Schwacher Euro: Apple nimmt währungsbedingte Preisanpassung in den App-Stores vor (Update)

Zum zweiten Mal in zwei Jahren erhöht Apple im Euro-Raum die Preisstaffelungen in seinen App-Stores – der Grund liegt in der anhaltenden Schwäche der europäischen Gemeinschaftswährung. Zum Vergleich: der Euro war vor drei Jahren noch 1,40 US-Dollar wert, derzeit liegt der Kurs bei deutlich unter 1,10 US-Dollar. Bedeutet die Änderung nun zwangsläufig höhere Kosten für Anwender? Nicht unbedingt, denn die Entwickler können flexibel reagieren.

Apple hebt die festen Preisstaffelungen im Laufe der nächsten Woche um etwa zehn Prozent an, beispielsweise von 0,99 auf 1,09 Euro, von 2,99 auf 3,49 Euro oder von 4,99 auf 5,49 Euro. Insgesamt haben Entwickler in den App-Stores für macOS, iOS, tvOS und watchOS 87 Preisstufen zur Auswahl, wie Apples PDF-Dokument zeigt. Die feine Staffelung ermöglicht es den Herstellern, die Anhebung von Apple durch die Auswahl einer niedrigeren Stufe rückgängig zu machen. Außerdem sind über die sogenannten "Alternate Tiers" weiterhin Preise von 0,49, 0,99, 1,99 oder 2,99 Euro möglich.

Mac-App-Store

App-Stores: Währungsbedingte Anhebung der Preisstaffelungen.
Bild: Apple.



Zusammengefasst: Apple hebt aufgrund der Euro-Schwäche zwar die Standard-Preisstaffelungen in den App-Stores an, ob aber daraus tatsächlich eine Preiserhöhung für Anwender wird, entscheiden die Softwarehersteller, denn diese haben jederzeit die Möglichkeit, eine niedrigere oder bzw. eine alternative Preisstufe zu wählen. MacGadget geht davon aus, dass eine Mehrheit der Entwickler diesen Weg wählen wird, um konkurrenzfähig zu bleiben.

Wer grundsätzlich beim Einkauf von Apps und Inhalten in den digitalen Apple-Stores sparen will, sollte sich rabattiertes iTunes-Store-Guthaben besorgen – auf entsprechende Aktionen weist MacGadget im Rahmen der laufenden Berichterstattung ständig hin.

Nachtrag (02. Mai): Apple hat die angekündigten Änderungen inzwischen umgesetzt.