Neuer 27-Zoll-iMac: Arbeitsspeicher selbst erweitern kommt günstiger – auf Spezifikationen der RAM-Module achten

Apples Arbeitsspeicheraufpreise beim neuen 27-Zoll-iMac sind auch bei objektiver Betrachtung völlig überzogen. Acht GB gibt es standardmäßig, für 16 GB werden 240 Euro Aufschlag fällig, bei 32 GB sind es 720 Euro extra und für 64 GB verlangt Apple satte 1680 Euro. Zum Vergleich: wer den 27-Zoll-iMac in Eigenregie auf 64 GB erweitert, zahlt dafür nicht mal 500 Euro.

Über die Klappe an der Geräterückseite sind vier RAM-Steckplätze frei zugänglich. In jede Bank passt ein Modul mit einer maximalen Kapazität von 16 GB. Wie aus dem iMac-Handbuch hervorgeht, müssen dabei folgende Spezifikationen eingehalten werden:

• PC4-2400 SO-DIMM

• Ungepuffert und ohne Parität

• 260-poliges DDR4 SDRAM mit 2400 MHz

Passende Module mit 16 GB hat beispielsweise Crucial im Angebot, im Handel gibt es sie pro Stück für etwa 120 Euro. Die Variante mit acht GB kostet etwa die Hälfte. Es empfiehlt sich also aus Kostengründen, den 27-Zoll-iMac grundsätzlich nur mit der Serienausstattung von acht GB RAM zu kaufen und das zusätzlich benötigte RAM zu verhältnismäßig geringen Kosten selbst nachzurüsten. Alle drei 27-Zoll-Konfigurationen vertragen maximal 64 GB Arbeitsspeicher.

Neue iMac-Modellreihe

27-Zoll-iMacs: Wer Geld sparen will, erweitert den Arbeitsspeicher selbst.
Foto: Apple.



Wie berichtet, lässt sich auch beim neuen 21,5-Zoll-iMac der Arbeitsspeicher in Eigenregie erweitern (bestätigt ist dies bislang nur für die Modelle mit 4K-Display). Allerdings muss dazu das Gerät auseinandergebaut werden. Apple schreibt dazu: "Der Arbeitsspeicher in einem 21,5" iMac kann vom Benutzer nicht ausgetauscht und nur von Apple oder einem autorisierten Apple-Servicepartner erweitert werden. Im 21,5" iMac können maximal 32 GB RAM installiert sein."

Natürlich kann der Nutzer den kleinen iMac auch selbst zerlegen – passendes Werkzeug und handwerkliches Geschick vorausgesetzt. Wie diese Prozedur vonstatten geht, hat iFixit beschrieben. Das Unternehmen hat inzwischen ein Erweiterungskit auf den Markt gebracht, das neben zwei 16-GB-Modulen auch exakt für die Prozedur abgestimmtes Werkzeug enthält. Der Preis: rund 300 Dollar. Wer sich das nicht zutraut, kann die Aufgabe von einem freundlichen Apple-Händler oder –Dienstleister in der Nähe gegen eine Servicegebühr (plus Kosten für die RAM-Module) erledigen lassen.

Kommentare

Apple hat nichts zu verschenken!

Und stattet die Einstiegsmodelle traditionell mit schwachbrüstigen Komponenten aus. Sie sollten die Einstiegsmodelle einfach ganz weg lassen.

Falsch

Mit den Einstiegsmodellen setzt Apple wichtige Preispunkte.

Wenn man die zu erwartenden Rabatte im Fachhandel schon mal vorwegnimmt, wirds den kleinsten iMac für 1199 €, das nächste Modell für 1399 € geben usw. Das sind durchaus attraktive Bepreisungen, liefert der iMac doch das komplette Paket mit Rechner, Display, Tastatur, Maus, OS, Zusatzsoftware usw.

Auch mit den Einstiegsmodellen lässt sich arbeiten! Für Gelegenheitsnutzer ideal.

Das Positive sind doch die Erweiterungsmöglichkeiten: schnellere Grafikkarte per Thunderbolt. Flaschenhals Festplatte beseitigen durch eine günstige USB SSD, RAM kann auch erweitert werden.

Erst mal ein günstiges Base Modell holen und dann falls nötig nachrüsten. Gerade mit eGPU wird das richtig attraktiv.