exchange-Kalendern, die Handhabung von im Hintergrund laufenden Softwareupdates und die Unterstützung für die Smart-Card-Authentifikation im Loginfenster. Weitere Fehlerkorrekturen betreffen unter anderem Xsan, die Partitionierungsfunktion im Festplatten-Dienstprogramm und die Verteilung von Konfigurationsprofilen. Der Web-Browser Safari ist in der Version 10.0.2 enthalten, die die Stabilität sowie die Kompatibilität mit Web-Sites verbessert und verschiedene Probleme behebt.

In macOS 10.12.2 wurden über 70 Sicherheitslücken geschlossen. Sie betreffen Komponenten wie Apache, Bluetooth, CoreFoundation, CoreGraphics, curl, FontParser, ImageIO, Intel-Grafiktreiber, IOKit, Kernel und OpenSSL. Mehr als 20 dieser Schwachstellen werden als gefährlich eingestuft, da sie Angreifern unter Umständen das Einschleusen und Ausführen von Schadcode ermöglichen. Weitere 24 Sicherheitslücken wurden im Web-Browser Safari behoben.

Neues MacBook Pro

Neues MacBook Pro: macOS 10.12.2 behebt Probleme mit Grafikdarstellung sowie weitere Fehler.
Bild: Apple.



Die Unterstützung für Kamera-Rohdateien wurde erweitert. macOS 10.12.2 ergänzt die RAW-Formate folgender Digitalkameras: Canon EOS 5D Mark IV, Canon EOS M5, Fujifilm X-T2 (nur unkomprimiert), Nikon D3400, Panasonic Lumix DMC-G8 / G80 / G85, Panasonic Lumix DMC-LX9 / LX10 / LX15, Panasonic Lumix DMC-FZ2500 und Pentax K-70. Auf die RAW-Unterstützung des Betriebssystems greifen neben den Apple-Programmen Fotos, Aperture, iPhoto und Vorschau auch zahlreiche Anwendungen von Drittherstellern zu. Eine Liste der unterstützten RAW-Formate in macOS Sierra ist auf dieser Web-Seite zu finden.

Das Betriebssystemupdate hat einen Umfang von etwa 1,2 bis 1,9 GB (abhängig vom Mac-Modell) und steht per Softwareaktualisierung (siehe Mac-App-Store) und via Web zum Download bereit. Apple bietet macOS 10.12.2 auch als Combo-Update an. Während das reguläre Update macOS 10.12.1 aktualisiert, bringt das Combo-Update alle Installationen von macOS Sierra (d. h. macOS 10.12 und macOS 10.12.1) auf den neuesten Stand.

Vor der Installation von macOS 10.12.2 sollte ein vollständiges Backup des Macs angelegt werden, zum Beispiel mit Time Machine oder Tools wie Carbon Copy Cloner. Nach der Installation des Betriebssystemupdates ist ein Neustart erforderlich. Bei der Finalversion von macOS 10.12.2 handelt es sich um Build 16C67.

Nachtrag (22:15 Uhr): Apple hat in macOS 10.12.2 auf Mobilmacs die Berechnung und Anzeige der Akkulaufzeit aus der Menüleiste entfernt. Es habe sich dabei nicht um einen präzisen Wert gehandelt, da die Restlaufzeit von einer Vielzahl an Faktoren und den individuellen Nutzungsgewohnheiten abhänge und die Darstellung des Werts daher oftmals irreführend sei, begründet das Unternehmen gegenüber The Loop den Schritt. Es wird in der Menüleiste jetzt nur noch die Akkuladung in Prozent dargestellt - diese Angabe arbeitet laut Apple zuverlässig.

Wer sich dennoch über die ungefähre Akku-Restlaufzeit seines Mobilmacs informieren möchte, kann dies weiterhin über die Aktivitätsanzeige (im Ordner "Dienstprogramme") über den Tab "Energie" tun. Eine Alternative sind Tools wie iStat Menus oder coconutBattery, die ebenfalls grobe Schätzungen über die Akkulaufzeit abgeben.

2. Nachtrag (14. Dezember): Bislang konnte unter macOS Sierra mittels der Boot-Camp-Software lediglich Windows 10 installiert werden. macOS 10.12.2 ändert dies und lässt nun - ähnlich wie unter OS X El Capitan - auch Installationen von Windows 7 und Windows 8 via Boot-Camp zu.

