Für kommende Macs: Intel stellt weitere Kaby-Lake-Prozessoren vor

Im Sommer hat Intel mit der schrittweisen Einführung der neuen Prozessorarchitektur Kaby Lake begonnen. Diese setzt der Halbleiterhersteller nun fort – zur IT- und Unterhaltungselektronik-Fachmesse CES 2017 in Las Vegas kündigte Intel zahlreiche weitere Kaby-Lake-Prozessoren an. Darunter sind mehrere Modelle (Core i5 und Core i7 mit zwei und vier Kernen und bis zu acht MB L3-Cache), die sich für Upgrades der Baureihen MacBook Pro, iMac und Mac mini anbieten. In der neuen MacBook-Pro-Generation setzt Apple bekanntlich auf Skylake-Chips, da deren Kaby-Lake-basierte Nachfolger zum Produktionsstart der Mobilmacs noch nicht verfügbar waren.

Kaby-Lake-Chips werden wie die Vorgänger-CPUs der Skylake-Reihe im 14-Nanometer-Verfahren gefertigt. Kaby Lake bietet gegenüber Skylake vor allem im Bereich der Grafikleistung größere Fortschritte – die Intel-Grafikchips können es inzwischen locker mit Einsteiger-Karten von AMD und Nvidia aufnehmen. Die neuen Intel-GPUs hören auf die Namen HD Graphics 615, 620, 630 sowie Iris Plus 640 und 650 und verfügen über bis zu 128 MB VRAM (und greifen darüber hinaus auf den Hauptspeicher des Systems zu).

Intel-Prozessor

Intel setzt Einführung der Kaby-Lake-Prozessoren fort.
Foto: Intel.



Außerdem wird nun die zweite Generation von USB 3.1 unterstützt (Datendurchsatz zehn statt fünf Gbit pro Sekunde). Die Energieeffizienz der Prozessoren wurde weiter verfeinert und die Rechenleistung durch Optimierungen – wenn auch in geringem Umfang – erhöht. Ferner wurde die Codec-Unterstützung für H.265 und VP9 beschleunigt. Die zur CES 2017 angekündigten Kaby-Lake-Prozessoren werden laut Intel ab sofort ausgeliefert. Bereits seit einigen Monaten sind besonders stromsparende Varianten verfügbar, die sich für eine Aktualisierung des MacBooks eignen.

Bei den im Mac Pro verwendeten High-End-CPUs der Reihe Xeon E5 folgt Intel einer anderen Roadmap. Die Xeon-E5-Prozessoren sollen in Kürze auf Basis von Skylake aktualisiert werden (Skylake EP).

Mac mini

Mac mini: kommt Anfang 2017 die überfällige Aktualisierung der beliebten Desktopreihe?
Foto: Apple.



Wann gibt es endlich neue Desktop-Macs?

Diese Frage bewegt weiterhin viele User weltweit. Die gegenwärtige Lage ist bei objektiver Betrachtung ein Trauerspiel: der Mac Pro wurde zuletzt vor satten 1100 Tagen aktualisiert, beim Mac mini sind es über 800 Tage. Die aktuellen iMacs wurden im Oktober 2015 vorgestellt und sind technisch ebenfalls nicht auf dem neuesten Stand. Apple-Chef Tim Cook hat sich – offenbar aufgrund des inzwischen massiven Drucks seitens der Anwender – im Dezember mit klaren Worten zur Desktop-Sparte bekannt. Man habe großartige neue Desktop-Systeme in Vorbereitung, niemand müsse sich Sorgen machen, sagte Cook.

Warum Apple bei den Desktops so behäbig vorgeht und seinen Kunden übermäßig lange veraltete Technik zu unveränderten Preisen vorsetzt, bleibt jedoch das Geheimnis des Herstellers. Diese Vorgehensweise ist für User, Entwickler und Zubehörhersteller schlichtweg nicht nachvollziehbar und schürt völlig unnötig Unruhe. Letztlich bleibt jedoch nur die Hoffnung, dass Apple die überfälligen Produktupgrades nun endlich vornimmt. Dafür sprechen neben der Stellungnahme von Cook auch aktuelle Gerüchte sowie Hinweise auf bislang ungenutzt AMD-Grafikchips, die im Betriebssystemupdate macOS 10.12.2 entdeckt wurden.

Kommentare

Präzise auf den Punkt gebracht

Zitat:
Warum Apple bei den Desktops so behäbig vorgeht und seinen Kunden übermäßig lange veraltete Technik zu unveränderten Preisen vorsetzt, bleibt jedoch das Geheimnis des Herstellers. Diese Vorgehensweise ist für User, Entwickler und Zubehörhersteller schlichtweg nicht nachvollziehbar und schürt völlig unnötig Unruhe.

Genau so ist es. Danke für die klaren Worte. Was bei Apple im Mac Bereich abgeht, ist nicht mehr feierlich. Man kann kein Gesamtkonzept erkennen, das Management ist beim Mac entweder unfähig, uninteressiert oder planlos - oder alles drei zusammen.

Quo vadis Apple, quo vadis Mac!

Wann neue Desktop-Mac kommen "sollten"

Es ist ja klar, keine Alternativen, der Kunde kauft ja schön weiter die alten Mac's, warum denn etwas neues! ..Das ist wie bei Fiat, Massen von gebauten 500er, spülen viel Geld in die Kasse
so dass getrost bei Ferrari unrentable Kleinserien hergestellt werden können... Also kauft weiter DeskTop-Macs jeder weitere Tag bringt gutes Geld und Spielraum für immer schlechter rentierende iPhones und iPad's...

Meine Rede........

Während in der Win-Welt schon die 2011-3er Sockel den Gaming- und Workstationmarkt erobern mit immer billiger werdenden Broadwell-E (Core i7 6900k - 6950X mit bis zu 10 echten Kernen/20 Threads) und immer noch unter dem Preis eines aktuell-alten iMac (und Mac Pro mit 6 Kernen) liegen, verhökert Apple lässig grinsend "alte" Hardware zu Megapreisen.
Das ist mit Design und Marke nicht mehr zu rechtfertigen.