Apple: iMac Pro mit bis zu 18 Xeon-Prozessorkernen, Radeon-Vega-Grafikkarte und ECC-Speicher kommt zum Jahresende

06. Jun 2017 00:01 Uhr - Redaktion

Apple hat mit dem iMac Pro ein neues High-End-Desktopsystem vorgestellt. Es kommt im Dezember zu Preisen ab 4999 US-Dollar auf den Markt und bietet leistungsstarke Xeon-Prozessoren mit bis zu 18 Kernen, bis zu 128 GB ECC-Arbeitsspeicher, Radeon-Grafikkarten der Vega-Klasse, Thunderbolt 3 und einen Zehn-Gbit-Ethernet-Port. Davon unabhängig schreitet die Entwicklung eines neuen Mac Pro weiter voran.

"Neben dem neuen iMac Pro arbeitet Apple an einem komplett neu gestalteten Mac Pro der nächsten Generation, für professionelle Kunden entwickelt, die das modernste High-End-System in einem modularen Design benötigen sowie an einem neuen High-End Pro Display", teilte das Unternehmen mit.



Der iMac Pro bietet das gleiche Gehäusedesign wie die aktuelle iMac-Generation. Den Weg für den Einsatz von Xeon-Prozessoren ebnet ein neues thermales System mit zwei Lüftern, das gegenüber anderen Modellen eine um 80 Prozent höhere Kühlleistung bietet. Der iMac Pro verfügt über ein Gehäuse in Spacegrau und einen 27-Zoll-5K-Bildschirm, der bis zu einer Milliarde Farben darstellen kann.

Für die Grafikdarstellung sorgen Vega-Grafikkarten von AMD. "Mit einem neuen Rechenkern der nächsten Generation und bis zu 16 GB On-Pack-High Bandwidth Memory (HBM2) bietet iMac Pro mit Vega GPU bis zu 11 erstaunliche TeraFLOPS einfache Präzision Rechenleistung für Echtzeit-3D-Rendering und eine immersive, hohe VR-Bildrate. Und für halbgenaue Präzision, ideal für maschinelles Lernen, liefert iMac Pro eine Leistung von bis zu unglaublichen 22 TeraFLOPS", erläutert Apple.



Zur weiteren Ausstattung des iMac Pro gehören vier Thunderbolt-3-Schnittstellen mit zwei Controllern, SSD-Laufwerke mit Speicherkapazitäten von bis zu vier TB, ein SDXC-Speicherkartenslot, eine Full-HD-Kamera, Bluetooth 4.2, WLAN nach 802.11ac und vier Beamforming-Mikrofone. Als Arbeitsspeicher kommt DDR-ECC-RAM mit 2,66 GHz zum Einsatz, maximal 128 GB sind möglich. Tastatur und Maus werden ebenfalls in Spacegrau mitgeliefert.

Der iMac Pro soll mit acht, zehn oder 18 Prozessorkernen angeboten werden und ermöglicht laut Apple die gleichzeitige Ansteuerung von drei 5K-Monitoren (1x intern, 2x extern) und zwei RAID-Speichersysteme. Die Xeon-Chips sollen via Turbo-Boost-Technik Taktfrequenzen von bis zu 4,5 GHz erreichen und bieten bis zu 42 MB Cache. Die Euro-Preise werden zum Verkaufsstart bekannt gegeben.

Nachtrag: Laut Apple wird sich der Arbeitsspeicher beim iMac Pro nicht nachträglich erweitern lassen. Die Workstation muss daher beim Kauf ausreichend in puncto RAM dimensioniert werden. Anwender, die eine nachträgliche RAM-Erweiterungsoption wünschen, müssen auf den neuen, modularen Mac Pro warten, der 2018 kommt. Apple gab zudem bekannt, dass Tastatur und Maus in Spacegrau nicht separat angeboten werden.

Kommentare

Da hat wohl jemand kalte Füße bekommen! Bleibt zu hoffen, dass es auch ein Hinweis auf das kommende Modell ohne "i" ist und dieses nervige Abkupfern bald wieder aufhört. Ansonsten war die Keynote eher einschläfernd und nicht die Zeit wert. Daher auch ein Danke an MacGadget für die Zusammenfassung bei solchen Events.

Sehe ich genauso wie du / sie.

...aber ein klares Commitment von Apple für das Pro Segment und insofern ist das Produkt sehr zu begrüßen. Ein richtiger Monster iMac, der mit Sicherheit seine Käufer finden wird. Für bestimmte Zwecke kann man nie genug CPU Cores haben.

Welche Xeons sind es eigentlich...? Aus welcher Architektur?

Sorry, aber das ist meiner Meinung nach nicht der Pro-Mac auf den viele gewartet haben.

Die Specs sind ja gut, aber das Konzept des iMac ist einfach nicht professionell. Ein Pro-Rechner sollte möglichst modular aufgebaut sein. Ein Admin sollte im Notfall sehr schnell einzelne Komponenten tauschen können. Ich befürchte, das der pro iMac genauso schlecht wartbar ist, wie die normalen iMacs.

[quote=dave]Sorry, aber das ist meiner Meinung nach nicht der Pro-Mac auf den viele gewartet haben.

Die Specs sind ja gut, aber das Konzept des iMac ist einfach nicht professionell. Ein Pro-Rechner sollte möglichst modular aufgebaut sein. Ein Admin sollte im Notfall sehr schnell einzelne Komponenten tauschen können. Ich befürchte, das der pro iMac genauso schlecht wartbar ist, wie die normalen iMacs.[/quote]

Du darfst den iMac Pro nicht mit dem neuen modularen Mac Pro verwechseln, an dem Apple arbeitet. Jeder kann sich künftig sein bevorzugtes Desktop Konzept heraussuchen. All in One vs. modular. Nicht jeder braucht ein modulares System, für andere hingegen ist es ein Muss. Es gab schon immer eine Fraktion, die sich mit dem Mac Pro nicht anfreunden konnte, stattdessen einen leistungsstärkeren iMac wollte. Diesen Wunsch erfüllt Apple nun, ohne die andere Fraktion (modularer Mac Pro) zu vernachlässigen.

Ich hoffe allerdings, dass Apple seine knausrige Garantiepolitik überdenkt. Bei einem iMac Pro für den Preis sollten allermindestens zwei Jahre Herstellergarantie ohne Aufpreis an Bord sein und für akzeptables Geld eine Verlängerung auf 5 Jahre!

.... sonst finde ich die Dinger cool - für mich oversized, aber andersherum brettert ja auch nicht jeder Porschefahrer ständig mit 240 Sachen durch de Straßen :-)

Gruß Uli

Gruß Uli