Safari: Autoplay-Blocking kann von allen Nutzern ausprobiert werden

Zu den nervigsten Entwicklungen im Web gehören zweifellos automatisch abgespielte Videos, die entweder direkt beim Aufruf einer Seite starten oder erst nach einer bestimmten Zeit bzw. nach dem Scrollen. Mit einem kleinen Trick lässt dies zwar schon jetzt unterbinden, doch mit der nächsten Safari-Version sagt Apple der Unsitte endgültig den Kampf an.

Das derzeit in der Entwicklung befindliche Safari 11 blockiert standardmäßig die automatische Wiedergabe von vertonten Videos. Diese werden nur dann abgespielt, wenn dies ausdrücklich vom Nutzer gewünscht wird (Click-to-Play). Das neue Feature lässt sich über das Einstellungs-Tab "Websites" individuell konfigurieren. Der Anwender kann für spezifische Websites Autoplay generell freischalten, nur vertonte Videos blockieren (Standardeinstellung) oder Autoplay komplett deaktivieren (was Filme ohne Ton einschließt). Diese drei Optionen stehen auch auf globaler Ebene zur Verfügung.

Die Einstellungen für Autoplay-Blocking in Safari

Die Einstellungen für Autoplay-Blocking in Safari.



Die Veröffentlichung des finalen Safari 11 erfolgt im Herbst. Safari 11 ist Bestandteil des neuen Betriebssystems macOS High Sierra, wird im Zuge von Sicherheitsupdates jedoch auch für OS X El Capitan und macOS Sierra verfügbar gemacht werden. Wer das Autoplay-Blocking schon jetzt ausprobieren möchte, ohne gleich die Betaversion von macOS High Sierra zu installieren, kann auf die Safari Technology Preview 32 zurückgreifen. Sie lässt sich parallel zu Safari 10 nutzen, liegt auf Englisch vor und setzt macOS Sierra voraus. Apple veröffentlicht im Zweiwochenrhythmus neue Safari-Vorabfassungen.

Im Test klappte das Blockieren der automatischen Video-Wiedergabe in den meisten Fällen bereits ganz gut, nur vereinzelt wurden Filme abgespielt, obwohl dies per Einstellung eigentlich unterbunden werden sollte. Apples Entwickler werden die neue Funktion in den kommenden Wochen und Monaten allerdings noch optimieren. Fehlerberichte und Verbesserungsvorschläge können über das Menü "Help => Report an Issue" ans Safari-Entwicklungsteam geschickt werden.

Kommentare

Gut so

Denn solche Videos nerven. Es gibt aber auch noch ein paar andere Sachen, die immer wieder nerven: zum Beispiel werden Webseiten aus unerkenntlichen Gründen neu geladen (weil angeblich ein Problem besteht) oder das Bild zuckt hin und her, weil sich irgend etwas periodisch lädt.

Ich kann immer nur hoffen, dass die Apple-Safari-Entwickler ihre iPads auch im Dauereinsatz zu Hause beziehungsweise in der freien Wildbahn testen, in der realen Microsoft-dominierten Welt, in der sich nicht alle Webseiten an die vorgegebenen Standards halten. Denn der Browser ist der beste, der auch mit jsTricks und anderen Gimmicks von seiten der Webseitenentwickler zurechtkommt. Und der Browser ist nun mal das Programm, dass auf einem iPad am häufigsten genutzt wird.