Gerücht: Neue MacBook- und MacBook-Pro-Modelle zur WWDC 2017?

Apple bereitet offenbar die Markteinführung neuer Mobilmacs zur Entwicklerkonferenz WWDC 2017 in San Jose vor. Wie die Nachrichtenagentur Bloomberg unter Berufung auf informierte Kreise schreibt, sollen MacBook und MacBook Pro mit Intels aktuellen Kaby-Lake-Prozessoren ausgerüstet werden. Auch ein Upgrade für das MacBook Air ist im Gespräch.

Der günstigste Mobilmac verkaufe sich weiterhin blendend, weshalb Apple ernsthaft überlege, ein verbessertes Modell herauszubringen, will Bloomberg von Personen, die mit den Planungen des kalifornischen Computergiganten vertraut sein sollen, erfahren haben. Bislang gingen Experten davon aus, dass das MacBook Air im Laufe dieses Jahres endgültig vom MacBook abgelöst wird.

Neues MacBook Pro

MacBook Pro: Upgrade mit Kaby-Lake-Prozessoren am Horizont.
Bild: Apple.



Derzeit sind MacBook und MacBook Pro mit Skylake-Prozessoren ausgestattet. Kaby-Lake-Chips bieten gegenüber den Skylake-basierten Vorgängermodellen bei gleicher Taktfrequenz eine um bis zu 15 Prozent höhere Rechenleistung, in einigen Teilbereichen (beispielsweise im Bereich des De-/Encodings für VP9 und H.265) fallen die Performancezuwächse höher aus. Außerdem sind die Kaby-Lake-CPUs meist höher getaktet, wodurch ein weiteres Leistungsplus erzielt wird.

Auch im Bereich der Grafikperformance bietet Kaby Lake Fortschritte. Die neuen Intel-GPUs hören auf die Namen HD Graphics 615, 620, 630 sowie Iris Plus 640 und 650 und verfügen über bis zu 128 MB VRAM (und greifen darüber hinaus auf den Hauptspeicher des Systems zu). Die Leistungszuwächse gegenüber den Grafikchips der Skylake-Prozessoren sollen bei bis zu 65 Prozent liegen.

Im neuen MacBook wird vermutlich der HD Graphics 615 zum Einsatz kommen, der gegenüber dem aktuell von Apple verwendeten HD Graphics 515 eine um bis zu 30 Prozent höhere Performance verspricht. Für das neue 13,3-Zoll-MacBook-Pro bieten sich Iris Plus 640 und 650 an. Im 15,4-Zoll-MacBook-Pro kommen High-End-Grafikkarten von AMD zum Einsatz.

MacBook

MacBook: Neue Generation soll in den Startlöchern stehen.
Foto: Apple.



Die Energieeffizienz seiner Prozessoren hat der Hersteller Intel mit Kaby Lake weiter optimiert, was der Akkulaufzeit zugute kommt. Außerdem kann die Turbo-Boost-Technik, die die Taktfrequenz bei hoher Systemlast automatisch anhebt, dadurch länger arbeiten. Darüber hinaus wird nun die zweite Generation von USB 3.1 unterstützt (Datendurchsatz zehn statt fünf Gbit pro Sekunde).

Welche weiteren Neuerungen sind für die kommenden Mobilmacs zu erwarten? Zu nennen sind hier beispielsweise Unterstützung für die zweite Generation des WLAN-Standards 802.11ac, leistungsstärkere Akkus, eine 32-GB-RAM-Option für das 15,4-Zoll-MacBook-Pro und ein magnetischer MagSafe-Adapter für USB-C, für den Apple kürzlich einen Patentantrag gestellt hat. Auch über Preissenkungen wird spekuliert.

Neue iMacs hat Apple für den weiteren Jahresverlauf versprochen, darunter auch speziell für professionelle Nutzer konzipierte Konfigurationen. Zudem dürfte sich auch beim Mac mini etwas tun – laut Apple ist der kompakte Desktop ein unverändert wichtiges Produkt im eigenen Angebot. Ein komplett neu entwickelter, vom Nutzer erweiterbarer Mac Pro kommt 2018. Mehr dazu in unserem Artikel "Einschätzung zu Apples Desktop-Ankündigungen: Spät die Kurve gekriegt".

Kommentare

i love MB Air

Ein MB Air 13" mit etwas schnelleren und stromsparenderen Prozessoren in Space grey mit 8/256GB für 1099 Euro – da könnte ich glatt schwach werden.

Nur leider würden dann die 2 klassischen USB3-Anschlüsse, der Magsafe-Stromanschluss und der SD-Steckplatz wegfallen. Dann wäre das Teil also auch wieder keine Option.

Dann lieber ein MB 14" mit aktiver Kühlung und Retina Display :-)