Underpass: P2P-Chatsoftware jetzt auch für iPhone und iPad verfügbar

Zu Jahresbeginn stellte der langjährige Entwickler Jeff Johnson, der unter anderem an der Musikstreaming-Software Airfoil und am RSS-Newsreader Vienna mitgearbeitet hat, mit Underpass eine schlanke Chatsoftware für den Mac vor. Sie ermöglicht die direkte Kommunikation zwischen zwei Nutzern (P2P; Peer-to-Peer).

Seit kurzem ist Underpass auch für iPhone und iPad (iOS-App-Store-Partnerlink) verfügbar. Der iOS-Client ist wie die Mac-Version (Mac-App-Store-Partnerlink) zum Einführungspreis von 0,99 Euro erhältlich. Underpass setzt mindestens OS X El Capitan bzw. iOS 10 voraus und verschlüsselt die Kommunikation mit dem AES-Algorithmus (128-Bit-Schlüssel). Die Dokumentation zu Underpass inklusive FAQ ist auf dieser Web-Seite zu finden.

Mit dem P2P-Konzept unterscheidet sich Underpass von den Clients gängiger Instant-Messaging-Dienste, bei denen der Datenverkehr über die Server des jeweiligen Anbieters läuft. Zwar geschieht dies inzwischen nahezu überall verschlüsselt, doch viele Dienste setzen für die Dienste eine Registrierung per Telefonnummer voraus, zudem fallen häufig viele Metadaten an.

Underpass

Underpass: Schlanker P2P-Chat-Client für Macs und iOS-Hardware.
Bild: Jeff Johnson.



Underpass kann durch den P2P-Ansatz mit einem Plus an Privatsphäre punkten – jedoch unter Verzicht auf Komfort. Die Nutzer müssen vor Chats ihre IP-Adressen austauschen, außerdem muss der zuvor gewählte Port im Router freigeschaltet werden. Ferner sind keine Gruppenchats möglich. Zum weiteren Funktionsumfang von Underpass gehören Dateitransfers, Unterstützung für Unicode-Text und Emoji sowie Darstellung von Bildern inklusive animierter GIFs.