Kostenloser Dateitransfermanager Cyberduck erhält Verschlüsselungsfunktion

Der in der Schweiz beheimatete Softwarehersteller iterate hat eine bedeutende Neuerung für den beliebten Dateitransfermanager Cyberduck angekündigt. Mit der ab sofort im Betatest befindlichen Version 6.0 erhält das Programm eine Verschlüsselungsfunktion, um beliebige Dateien vor dem Upload auf Server zu verschlüsseln.

Die Verschlüsselung wurde auf Basis der Open-Source-Software Cryptomator implementiert. "Cryptomator bietet transparente, lokal auf Ihrem eigenen Gerät stattfindende Verschlüsselung für Ihre Cloud. [...] Cryptomator verschlüsselt Dateiinhalte und -namen unter Anwendung von AES. Ihr Passwort wird durch scrypt gegen Angriffe geschützt. Pfadstrukturen werden verschleiert", erläutert der in Sankt Augustin ansässige Cryptomator-Entwickler Skymatic.

Cyberduck 6.0

Cyberduck 6.0 bietet eine Verschlüsselungsfunktion.
Bild: iterate.



Mit Cyberduck 6.0 lassen sich verschlüsselte Tresore erzeugen, die per Passwort geschützt sind und in die beliebige Dateien und Ordner abgelegt werden können. Dabei wird jede Datei einzeln verschlüsselt. Die Tresore werden von Cyberduck 6.0 direkt auf einem Server bzw. bei einem Online-Speicherdienst angelegt. Beim Download auf den Mac erfolgt eine automatische Entschlüsselung. Uploads in den Tresor werden automatisch verschlüsselt.

Die Lösung zeichnet sich durch plattformübergreifende Unterstützung aus. Tresore, die mit Cyberduck angelegt wurden, können mit den Cryptomator-Clients für Mac, iOS, Linux, Android und Windows geöffnet und bearbeitet werden. Cyberduck 6.0 steht als Betaversion zum Download (100 MB, mehrsprachig) bereit und läuft ab OS X Mountain Lion. Details zur Verschlüsselungsfunktion in Cyberduck sind auf dieser Web-Seite zu finden.