Wall Street Journal: Lightning-Schnittstelle steht angeblich vor dem Aus

Verabschiedet sich Apple mit dem iPhone 8 vom Lightning-Anschluss? Diese Frage wirft ein heute veröffentlichter Artikel des Wall Street Journal auf. Demnach wird Apple angeblich mit der nächsten iPhone-Generation eine Umstellung von Lightning auf USB-C vornehmen.

Das Wall Street Journal beruft sich auf Personen, die mit den Plänen des kalifornischen Herstellers vertraut sein sollen. Zwar handelt es sich beim Wall Street Journal um eine seriöse Zeitung, doch sind momentan noch enorme Zweifel hinsichtlich der Glaubwürdigkeit dieses Gerüchts angebracht – aus mehreren Gründen.

iPhone-Gerüchte KGI Securities

iPhone 8: Gleiche Abmessungen wie iPhone 7, aber mit randlosem 5,8-Zoll-Display?
Bild: KGI Securities.



Beispielsweise haben andere gut vernetzte Insider wie Ming-Chi Kuo noch nichts von einer Abschaffung der Lightning-Schnittstelle gehört. Zweitens ist unklar, welchen Vorteil ein Wechsel von Lightning zu USB-C bieten würde. Beide Ports haben ähnliche Abmessungen und unterstützen Geschwindigkeiten auf Basis von USB 3.x. Für den Lightning-Port gibt es eine Vielzahl an Zubehör, der Wechsel zu USB-C wäre eine Zäsur – für die Apple allerdings alle paar Jahre immer mal gut ist.

Das Wall Street Journal geht ferner davon aus, dass das iPhone 8 über ein leicht gebogenes OLED-Display verfügen wird, bei dem der Home-Button zugunsten eines Funktionsbereichs am unteren Bildschirmbereich abgeschafft wird. Zudem soll es im Herbst die Modelle iPhone 7s und iPhone 7s Plus mit diversen Verbesserungen basierend auf unverändert großen LCD-Displays geben. In diesen Punkten entspricht der Bericht den seit Monaten kursierenden Gerüchten rund um die Apple-Smartphones. Hinter der angeblichen USB-C-Implementierung steht jedoch ein dickes Fragezeichen.

Kommentare

LoL?

Wenn nur Apple einmal wüßte was es will...

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Go Mac – the computer with a smile!

Apple weißt sehr wohl schon ...

Apple weißt sehr wohl, wohin die Reise gehen soll, und es ist außerdem bekannt, dass die Designer sehr viele Varianten vor Produktionsbeginn ausprobieren. Daher können auch die vielen unterschiedlichen Tipps sogar auch auf Fakten fundiert sein: jeder Tippgeber kennt ein anderes Testmodell (oder Test-Teil). Und Apple bleibt immer im Gespräch.

Auch diese Marketing-Strategie ist längst bekannt.

Warten wir ab.

RoKe

Das war doch Absehbar

Das EU-Parlament hat die Gesetzesvorlage abgesegnet das ab 2017 alle Ladegeräte für Mobiltelefone und Tablets über einen einheitlichen Stecker verfügen müssen. Es gibt zwar 3 Jahre Schonfrist für Apple & Co aber Apple hat ja dank kabellosem Laden schon die nächste Option in der Hinterhand mit der man die Kunden abkassieren kann.
Und das funktioniert so: Apple verbaut zwar einen USB-C Stecker, aber wenn man das Telefon darüber lädt dauert es z.B. doppelt so lange oder man kann nicht voll laden. Das geht dann nur über das super teure Zubehörteil das laden ohne Kabel ermöglicht und beim Kauf eines iPhones nicht mit dabei ist.
So funktioniert Apple schon seit Jahren.

Als Lightning das Licht der Welt erblickte ...

Fummelten Androidler noch mit USB-Mini Steckern herum. (Ärgert mich jedesmal auch am Raspberry) USB 3.1 war noch lange nicht auf dem Markt. Also musste etwas her, was bequem zu handhaben und fortschrittlich war: Lightning.

Lightning war schlichtweg eine "Notgeburt". Und wer glaubt, dass die Entwicklung bei USB 3.1 stehen bleibt, der wird in ein paar Jahren eines Besseren belehrt.

Und drahtloses Laden mag daheim ganz praktisch sein, bis flächendeckende Qi-Ladestationen in Zügen, Hotels etc. zur Verfügung stehen, werden viele, viele Jahre ins Land gehen. Da bin ich längst Rentner. Bis dahin ist es mir egal, welchen Stecker ich in's iPhone schiebe.