Apple: Unterstützung für 32-Bit-Software in macOS wird schrittweise eingestellt

32-Bit-Software auf dem Mac wird mittelfristig der Vergangenheit angehören. Entsprechende Pläne hat Apple auf der Entwicklerkonferenz WWDC 2017 bekannt gegeben, die in dieser Woche im kalifornischen San Jose stattfindet. Doch der Reihe nach: sowohl das frisch angekündigte macOS High Sierra (10.13) als auch das für 2018 erwartete Nachfolge-Release (10.14) werden direkt von Entwicklern bereitgestellte 32-Bit-Programme ausführen können.

Unter macOS 10.14 soll es aber einen Hinweis geben, dass die 32-Bit-Unterstützung ausläuft (und vermutlich mit der Einführung von macOS 10.15 im Jahr 2019 enden wird). Es gibt also eine relativ lange Übergangszeit für Nutzer, die noch mit älteren, direkt von Herstellern angebotenen 32-Bit-Anwendungen arbeiten.

macOS High Sierra

macOS High Sierra ist ein Technologie- und Performance-Release.
Foto: Apple.



Etwas anders gestaltet sich die Situation im Mac-App-Store: ab Januar 2018 müssen neu eingereichte Programme zwingend für den 64-Bit-Betrieb ausgelegt sein. Ab Juni 2018 gilt dies auch für Updates und grundsätzlich für sämtliche im Mac-App-Store angebotene Software.

Dass Apple eines Tages die 32-Bit-Unterstützung beenden wird, ist wenig überraschend und war eine zu erwartende Entwicklung. Sowohl die Mac-Hardware als auch das Betriebssystem sind schon seit vielen Jahren für den 64-Bit-Betrieb optimiert. Der Wegfall des 32-Bit-Supports entschlackt macOS wie auch Software, da die überflüssigen 32-Bit-Routinen weggelassen werden können.

Welche Programme auf dem eigenen Mac im 64-Bit- oder 32-Bit-Modus laufen, lässt sich über die Aktivitätsanzeige schnell herausfinden. Im Hauptfenster der Aktivitätsanzeige wird über das Menü Darstellung => Spalten die Option "Art" aktiviert. Diese Spalte signalisiert die 32-Bit- oder die 64-Bit-Unterstützung.

Auf dem iOS zieht Apple den 32-Bit-Stecker bereits früher: mit der für Herbst erwarteten Version 11 werden ausschließlich 64-Bit-Apps unterstützt.

Kommentare

VM

Bei mir betrifft das leider sehr viel noch aktiv genutzte Software, vor allem die CS6.

Zum Glück darf man inzwischen macOS in einer VM installieren. Bei 10.6.8 (letzte Version mit PPC Support) war das leider nur kurze Zeit ohne Probleme möglich.

VM ist zwar nicht ideal aber immerhin eine Notlösung.