Kommentare

Download und Installation ohne Probleme auf mehreren Macs mittels des Combo Updaters. Meine Macs haben während der Installation 2x neugestartet, aber das kennt man von früheren Updatern und ist nichts ungewöhnliches.

Systemstart und Browsen in Safari kommt mir etwas schneller vor, auch scheint Safari stabiler zu sein (da gab es zuletzt auf diversen Seiten häufig Tab-Abstürze). Soweit, so gut. :-) Auf dem Macbook wird die Restlaufzeit des Akkus nicht mehr angezeigt, aber die war ohnehin immer ungenau und wenig aussagekräftig.

Separate RAW Updates scheints nicht mehr zu geben, die sind jetzt offenbar direkt in den macOS Updates enthalten - so jedenfalls interpretiere ich die Release Notes. Schön, dass es endlich wieder ausführliche Release Notes zu Mac OS Updates gibt!

Ich habe das Update durchgeführt, der Mac hat zwei Mal einen Neustart durchgeführt und vor dem zweiten Neustart hat der Ein-/Ausschalter einige Sekunden lang sehr schnell geblinkt. Das sieht fast wie ein Firmware Update aus, aber es wurde nicht als Solches ausgewiesen. Auf jeden Fall hat das Update rund 15 Minuten gedauert und es scheint alles zu laufen.

Ich habe vor ein paar Tagen auf Sierra aktualisiert. Und immer wenn ich Safari laufen habe, stockt das UI. Wenn ich ein Video schaue, stockt das Video in ungefähr Sekundenabstand für ein paar Millisekunden. Dasselbe beim Mauszeiger, den Fenstern, srollenden Inhalten usw.
Beende ich Safari, läuft alles wieder gut. Ebenso wenn ich Firefox oder Chrome einsetze.

So was riecht stark nach Problemen in Safari. Also öffne ich die Konsole und es hagelt über 70.000 Meldungen in 2 Minuten! Das meiste sind Fehlermeldungen von Webkit.

Ich habe also eine leere Festplatte genommen und ein jungfräuliches System drauf gespielt, denn ich hatte irgendein Treiber in Verdacht. Auch bei einem jungfräulichen System treten diese Probleme auf.

Dieses Update hat das Problem nicht behoben!

Dafür ist ein neues Problem hinzugekommen:
Beim Booten verschwindet gelegentlich der Ladebalken nicht und gibt so nicht das Loginfenster frei, welches aber offensichtlich dahinter aufgebaut wird. Denn ich erhalte einen Mauszeiger.

Also das mit dem Ladebalken habe ich heute das erste Mal gehabt, nach dem Update auf 10.12.2, unter 10.12.1 ist das nie passiert. Das stellt sich dann so dar: Der Ladebalken vor dem schwarzen Hintergrund bleibt bei etwa zwei Drittel stehen und der Mauszeiger ist aber sichtbar. Wenn man sich dann von einem anderen Macaus mit Apple Remote Desktop einloggt, dann sieht man den ganz normalen Bildschirm und nicht den Ladebalken. Ich habe vorher noch nie gesehen, dass Remote Desktop etwas Anderes darstellt, als ich auf dem richtigen Monitor sehe. Ich konnte dann über Remote Desktop alles ganz normal machen, auch einen Neustart über das Apfel-Menü. Danach ist das Problem dann nicht weider aufgetreten. Ich hatte das bisher ein Mal und bin mir nicht sicher, ob das nur ein Fehler beim ersten Neustart nach der Installation war, aber es ist auch nur auf einem von drei Macs aufgetreten. Das muss man sicher mal beobachten.

Ist bei mir jetzt schon mehrfach aufgetreten.

Du bist richtig vorgegangen mit dem jungfräulichen System. Mich würde dann interessieren, was das Problem wirklich ist, denn fast alle anderen haben dieses Problem nicht. Das kann nur in der Hardware oder den Treibern liegen. Das neue System schliesst die Treiber eigentlich aus.

Ich habe Hardware von 2010, also über sechs Jahre alt, viel schlechter geht es von den Voraussetzungen nicht. Trotzdem habe ich es nicht, er spielt ein 4k Movie einwandfrei ab. (eine interne SSD und eine zweite interne Harddisk, von der wird abgespielt)

Da würde ich weiter suchen, aber nicht im MacOS, denn da liegt mit grosser Wahrscheinlichkeit der Fehler nicht

[quote=gaffer]Du bist richtig vorgegangen mit dem jungfräulichen System. Mich würde dann interessieren, was das Problem wirklich ist, denn fast alle anderen haben dieses Problem nicht. Das kann nur in der Hardware oder den Treibern liegen. Das neue System schliesst die Treiber eigentlich aus. [/quote] Richtig. Und es tritt nur auf, wenn Safari läuft. Beende ich Safari, läuft alles gut. Und bis Sierra gab es das Problem auch gar nicht.

[quote=gaffer]Da würde ich weiter suchen, aber nicht im MacOS, denn da liegt mit grosser Wahrscheinlichkeit der Fehler nicht[/quote] Und warum werden dann in 2 Minuten an die 70.000 Meldungen in die Konsolte geschrieben, und fast alles Fehlermeldungen von WebKit? Dass WebKit nicht richtig funktioniert ist ja bereits allgemein bekannt. Und das ist definitiv ein Fehler in der Software. ;-)

Es kann sein, dass dieser Fehler auf anderen Rechner nicht zum Tragen kommt. Möglicherweise entsteht er aus einer Kombination mehrerer Faktoren.

Ich verwende einen iMac 27“ i7 mit der schnelleren Grafikkarte von Ende 2012 und mit 32 GByte RAM. Allerdings ist einer der internen Festplatten gestorben:
iMac-Austauschprogramm für 3-TB-Festplatten bei 27"-Modellen
https://www.apple.com/de/support/imac-harddrive-3tb/

Da ich nicht 6 Wochen auf mein Arbeitsgerät verzichten kann, so lange soll der Austausch dauern, habe ich mir ein Thunderbolt-Festplattengehäuse gekauft und betreibe in diesem meine Systemplatten (1 SSD und 1 HD). Auf der SSD ist das System, und auf der HD ist der Benutzerordner.

Das ist in der Hardware der einzige Unterschied.

Und hier auf der Website ist neuerdings auch ein Fehler:
Wenn ich das Eingabefeld für den Kommentar aufziehen will, lässt die Maus den Anfasser nicht mehr los. Das ist sehr lästig (und wahrscheinlich auch ein Webkit-Fehler).

Zwei 27" iMacs (Modell late 2014 und Modell late 2015) laufen nach Update einwandfrei. Ein Bug in Safari, der auf 5K iMacs bei manchen web sites (z.B. sueddeutsche.de) Fehlermeldungen produzierte, ist offenbar behoben.
Die Nummer, die geschätzte Restlaufzeit von MacBooks aus dem Batterie-Menue zu streichen, ist aber irgendwie peinlich. Ich fand die Funktion sehr praktisch, um unterwegs die Gangreserve ungefähr einzuschätzen. Hat auch immer ganz gut geklappt. Dass Leute darüber klagen, dass ihre neuen MBPs nicht so lange laufen wie beworben, wird durch den Wegfall der Anzeige auch nicht besser. Macht die Dinger einfach 0,2 mm dicker. Das merkt kein Schwein, und es passen mehr Lithium-Ionen hinein :o)

Hågar

Mac User since 1989

Update lief auf meinem Mac mini i5 von 2011, zwei Neustarts.
Nach dem zweiten Neustart wollte meine Logitech-Software die Maus erneut pairen, was jedoch scheiterte (zusätzlich habe ich eine externe Funk-Tastatur von Logitech mit Touchpad, das lief)
Habe den Rechner neu gestartet, danach lief das wieder mit der Maus.
ABER:
- kein Schreibtisch zu sehen, nur Mauszeiger und schwarzer Hintergrund, keine Icons
- ich hörte aber einen "Bing"-Ton bspw. beim Programmwechsel per Tastatur
- keine Texteingaben möglich
- habe gewartet und gewartet, der Mac war nach 15 Minuten im Standby
- aus dem Standby aufwecken hat geklappt, ich hatte meinen Schreibtisch wieder
- Programme starteten aber nicht richtig, die farbigen Punkte oben rechts waren grau

Erst nach Installation des Combo-Updates lief alles wieder rund.
Probleme mit Updates habe ich äußerst selten, sicherheitshalber hab ich auch ein TimeMachine-Backup der kompletten Systemplatte, aber schöner ist es halt, wenn es nicht benötigt wird ;-)

[quote=douglaz]Erst nach Installation des Combo-Updates lief alles wieder rund.[/quote] Das könnte ich auch noch mal probieren. Ansonsten muss ich wieder zurück zu 10.11. So kann ich nicht arbeiten.

Es hilft nichts. Ich bin wieder zurück zu 10.11. :-(
Das ist das erste Mal, seit ich auf der Mac-Plattform bin – und das bin ich seit 1995!